Lernen und Gehirn

Tipps, Tricks und Methoden damit beim Lernen alles gelingt! In diesem Blog wird GELINGEN groß geschrieben.

5 Hauptgründe für Depressionen und Ängste

Von am 24.11.14 1:21, Aktualisiert am 24.11.14 1:29 | 0 Kommentare |

Traumatische Erlebnisse sind einer der gravierendsten Gründe für die Entstehung von Depressionen, so das Ergebnis der Studie von Prof. Kinderman (Kinderman et al., 2013). Allerdings wirken sich die traumatischen Ereignisse nicht auf jede Person gleich. Jeder Mensch kann unter Angstzuständen oder Depressionen leiden. Entscheidend ist die mentale Handhabung dieser Ereignisse - also was ist für mich eine Traumatische Erfahrung.

Fazit: Was sind die wichtigsten Gründe für Depressionen und Ängste bei den meisten Menschen? Die Studie unter der Leitung von Prof. Kinderman listet die 5 Hauptgründe für Angst und Depression und zusätzlich dazu drei Denkweisen, die zu diesen Zuständen führen.

http://www.allesgelingt.de/blog/Angst_und_Depression_Ursachen.jpg

Schwere, traumatische Erlebnisse als einer der Hauptgründe für Angstzustände

Traumatische Erlebnisse sind einer der gravierendsten Gründe für die Entstehung von Depressionen, so das Ergebnis der Studie von Prof. Kinderman (Kindermann et al., 2013). Allerdings wirken sich die traumatischen Ereignisse nicht auf jede Person gleich. Jeder Mensch kann unter Angstzuständen oder Depressionen leiden. Entscheidend ist die mentale Handhabung dieser Ereignisse - also was ist für mich eine Traumatische Erfahrung.

Die Studie, die tiefere Einblicke in die Hintergründe der Ängste und Depressionen, wurde an über 32.000 Teilnehmern die in Großbritannien leben, durchgeführt. Der Leiter der Studie Prof. Kinderman teilte mit:

Depression und Angstzustände sind nicht einfach nur psychische Verfassungen, die auf Grund einer Ursache auftreten und dann wieder verschwinden. Eine einzige Urasche für alle Depressionen existiert nicht. In unserer Studie wollten wir herausfinden, wieso leiden manche Menschen viel stärker unter Ängsten und Depression als andere.

Der Hauptgrund wieso Menschen unter Depressionen leiden

Während der Studie wurden die Probanden befragt, ob in deren Familien ähnliche psychologische Probleme aufgetreten sind, wie ist deren Einkommen und welchen Grad der Schulbildung sie erreicht haben. Hinzu kamen Informationen in Bezug auf den Beziehungsstatus, die soziale Umfeld in der sie leben, und in Bezug auf traumatische Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit.

Die Ergebnisse zeigten, dass nach Erlebnissen, die psychisch sehr belastend waren, eine weitere Ursache für depressive Zustände oder Ängste, der Familiäre Hintergrund eine große Rolle spielte. Die meisten Betroffenen sind in Familien aufgewachsen, in denen schon jemand unter starken Depressionen und Ängsten litt. Drittwichtigste Ursache war das Niveau der Schulbildung und das Einkommenniveau.

Die Studienleiter konnten zeigen, dass:

Obwohl wir jetzt wissen, dass die Lebensumstände im großen Maße dazu beitragen ob jemand an Depressionen erkranken wird, Traumatische Erlebnisse bleiben die Hauptursache für solche psychische Erkrankungen in der Zukunft dieser Patienten. Jede Person bewertet ein stressiges Ereignis unterschiedlich. Dieses subjektive Stressniveau trägt dazu bei, ob ein Erlebnis als ein schweres Trauma bewertet wird. Es ist also wichtig die Art und Weise wie Menschen mit dem Stress in ihrem Leben umgehen. Ein in einer Familie schon aufgetretenes Krankheitsbild kann nicht geändert werden - dieser Faktor bleibt also konstant. Wir können aber vielen Menschen bei ihrer Depression und Ängsten helfen, indem wir ihnen beibringen, die schweren Erlebnisse anders zu bewerten.

3 Verhaltensweisen die eine Depression oder Ängste auslösen können

Unter den Probanden konnten drei wichtigste Verhaltensweisen identifiziert werden, die zukünftige depressive Erkrankungen oder Angstzustände auslösen können:

  1. Wiederholtes und geistiges immer wieder Erleben der selben Situation: die man auch als Grübeln bezeichnen konnte. In solchen Fällen kreisen immer wieder die selben Gedanken rund um das traumatische Erlebnis. Man erlebt es sozusagen immer aufs neue und kann sich aus dem geschlossenem Kreis der Gedanken nicht mehr lösen.

  2. Mangel an adaptiven Bewältigunsstrategien: die einem helfen selbst aus der Depression herauszukommen. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeit sich Hilfe bei anderen, im Bekanntenkreis oder in der Familie zu holen, schlechter werdende Essgewohnheiten, Mangel an Bewegung (Lustlosigkeit gegenüber sportlicher Betätigung) und schließlich der subjektive Eindruck, dass wenn immer etwas schlimmes passiert - man selbst betroffen ist.

  3. Empfindung der Selbstschuld: eine äußerst toxische Art des mentalen Umgangs mit psychisch belastenden Erlebnissen. Dieses Phänomen wird häufig bei Menschen beobachtet, die sich selbst nicht akzeptieren können, und die mit sich selbst nicht zufrieden sind.

Die oben beschriebene Studie zeigt, dass schwerwiegende und traumatische Erlebnisse bei vielen eine Depression oder Ängste verursachen können. Leider tragen auch weniger bedeutende Stresssituationen im Alltag zur Entstehung von depressiven Zuständen bei. Eine weitere Studie untersucht beispielsweise in wie fern täglicher Stress auch zur Depression führen kann. Erstaunlicherweise deckte auch diese Studie eine Verbindung zwischen der Depression und der subjektiven Bewegung der Ereignisse.

In beiden Fällen ist es entscheidend zu wissen, dass die Denkweise und die Art das was uns das Leben gibt zu akzeptieren, einen gravierenden unterschied im Hinblick auf depressive Erkrankung macht.

Bildquelle: Freddie Pena

Kategorien:

Neuste Beiträge über "Lernen & Gehirn":

Wie lesen Maschinen bzw. Computer?
Das Lesen und der Leseprozess bei einer Maschine bzw. einem Computer. Es gibt erstaunlich viele Para…
Wie lesen Menschen?
Beschreibung des Leseprozesses: wie läuft das Lesen im Gehirn ab und was muss man tun, um einer Masc…
Rezension zum Hörbuch: Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt!
Das Hörbuch Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt! Gebrauchsanweisung für Ihren Kopf - bekam ich…

Jetzt kommentieren: "5 Hauptgründe für Depressionen und Ängste"