Lernen im Schlaf 2.0 - man lernt 10-mal schneller, wenn nachts von dem Gelernten geträumt wird!
Von am 15.06.12 16:50 | 1 Kommentar |Hochinteressant: empirische Studie belegt tatsächlich, dass man bis zu 10-mal schneller lernen kann, wenn von dem Gelernten während der Nacht geträumt wird. Das nenne ich Lernen im Schlaf einer ganz besonderen Sorte! Mit dem Thema lernen beschäftige ich mich schon ziemlich lange aber auf eine solche Studie bin ich bis dato noch nicht gestoßen.
Fazit: Im Schlaf verarbeitet das Gehirn, was über den Tag und in der Vergangenheit geschehen ist. Dadurch wird das Lernen gefördert. Bessere Lerneffekte können erzielt werden, wenn es einem gelingt davon zu träumen, was man gelernt hat. Wie man das aber beeinflussen soll, dafür bräuchte man eine weitere Studie.
Dass der Schlaf einen positiven Effekt auf das Lernen hat, ist allgemein bekannt. Denn nachts ist das Gehirn alles andere als am schlafen. Das Wissen, die Informationen und allgemein das, was während des Tages erlebt wurde, wird im Schlaf noch mal rekapituliert. Auf diese Weise wird im Gehirn aussortiert: was am Tag häufig wiederholt wurde, gilt als wichtig und soll beibehalten werden. Was aber nur ein mal passiert ist und später keine Wiederholung mehr verdient hat, gilt als unwichtig und soll vergessen werden.
Nun leider träumen wir nachts nicht immer an das, wonach man sich wünschen würde zu träumen. Sehr häufig können wir uns an Träume erinnern, die wild durcheinander geworfen wurden und überhaupt keinen Zusammenhang mit dem, was man am Tag davor erlebt hat, aufweisen.
Die Ergebnisse der Studie sind sind einerseits Hilfreich, weil sie genaue Daten und Informationen liefern, vor allem in Bezug auf die Geschwindigkeit des Lernens. Das tun nämlich sehr wenige Studien. Andererseits sind die selben Ergebnisse auch ein wenig Nutzlos, weil man keinen Einfluss darauf hat, was geträumt werden soll. Denn ausschlaggebend für das zehn mal schnelleres Lernen ist, dass man in der Nacht nach den Ereignissen, von den Ereignissen träumt. Und hier können wir und bis jetzt nur auf die Gnade des eigenen Gehirns oder aber auf Zufall verlassen. Vielleicht braucht man Spezielle Übungen dazu wie man das eigenen Gehirn bewegt um über etwas ganz bestimmtes, was man noch vor ein paar Stunden gelernt hat, zu träumen.
Empirische Studie zum Lernen im Schlaf
Erstmal fangen wir damit an, wie die Studie, die das Lernen im Schlaf präzisiert hat, verlaufen ist. Die Quelle, die ich als Grundlage für diesen Beitrag nutze beschriebt, dass die Studie zum Thema lernen im Schlaf von den israelischen und amerikanischen Forschern von zwei Hochschulen: nämlich der University of Harvard und der Harvard Medical School durchgeführt wurde. Persönlich finde ich diese Angabe nicht so extrem exakt. Man könnte schon etwas genauer zumindest den Lehrstuhl oder den/die Professor / Professoren benennen, die die Studie zum Lernen im Schlaf durchgeführt haben.Aufgabe, die Grundlage der Studie Lernen im Schlaf
Alle Teilnehmer der Studie bekamen die folgende Aufgebe: Ein Labyrinth wird am Computer simuliert und die Teilnehmer müssen versuchen sich in dem Labyrinth zurecht zu finden und den Weg, der zum Ausgang führt, zu lernen. Das Experiment ist auf eine Stunde gelegt. Hat ein Proband den Ausweg aus dem Labyrinth gefunden, so soll er ihn so lange lernen, bis die vorgegebene Zeit (eine Stunde) abgelaufen ist. Das Ziel des Experiments war den schnellsten Weg aus dem Labyrinth zu finden.
Gruppenbildung für das Experiment Lernen im Schlaf
Für die Studie wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt.
Gruppe 1.: Nach dem Labyrinth-Lernen sollten die Teilnehmer 90 Minuten lang schlafen.
Gruppe 2.: Nach der Lernaufgabe mit dem Labyrinth dürfte die Gruppe nicht schlafen, sondern müsste sich Filme anschauen.
Der wichtigste unterschied zwischen den beiden Probandengruppen lag darin, dass die einen schlafen sollten und die anderen es nicht durften.
Ergänzung: Die Gruppe die den 90 minutigen Nickerchen gemacht hat wurde mitten im Schlaf geweckt und jeder wurde befragt, wovon er gerade geträumt hat.
So könnte man feststellen, ob die Probanden von der vorhin erledigten Aufgabe träumten oder ob deren Gehirn mit Träumen über andre Dinge beschäftigt war.
Ergebnisse des Experiments zum Thema Lernen im Schlaf
Das Ergebnis der Studie ist ziemlich überraschend ausgefallen:
Gruppe 1 - die, die schlafen sollten, haben deutlich besser als die Gruppe 2, die Nichtschläfer abgeschnitten. Allerdings, die Teilnehmer der ersten Gruppe, die angegeben haben, von dem Labyrinth geträumt zu haben - haben noch weit aus bessere Ergebnisse erzielt, als die restlichen Probanden der ersten Gruppe.
Beim bewältigen des Labyrinths wurde auch die Zeit gemessen. Es stellte sich heraus, dass die, die den Labyrinth auf im Traum bewältigt haben, bis zu zehn mal schneller den Ausweg finden konnten, als die Teilnehmer der Nichtschläfer Gruppe.
Die Kernaussage der Studie lautet also: man lernt bis zu 10 mal schneller wenn man von davon träumt, was man gerade gelernt hat !
Was ist Problematisch und Kritisch an dieser Studie?
Das Hauproblem und gleichzeitig der Hauptkritikpunkt ist der, dass man (zumindest noch nicht jetzt) dem Gehirn sagen kann, wovon es nachts oder beim Nickerchen träumen soll. Es mag schon sein, dass man sich viel besser daran erinnern kann, was man gerade so gelernt hat, wenn man anschließend schlafen geht und dann noch davon träumt. Aber ich werde wohl nicht der einzige sein, wenn ich sage, dass ich mir schon des Öfteren gewünscht habe über etwas zu träumen und meinem Denkorgan dar das völlig egal. Anstatt über das gewünschte, habe ich entweder: - etwas völlig anderes aus der Vergangenheit geträumt - habe etwas geträumt, kann mich daran aber nicht erinnern - habe überhaupt nicht geträumt.An dem Experiment nahmen 100 Probanden teil. Damit ist die Stichprobe relativ klein und kann glaube ich nicht als repräsentativ bezeichnet werden.
Ich denke, dass Neugier und Leidenschaft eine bedeutsame Rolle spielen .Es gibt nicht wenige Kids, die schon im jungen Kindesalter sich mit Mathematik und Programmierung auseinandersetzen und die dementsprechend einen Wissensvorsprung durch ihr angewandtes Wissen besitzen.