Lernen und Gehirn

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Mit Hilfe von Problemen, Hindernissen und Widerständen kann man wunderbar wachsen und lernen

Von am 8.10.13 10:07, Aktualisiert am 8.10.13 10:15 | 0 Kommentare |

Wie kann jeder Probleme, Hindernisse und Widerstände des Lebens für sich nutzen und sogar an ihnen wachsen, sie für Kompetenzentwicklung gebrauchen und dank ihnen lernen?

Viele Individuen bilden ein erkennbares Muster

Jeder Mensch ist einzigartig und individuell. Doch aus dieser Individualität und Einzigartigkeit aller Menschen zusammen bilden sich Muster heraus, die man leicht erkennen kann, wenn man nach ihnen sucht. Eines dieser Muster kann wie folgt beschrieben werden: trotz der großen Anzahl der Persönlichkeiten unter uns, kann man Menschen in Kategorien unterteilen. Zwei Kategorien würde ich an dieser Stelle vorstellen:

Fazit: Probleme, Hindernisse und Widerstände kann man hervorragend für sich nutzen. Dazu ist aber eine spezielle Perspektive notwendig um die Chancen zu erkennen und nicht nur Negatives zu sehen. Das Leben beginnt dort, wo man die eigene Komfortzone verlässt. Das Lernen beginnt dort, wo man das eigene Wissensgebäude verlässt und sich in Richtung Unbekanntes begibt.

Die bequemen Passiven

Die erste Kategorie die Menschen, die sich um jeden Preis vor Problemen, Hindernissen und Widerständen oder Stress drücken. Diese Gruppe der Menschen versucht alles mögliche zu unternehmen, um bloß in Probleme nicht zu geraten. Sie macht einen großen Bogen um die Widerstände, die einem im Leben begegnen. Sie versucht den Hinternissen aus dem Weg zu gehen. Nach Auffassung dieser Gruppe scheint das Leben eines einzelnen statisch und an einem Platz statt zu finden und besteht überwiegend daraus, den Problemen aus dem Weg zu gehen. So als ob die Probleme, Hindernisse und Stressfaktoren auf einen zukommen würde. Diese Gruppe von Menschen hat kaum freie Kapazitäten um sich selbst zu entfalten. Daraus resultiert, dass sie dem Leben mehr Zeit zu beschaffen versucht. Sie ist damit beschäftigt aus dem Weg zu gehen. Wobei man das auch als eine Kompetenz beschreiben kann. Immerhin kann man eine Sache gut - Probleme, Stress, Ungewisses und Unsicherheiten zu meiden.


Die kräftigen Aktiven

Die andere, gegensätzliche Gruppe, sieht die Welt nicht als Probleme und negative Faktoren, die auf einen zukommen. Sie sieht sich selbst als eine dynamische Kraft, die auf die Welt zukommt. Die Menschen, die dieser Gruppe zugeordnet werden können, streben zwar nicht nach Problemen und Widrigkeiten des Lebens, aber wenn sie schon mal da sind, macht es ihnen nichts aus, diese aktiv zu beseitigen.  Die Repräsentanten dieser Gruppe sind aktiv, suchen nach Möglichkeiten das Leben zu gestalten. Sie leben ihr leben und füllen ihr Zeit, die sie auf diesem Planeten haben, mit möglichst viel Leben. Die erste Gruppe, die ich hier einfach als „die Passiven" bezeichnen werde, strebt nach Sicherheit, Stabilität, Geborgenheit, sie vermeidet das Unvorhersehbare.
Die zweite Gruppe, die ich hier einfach „die Aktiven" benennen werde, strebt nicht wirklich das Gegenteil davon an. Denn das Gegenteil von Sicherheit wäre Unsicherheit also Gefahr, das Gegenteil von Stabilität wäre Instabilität also Labilität, das Gegenteil von Geborgenheit wäre Unbehaglichkeit und Einsamkeit.  Diese Gruppe macht es anders und stellt sich der Herausforderung, stellt sich den Problemen und bietet die Stirn den Hindernissen, die sie im Leben begegnet.

Die meisten Menschen gehören zu den Passiven

Nun, ich werde sicherlich nicht der einzige sein, der behauptet, dass die Mehrheit der Menschen zu der ersten Gruppe - der bequemen Passiven - gehört. Und die zweite Gruppe - der Aktiven - eine winzige Minderheit ist.

Von der Natur abgucken hilft enorm

Wenn man der Natur ein wenig über die Schulter schaut, merkt man schnell, dass die Natur selbst, und alles was in ihr vorkommt, die Gruppe der Aktiven repräsentiert . Natur passt sich ständig an, durch winzige evolutionäre Vorgänge, werden Schäden repariert und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit erhöht. Natur ist nie passiv oder faul. Sie ist ständig in Bewegung, Wandelt ununterbrochen und wie das die alte chinesische Weisheit so schön auf den Punkt bringt: alles fließt und nichts ist von Dauer. Wenn wir aber wissen, dass nichts von Dauer ist, und dass alles fließt, wieso wollen wir zu so vielen Menschen und auch Dingen verbunden bleiben? Wieso wollen wir etwas oder jemanden für immer behalten, wenn das von vorne nicht möglich ist? Das bleibt wohl sicherlich nicht nur für mich ein Rätsel.


Wie ich leben will entscheide ich

Das Schöne im Leben ist, dass sich jeder selbst entscheiden (und auch um-entscheiden) kann, zu welcher Gruppe man gehören möchte und damit: ob man ein passives Leben voller Angst und Unbehagen leben will, oder aber ob man aktives Leben voller Spaß, Leidenschaft und Begeisterung leben will.

Wer Wind für etwas negatives hält, der konzentriert sich nur darauf, dass eine Kerzenflamme vom Wind einfach weggepustet wird. Wer aber im Wind Positives zu erkennen versucht, der wird schnell merken, dass ein offenes Feuer vom Wind nicht gelöscht sondern angeregt wird. Erst wenn man diese Eigenschaft erkannt hat, kann man sie sich zu Nutze machen.


An Problemen und Hindernissen wachsen und lernen

Wer dieses Prinzip auf Probleme und Unsicherheiten und Unvorhersehbares überträgt, kann leicht von einer passiven Lebenseinstellung in eine aktive wechseln. Wer den Chaos meidet, der wird Ordnung finden, aber aus der Ordnung lernt man nur das was man schon ohne hin kennt - immer dieselbe Ordnung eben. Aus dem Chaos lernt man viel mehr, vorausgesetzt man ist lernwillig und gegenüber Problemen und Ungewissheiten offen. Wenn wir alle nach der gleichen Ordnung und Sicherheit streben würden, wäre das Leben verdammt langweilig. Alles sehe gleich aus. Was würde aus unserer Einmaligkeit, Einzigartigkeit und Individualität geworden? Auf jedem Fall kein erfülltes Leben. Höchstwahrscheinlich ein  Leben erfüllt mit Zeit. Nicht aber eine Zeit erfüllt mit Leben.


Erschütterungen und Katastrophen sind gut

Die Natur profitiert von Erschütterungen und Katastrophen. Regelmässig sind solche zu beobachten. Wir können nach Sicherheit suchen und uns davor verstecken. Wir können aber auch die Widrigkeiten der Lebens akzeptieren und mit Hilfe dieser über uns hinauswachsen. Kompetenzen entwickeln, lernen und für kommende Katastrophen und Erschütterungen besser gewappnet zu sein. Um ihnen aktiv entgegen zu kommen und nicht von ihnen überrannt zu werden.

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