Gehirn - Lexikon

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Garantiert erfolgreich lernen
Garantiert erfolgreich lernen

Extremes Lernen (sog. Bulimie-Lernen) kann gefährlich und ungesund sein.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es Parallelen zwischen dem Gehirn und dem Magen gibt und raten deshalb davon ab extremes Lernen vor Klausuren zu praktizieren.
Es spielt keine Rolle ob man lediglich für eine Klausur lernt oder für die Examensprüfung, das Entscheidende ist nicht sehr viel auf einmal zu Lernen. Obwohl die Vorlesungsart mit dem „Frontalunterricht" zu den veralteten Lehrmethoden gilt, ist sie in der Regel an der Universität vorzufinden. Der Dozent trägt den Lehrstoff vor und den Studenten ist es selbst überlassen, ob sie zuhören und etwas verstehen oder ob sie sich mit ihren Nachbarn über die letzte Feier austauschen. Als Konsequenz sitzen sie dann in der Bibliothek, haben einen Haufen Bücher vor sich und versuchen sich den Stoff selbst anzueignen, um für die anzustehende Klausur vorbereitet zu sein. Mit dieser Lernmethodik haben die Studenten nur wenig vom Studium.

Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft
Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft

Welchen Einfluss haben Handys, Internet und Spielkonsolen auf das Denken, Lernen und Gehirn der Heranwachsenden?
Dieses interessante und uns allen betreffende Thema wurde in einem Interview mit GARY SMALL diskutiert.Er selbst hat 2 Kinder im jugendlichen Alter und beschreibt die Problematik und die Gefahren der neusten Technik im Hinblick auf die Entwicklung unseres Gehirnes.

Wer ist GARY SMALL??
Garry ist verheiratet, hat 2 Kinder, Psychologe und Professor für Psychiatrie an der Unvirsität von Californien in Los Angeles (UCLA)
Er gilt als einer der frühenden Neurowissenschaftler in der USA.Zusammen mit seiner Frau Gigi Vorgan, eine Wissenschaftsautorin veröffentlichte er Bücher wie iBrain oder Gegen das große Vergessen etc..

Er beschäftigt sich mit vor allem mit diesen Gebieten:

  • Gehirnentwicklung,
  • Gedächtnisprozesse
  • Einfluss digitaler Technologien auf das Gehirn.

Wie ist es möglich, dass die Säuglinge im Schlafen mehr lernen als am Tag?
Wissenschaftler untersuchten die Hirnaktivitäten, indem sie schlafende Säuglinge mit Tönen beschalten und das 18 Stunden am Tag. Dabei wurde herausgefunden, dass sie permanent Informationen aufnehmen, vielmehr als die Forscher vermuteten.
Kinder-Gehirn-lernen-im-Schlaf.jpg

Das Gehirn, die Neuronenstruktur kann durch Meditation verändert werden. Menschen die meditieren können besser lernen da das Vorstellungsvermögen während der Meditation intensiv geübt wird.
Meditation-hilft-beim-lernen-gehirn.jpgEs scheint für einen normalen Menschen unglaubwürdig, wenn ein indischer Yogi behauptet, aufgrund von Meditation seit Jahrzehnten nichts mehr zu essen oder zu trinken. Wissenschaftlich gesehen, stellt es auch ein Rätsel dar. Nachgewiesen ist jedoch, dass Meditation Stresssituationen, Ängste und altersbedingten Abbau der Denkfähigkeit vermindert, dazu wird die Großhirnrinde sogar bekräftigt.

Das Gehirn - ein Unfall der Natur: Und warum es dennoch funktioniert
Das Gehirn - ein Unfall der Natur: Und warum es dennoch funktioniertDavid J. Linden und Monika Niehaus

Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Leistung und den Aufbau des menschlichen Gehirns gemacht? In dem Artikel „Das Gehirn- der Designer Gottes" geht es darum, dass das menschliche Gehirn alles andere als perfekt ist.
Gehirn-bewirkt-Religion-und-Gott-Fragen.jpg

Ist das Gehirn wirklich geordnet und strukturiert aufgebaut?
Während manche Vertreter behaupten, dass es eine Art „Supercomputer" darstellt, wird in dem Buch des amerikanischen Neurowissenschaftlers David Linden „Das Gehirn- Ein Unfall der Natur" die Meinung vertreten, dass es eher Mängel im Design und in der Funktionsweise aufweist. Es ist sogar bewundernswert, dass es die Leistung bringt, die er in der Lage ist zu bringen.

Beim Lügen ist die Kognitive Belastung des Gehirns sehr groß. Daher ist es relativ einfach zu erkennen wenn man belogen wird. In der Süddeutschen Zeitung ist ein interessanter Bericht über Lügen und Gehirn erschienen.

luegen-unwahrheit-belastet-gehirn.jpgZu Beginn des Artikels „Lügen ist Schwerstarbeit fürs Gehirn" von Nikolas Westerhoff wirft der Autor zunächst die Frage auf, ob man Zeugen trauen kann. Um bei Gerichtsverhandlungen zu prüfen, wie glaubwürdig die Aussagen sind, haben Gerichtspsychologen objektive Kriterien entwickelt. Dadurch soll das Lügen systematisch erschwert werden. Während manche Menschen keine Scheu haben, sich ganze Erlebnisse auszudenken, fällt es Anderen sogar schwer eine passende Ausrede für etwas zu finden.

Ein Laie kann sich meiner Meinung nach daran orientieren, ob der „Erzähler" Augenkontakt hält oder seinen Blick von dem des Gegenübers abwendet. Letzteres lässt vermuten, dass er sich in diesem Augenblick etwas ausdenkt.

Die Zeit wo man glaubte, dass die vollständige Bildung, Entwicklung des Gehirns in den jungen Lebensjahren abgeschlossen wird, liegt nicht so weit in der Vergangenheit als man glauben mag. Bis zum Jahr 1999 verbreiteten die Neurologen immer noch die Thesen, dass das menschliche Gehirn nur in den ersten Lebensjahren gebildet wird. Später entwickelt sie sich nicht mehr weiter sondern nutzt die vorhandenen Kapazitäten und Fähigkeiten, und zwar ohne diese zu erweitern.

Das Gehirn ist extrem komplex. Daher sind auch die Methoden, die das Gehirn auf das richtige Leistungsniveau bringen ebenso komplex. Es reich nicht eine Sorte Obst, oder Fisch oder gar eine Sorte Fastfood zu sich nehmen um besser denken zu können. Ich würde sogar sagen, dass die Ernährung, egal die umfangreich und abwechslungsreich sie ist, weicht alleine nicht.
Es gibt einige Tricks die helfen dem Gehirn etwas ergiebiger zu funktionieren. Ich würde sie in vier miteinander verknüpfte Bereiche untergliedern:

Man muss kein Neurospezialist sein um feststellen zu können, dass positive Gefühle Lernen fördern und dass negative Gefühle wie Stress, die Lernfähigkeit negativ beeinträchtigen. Jeder hat schon mal erfahren, dass beim Lernen unter Stress kriegt man die Sachen nicht in den Kopf. Ist man dagegen entspannt und glücklich, so wird das Lernen spielend leicht und alle Informationen bleiben im Gedächtnis.


Was für eine Rolle beim Lernen und Erinnern spielen Mikro RNA Moleküle? Dr. Gerhard Schratt hat mit seiner Forschung bewiesen, dass die korrekte Funktion dieser winzigen Teilchen entscheidende Rolle bei kognitiven Prozessen wie Lernen, Gedächtnis und Denken übernehmen.

Piano Crash-Kurs, Klavierspielen lernen.
Piano Crash-Kurs, Klavierspielen lernen.

Es gibt keinen einzigen Gehirnbereich oder Abschnitt, der speziell für Musik zuständig wäre. Das Gehirn verarbeitet sämtliche Reize die unser Körper empfängt. Musik gehört zu den auditiven Reizen. Es gibt zwar eine stelle (den sog. auditiven Cortex) der verarbeitet aber Klänge sowie sämtliche Geräusche die wir hören. Auditiver Cortex verarbeitet also Schallwellen. Um aus diesen Schallwellen Musik zu interpretieren bedarf es beider Gehirnhälften. Im Computer-Tomograph kann man die Aktivitäten aller Gehirnabschnitte beobachten. Während Musik-Hörens werden sämtliche Areale aktiv. Daher kann man nicht sagen, dass es auch ein spezielles Musik-Zentrum im Gehirn gibt. Der gesamte Cortex verarbeitet die Musik, bzw. macht aus den Schallwellen die Musik und interpretiert sie als Musik.

Musik im Kopf
Musik im Kopf

Gibt es einen bestimmtem Bereich oder Teil im Gehirn, das von der Musik direkt angesprochen wird?
Es gibt Momente im Leben, wo man ein Musikstück zum allerersten mal hört und wird direkt zu Tränen gerührt oder aber zumindest ein Gänsehaut-Gefühl bekommt.
Wenn man die Musikwelt untersucht und versucht herauszufinden wie das Gehirn von dieser Welt beeinfluss wird, gelangt man an einem Punkt wo es um zwei Sachen geht: Die Menschen und den Klang sowie die Beziehung zwischen diesen.
Die Neurologen haben bewiesen, dass der Bereich im Gehirn, der von der Musik unmittelbar, direkt angesprochen wird, in einer direkten Beziehung zu den tiefliegenden Emotionen steht.

Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt
Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt

Aus der Sicht eines Physikers hat jede Materie, so auch der menschliche Körper (Muskeln, Knochen), sein eigenes Resonanz-Spektrum. Das ist ein Bereich in dem die Zellen selbst vibrieren oder schwingen. Daher kann man den ganzen Körper wie eine riesiges Ohr betrachten. Die Musik dringt nicht nur in unsere Ohren ein, sondern in die Hautporen, Knochen, Muskeln und Gewebe. Man schwingt oder vibriert ganzheitlich. Das ist ein weiterer Argument warum uns die Musik so leicht in unterschiedliche emotionale Zustände versetzt.

Über Musik und das Gehirn
Über Musik und das Gehirn

Die Musik wirkt auf das Gehirn auf besondere Art und Weise. Bekannt ist auch der unmittelbare Zusammenhang zwischen Musik und der Lernfähigkeit des Gehirns. Warum ist das der Fall?
Letzte Woche in einer Arte-Reportage mit dem Titel: „Notes & Neurons" (Noten und Neuronen) wurde auf diese Frage endlich eine plausible Antwort geliefert. Die gesamte Sendung ist auch auf You Tube abrufbar. Sie wurde in 11 Teile jeweils 10 Minuten aufgeteilt.
Noten und Neuronen ist meiner Meinung nach eine der best-recherchierten Reportagen die ich zum Thema Gehirn, Lernen und Neurologie gesehen habe. Daher möchte ich Euch diese auch hier im Blog empfehlen.

Das lesende Gehirn
Das lesende GehirnMaryanne Wolf,

Müssen die Menschen wieder richtig lesen lernen? Was ist besser: langsames oder schnelles Lesen?

Zu diesem Thema führte die FAZ ein interessantes Interview mit der Bildungsforscherin Maryanne Wolf.
Das Lesen an sich ist in uns Menschen nicht so genetisch verankert wie das Sprechen. Für die Sprache ist der Mensch programmiert. Die Schrift hingegen ist eine Eigenständige Erfindung des Menschen, und muss somit von Grund auf erlernt, und geübt werden. Der Leser muss die Schriftzeichen erkennen, mit Lauten in Verbindung bringen, das Wort identifizieren und mit der Bedeutung in Verbindung bringen. Dabei entstehen völlig neue Vernetzungen in unserem Gehirn.

Hirn in Hochform: So funktioniert Ihr Gehirn
Hirn in Hochform: So funktioniert Ihr GehirnMarkus Hofmann

Wie hängen technologischer Fortschritt, die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Gehirns und der Intelligenz-Quotient miteinander?
Sehr eng - lautet die kurze Antwort.

Man könnte meinen, dass durch den technischen Fortschritt, das menschliche Gehirn entlastet wird. Dadurch soll die Leistungsfähigkeit des Gehirns auch sinken. Wieso?
Noch vor 10 Jahren haben wir uns viel mehr merken müssen als dies heute der Fall ist. Die digitale Verarbeitung und Speicherung von Daten schafft eine Menge "Lern-Stoff" aus dem Weg. Die Telefonnummern, Namen, Adressen, Rezepten, Methoden oder Verfahren werden im Rechner einfach gespeichert oder eben mit Hilfe von Google gefunden. Man merkt sich anstatt die gesamte Informationen, nur noch den Weg - wie man gesucht hat um an die Informationen zu gelangen.

Hämoglobin und rote Blutkörperchen werden in Gehirn Blutgefässen abgebaut. Dies hat Folgen, im schlimmsten Fall verursacht es gefährliche Hirnblutungen.

Mit der ProExzellenz Initiative des Landes Thüringen wird eine Million Euro in die Blutkörperchen Forschung investiert. Eine Gruppe von interdisziplinären Forschern und Wissenschaftlern haben an der Universität Jena eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Abbau der Hämoglobin im Blut genauer untersuchen will.
Es wurde erforscht dass bei unkontrollierter Freisetzung oder dem Abbau von Hämoglobin im Blut zu komplizierten Erkrankungen kommen kann.

schlaf-wichtig-lernen-gedachtnis-.jpg
Im Prinzip lernen wir im Schlaf .Der Schlaf übernimmt eine enorm wichtige Rolle beim Lernen und allgemein in Lernprozessen. Früher galten die Thesen der Forscher: dass im Schlaf erholt sich der Körper und mehr nicht. Es wurde behauptet der Schlaf dient nur dazu die Müdigkeit abzubauen und dem Körper eine Ruhephase zu geben. Jetzt wissen wir, dass diese Aussage falsch ist. Im Schlaf passiert mehr als man denkt.

Was sind Spiegelneuronen sind Neuronen, die in verschiedenen Bereichen des Gehirns angesiedelt sind die eine bestimmte Funktion übernehmen. Nämlich die des Lernens durch Beobachten. Forscher haben entdeckt, dass im Gehirn die gleichen Neuronen aktiv sind wenn man eine Handbewegung vollzieht, wie auch dann, wenn man sich nur ein Foto, oder andere Person anschaut, die gerade ihre Hand bewegt. In Beiden Fällen werden die selben Neuronen Aktiv. Und genau solche Neuronen hat man Spiegelneuronen genannt.

Gehirn-erinnerung-erinnern.jpg
Dank der Neurowissenschaft können die Forscher im Gehirn folgendes Lokalisieren:
- wo werden Gedanken und Erinnerungen generiert und
- an welcher Stelle werden die verlorenen Informationen wieder rekonstruiert.

Im amerikanischen wissenschaftlichen Magazin Science wurde eine Studie publiziert wie die Neurologen dazu gekommen sind, dass sie die einzelne Neuronen auf Erinnerungen untersuchen können. Es wurde eine erhöhte Aktivität der Neuronen beobachtet, wenn sich ein epileptischer Patient an Dingen erinnert hat, die er selbst aktiv erlebt hat. Die Forscher könnten dadurch genau die Gehirnregionen identifizieren, die für diese spezielle Erinnerungen verantwortlich sind. In der Wissenschaft gab es genügend Theorien diesbezüglich aber keine Beweise aus der Praxis-Welt.

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