Lernen und Gehirn

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Wie kann man Musik mit dem ganzen Körper „hören"?

Von am 29.11.09 10:32, Aktualisiert am 10.04.11 21:48 | 1 Kommentar |

Aus der Sicht eines Physikers hat jede Materie, so auch der menschliche Körper (Muskeln, Knochen), sein eigenes Resonanz-Spektrum. Das ist ein Bereich in dem die Zellen selbst vibrieren oder schwingen. Daher kann man den ganzen Körper wie eine riesiges Ohr betrachten. Die Musik dringt nicht nur in unsere Ohren ein, sondern in die Hautporen, Knochen, Muskeln und Gewebe. Man schwingt oder vibriert ganzheitlich. Das ist ein weiterer Argument warum uns die Musik so leicht in unterschiedliche emotionale Zustände versetzt.

Fazit: Der Mensch benutzt nicht nur sein Gehör um Musik wahrzunehmen. Der gesamte Körper wird beim Musikhören oder beim Musizieren von den Wellen durchdringt. Das Gehirn interpretiert dann die Töne.

Beim Entziffern der Wellen spielt das Gehirn eine zentrale Rolle. Die Schwingungen die durch den Körper und Ohren eindringen, werden im Gehirn von den neuronalen Verbindungen empfangen und uminterpretiert. Diese Interpretation oder Umdeutung findet im Gehörzentrum im Cortex statt. Das interessantes ist, dass dieses auditive Cortex nach Tonhöhen geordnet ist, genau wie eine Klaviertastatur. Das selbe betrifft die winzige Haare die sich im Kochlea (Cochlea - Innenohr) befinden und auch auf Tonhöhen spezialisiert sind. Die Haarzellen sind so angeordnet, dass sie nur bestimmte Frequenzen aufnehmen. Manche Haarzellen sind nur auf Höhen andere nur auf Tiefen spezialisiert.


Ich glaube, dass die Menschen Dinge erschaffen die sie selbst abbilden. Das betrifft auch die Instrumente. Die Anordnung von Tonhöhen die wir bei Instrumenten finden, ist genau die gleiche, die wir selbst in eigenen Organen (wie hier im Innenohr) besitzen. Die Sache ist nur, das das unbewusst gemacht wird. Die Instrumenten Bauer von hundert Jahren haben doch nicht gesagt: ja ich baue mir jetzt ein Klavier und ordne die Tasten genau so wie im auditiven Cortex die Neuronen angeordnet sind. Sie haben einfach nach Gefühl unbewusst die Töne angeordnet.


isbn=382741122X
Titel=Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt

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1 Kommentar

Ich kann auch zu fast jedem Lied eine kleine Geschichte erzählen..manche Lieder erinnern einen so stark an irgendwelche Ergeignisse, dass es schon fast erschreckend ist...

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