Erfolgreich Studieren

Lernmaterialien und Notizen aus meinem Wirtschaftsrecht und BWL Studium.

Im Forschungsfeld HCI (Human Computer Interaction) spielt der Zusammenhang zwischen Technik und Organisation eine große Rolle. Die grundlegende Informationen in diesem Bereich basieren auf einigen Theorien und Modellen:

Verständnis  der sozialen Realität (klassische Modelle)

  • Es gibt EINE Wirklichkeit die entdeckt wird
  • Innerhalb dieser Wirklichkeit existieren Wahrheiten (Naturgesetze)
  • Wahrheiten werden erschlossen mit Hilfe von Induktion und/oder Deduktion. 

Bisher existieren umfangreiche Studien, in denen Mono-Content Public Displays hinreichend analysiert wurden. Das liegt daran, dass die Mono-Content Displays weit verbreitet sind. Interaktive  Displays die vielfältige Inhalte bieten werden erst entwickelt. Schon jetzt kann die Aussage getroffen werden, dass die Public Displays die interaktiv sind und die umfangreiche Inhalte anbieten, die Mono-Content Displays aus dem Markt verdrängen werden.

Best Practice Lösungen für Mono-Content Public Displays

Tacita application
Am Beispiel eines Flughafen Public Displays, zeigt Davies et al. wie das Problem der Privatsphäre berücksichtigt werden kann. Ein Public Display wird häufig von vielen Menschen betrachtet. Das Public Display wird mit Hilfe von Tacita Applikation mit dem Handy des Betrachters gekoppelt. Dieser kann sein Smartphone nutzen, um beispielsweise Wetterbericht für seinen Heimatort anzeigen zu lassen. Das Display blendet zusätzlich zwei weitere Wetterberichte für zwei weitere Orte. Nur der User, der das Display bedient kann für sich die relevante Information entnehmen. Dadurch wird seine Privatsphäre zumindest teilweise geschützt (vgl. Davies, S. 61).

Public Displays begleiten die Menschen seit mehreren Hundert Jahren. Zuerst in der analogen Form, später zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts in digitaler Form. Es erscheint plausibel, dass die Inhalte der analogen Public Displays direkt auf die digitalen Public Displays übertragen wurden. Alleine die Präsenz der damals neuartigen digitalen Anzeigetafeln in hoch frequentierten Orten sorgte für ausreichend Aufmerksamkeit, so dass seit über 20 Jahren, die statischen Anzeigen für ausreichend Rentabilität der Public Displays sorgten.

Unter Mono-Content Public Displays werden solche elektronische Anzeigetafeln definiert, die ausschließlich eine Art von den Inhalten gleichzeitig anzeigen, bzw. Präsentieren. Der Content kann dabei zeitlich rotieren - die Informationen die angezeigt werden, wechseln in einem vordefinierten Zeitabstand. Derselbe Inhalt wird allen Betrachtern angeboten. Solche Public Displays bieten den Betrachtern meistens keine Möglichkeit der Interaktion mit dem Inhalt.

Betrachtungswinkel
Als ein weiteres Kriterium, das die Inhalte eines Public Display bestimmen kann, wird Betrachtungswinkel herangeführt. Einerseits kann ein System aus dem Betrachtungswinkel des Benutzers erkennen, ob er auf ein Display schaut, oder ob er seine Aufmerksamkeit anderen Dingen widmet. Andererseits kann ein Public Display verschiedene Inhalte für unterschiedliche Betrachtungswinkel anzeigen. Im Abschnitt 2.5.2 wird hierzu ein konkretes Beispiel vorgestellt.(vgl. Azad (2012). S. 147).

Die Entfernung ist als Schlüsselfaktor für Multi-Content Public Display anzusehen. Wie oben betont, eröffnet die Möglichkeit der Interaktion mit dem Display neue Wege gleichzeitig unterschiedliche Inhalte für mehrere Benutzer anzubieten. Ein vom Display weit entfernter Betrachter hat wegen der Entfernung keine Möglichkeit mit dem Display zu interagieren. Dagegen ein Betrachter, der sich in der unmittelbaren Nähe des Displays befindet, kann sehr wohl mit der Anzeigetafel interagieren. Aus diesem Grund erscheint es sinnvoll die Nah-Interaktion mit dem Display genauer zu beschreiben.

Zu den wichtigsten Analyseparametern mit Hilfe dessen Public Displays untersucht werden können gehören: Inhalt (Content), Kontrolle, Entfernung, Betrachtungswinkel, Identität, Bewegung und Standort. Diese werden im Folgenden genauer beschrieben.

Inhalt - (Content)

Wie schon im vorangegangenem Abschnitt angedeutet, spielt der mit Hilfe eines Public Displays angebotene Inhalt die entscheidende Rolle für die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Kundenbeziehung. Dabei kann der Abschnitt Content in zwei Unterbereiche aufgeteilt werden: zum einen in „was angezeigt wird" und zum anderen „wie es angezeigt wird". (vgl. Churchill).

Um die Wirksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit an Public Displays zu untersuchen, eignet sich die Überlegung: wie viel Zeit schenkt der Betrachter einem solchen Medium. Geht er flüchtig an einem aktiven Public Displays vorbei, oder aber hält er kurz an um die Botschaft bewusst wahrzunehmen? Schon an dieser Stelle wird es deutlich, dass Public Displays die einfach nur Werbung anzeigen, einen vermeintlichen Mehrwert für die Unternehmen, aber kaum Informationsgehalt für den Kunden bieten, nicht mehr das Kriterium der Wirksamkeit erfüllen.
Hat dagegen der Betrachter die Möglichkeit der Interaktion mit dem Inhalt und bietet ein Public Displays einen für den Benutzer relevanten Inhalt, ergänzt mit Werbung, kann sich die Verweildauer in der nähe eines Public Display um das Vielfache verlängern. (vgl. Churchill)

Zielsetzung

Das Ziel dieser Seminararbeit ist die kritische Untersuchung von Möglichkeiten und von Problemen, die die Kontextualisierung von Public Displays mit sich bringt. Vor allem im Hinblick auf den zielgruppenspezifischen Content und auf die Darbietung dieses Contents.
Anbieter von Public Displays nutzen häufig die Anzeigenflächen für die Kommunikation mit ihren vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Kunden. Dadurch kann eine Form der Beziehung entstehen, die sowohl für die Anbieter von Public Displays als auch für die Kunden vorteilhaft sein kann. Im besten Fall entsteht eine Win-Win Situation. In der einerseits der Anbieter von Public Displays durch innovative Inhalte und eine innovative Art, diese Inhalte zu präsentieren, Gewinnziele realisiert. Und andererseits in der der Kunde den Informationsgehalt der präsentierten Inhalte für sein eigenes Vorhaben verwendet und dadurch einen für ihn relevanten Mehrwert erkennt. Der entscheidende Faktor einer solchen Kundenbeziehung ist die Zufriedenheit beider Parteien, die im ersten Teil der Einleitung als Koevolution bezeichnet wurde. Denn in vielen fällen entscheidet die Zufriedenheit über die Dauer einer Beziehung, auch wenn es sich um eine Kundenbeziehung handelt.

Problemstellung und Forschungsfrage der Seminararbeit "Public Displays"
„The dogmas of the quiet past, are inadequate to the stormy present. The occasion is piled high with difficulty, and we must rise - with the occasion. As our case is new, so we must think anew, and act anew." (Lincoln (1862), S.537).
Die oben zitierte Worte richtete der damalige Präsident der Vereinigten Staaten an den US Kongress im Jahr 1862. Die Idee, die sich hinter diesen Worten verbirgt, ist zeitübergreifend und betrifft auch auch heute jede Gesellschaft, unabhängig davon wie stark sie informationstechnologisch entwickelt ist. Public Displays fanden ihren Ursprung in Bekanntmachungen und Kundgaben, die im Laufe der Zeit, mit Hilfe von unterschiedlichen medialen Werkzeugen der Öffentlichkeit kommuniziert wurden. Public Displays sind Medien selbst, denn sie vermitteln einen Inhalt (vgl. McLuhan, S. 17).

Innerhalb des Blocks „Kontextualisierung von Public Displays" wird in dieser Arbeit das Thema „Public Displays: „Mehrere Inhalte gleichzeitig oder doch für alle nur dasselbe" kritisch untersucht. Das Ziel dieser Ausarbeitung ist die Analyse des aktuellen Forschungsstandes sowie der Marktentwicklung von Public Displays, insbesondere im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen Mono-Content und Multi-Content Public Displays. Die Ergebnisse der Analyse können der Entwicklung von wirksamen, kunden- bzw. benutzerorientierten Darbietungstechniken auf Public Displays dienen.

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