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In der ersten Phase beim schreiben der Bachelorarbeit geht es um die Vorvorbereitung und die Beobachtung. In die Phase der VorVorbereitung würde ich die Themenwahl und den Betreuer Wahr auflisten. Es handelt sich dabei um das richtige Erkennen: was, worüber und bei wem möchte ich meine Abschlussarbeit verfassen, wer soll sie Betreuen. Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig denn wenn das Thema der Bachelorarbeit sehr vereinfachen würde, hätte man nur zwei Alternativen zur Wahl.
Die Erste Alternative wäre dann einen Professor als den Betreuer der Arbeit zu wählen und dann zu von ihm vorgeschlagenem Thema die Bachelorarbeit zu verfassen. In diesem Fall kommt das Thema von dem Betreuer. Das muss nicht, kann aber bedeuten, dass der Schwerpunkt der Arbeit nicht in den Interessen des Verfassers, sondern in den Interessen des Betreuers liegt. Unter Interessen - meine ich das was mich persönlich interessiert, begeistert, neugierig macht, und was ich gerne selbst, aus eigener Motivation herausfinden würde.

Fazit: Die erste Phase beim Verfassen der Bachelorarbeit dient der Richtungsbestimmung. Dafür muss man sich selbst im Klaren sein, was einem gefällt und welche Themen einen leidenschaftlich interessieren. Immerhin schriebt man die Bachelorarbeit (meistens) nur ein mal im Leben. Alleine aus diesem Grund soll die Bachelorarbeit etwas besonderes sein. Am bestens: ein Kunstwerk.

Das Thema der Bachelorabeit muss mir selbst gefallen

Man kommt zu völlig anderen Ergebnissen, wenn man ein persönlich bevorzugtes Thema bearbeitet, als wenn man sich zwingen muss, ein von dem Betreuer bevorzugtes Thema zu bearbeiten, Außerdem ist der Arbeitsprozess völlig anders. Man arbeitet im konstanten Flow, wenn man zu seinem Lieblingsthema schreibt. Das Gefühl der Erfüllung beim Verfassen einer Abschlussarbeit wird kaum vorkommen, wenn man sich für das Thema der Arbeit nicht intensiv interessiert.
Ich hatte sogar manche Kollegen, die im Bezug auf das Thema deren Abschlussarbeiten dermaßen uninteressiert waren, dass sie sich beim Essen darüber nicht unterhalten wollten. Andere dagegen, die ein für sie persönlich spannendes Thema bearbeiten dürften, könnten nicht aufhören darüber zu reden. Man sieht also, dass die Diskrepanz zwischen der Bewertung der Themen, sehr groß sein kann.

Was tun, wenn der Themensteller / Betreuer nicht flexibel ist?

Falls der Betreuer der Arbeit nicht flexibel ist, und die Wünsche des Prüflings im Bezug auf das Thema nicht akzeptieren kann (oder will), würde ich nur eins vorschlagen: wechsle den Betreuer!. Jeder Mensch ist individuell und jeder hat unterschiedliche Interessen. Wir sind in der Gesellschaft auf die Diversität (Unterschiedlichkeit) der Talente angewiesen. Falls der Betreuer die Talende des Prüflings nicht respektieren, oder zumindest erkennen möchte, ist er meiner Meinung nach Fehl am Platz. Dies betrifft vor allem eine Bildungseinrichtung wie die Universität.

Vorvorbereitung - Überblick verschaffen, Richtung bestimmen

In der Vorvorbereitungsphase kann man sich einen groben Überblick verschaffen und eine ungefähre Richtung der Bachelorarbeit (oder anderer Abschlussarbeiten) bestimmen. Da man im Prinzip über alles mögliche schreiben kann, ist es sinnvoll das Thema in die Richtung zu entwickeln, die einem am besten gefällt. Dazu kann man sich die grundlegende Fragen stellen:
- was will ich mit dieser Bachelorarbeit / Abschlussarbeit bewirken?
- was will ich mit dieser Bachelorarbeit / Abschlussarbeit beantworten?
- was bringt dem Leser meine Bachelorarbeit / Abschlussarbeit? in welche Hinsicht wird sie ihn „informieren".

Informieren kommt von Informare

An dieser Stelle sollte ich vielleicht anmerken: Jedes mal wenn ich „informieren" schreibe, meine ich nicht informieren im Sinne von „mit Informationen versorgen, beliefern", sondern im Sinne von „eine neue Form geben, umformen, umgestalten, in eine neue Form bringen".
Das Wort „informieren" kommt nämlich aus dem Lateinischen „informare" was - in eine neue Form versetzen - bedeutet. Durch die Abschlussarbeit wird der Leser in eine neue Form gebracht. Sein Wissensstand wird erweitert. Er bekommt die Möglichkeit zu lernen. Auch aus neurologischer Sicht macht es Sinn den Begriff „informieren" aus dem Lateinischen abzuleiten und auch so zu verstehen. Denn durch neue Informationen, neue Irritationen und Störungen wird die Struktur der synaptischen Netzwerke im Gehirn verändert. Sie wird in eine neue Form gebracht. Das entspricht genau der lateinischen Auslegung des Wortes Informare.

Das Verfassen der Bachelorarbeit war in meinem Fall der beste, lernintensivste und angenehmste Abschnitt meines Studiums. Zum größten Teil habe ich das dem Betreuer und Themensteller zu verdanken, der mit ermöglicht hat über Themenbereiche zu schreiben, die mich wirklich interessieren. Dies geschah unabhängig davon, dass Kompetenzentwicklung nicht in erster Linie mit der klassischen BWL in Verbindung gebracht wird.

Außerdem betrifft das nicht nur die Bachelorarbeiten sondern jegliche Abschlussarbeiten die in irgendeiner Weise von einem Promotor betreut werden. Dazu gehören auch Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Masterarbeiten. Dissertationen werden wegen deren Komplexität und deren Umgang anders gehandhabt, daher werden sie nicht in der Liste aufgezählt.