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Die vorangegangenen Kapitel präsentieren den aktuellen Stand der Forschung und die neusten technischen Entwicklungen aus dem Gebiet Weiterbildung im betrieblichen Kontext. Basiert auf den Erkenntnissen soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit eine Forschungsfrage entwickelt werden und die Methoden ausgewählt werden, mit Hilfe deren die Frage beantwortet werden kann.

Fazit: Im Kapitel 4. wird die Forschungsfrage vorgestellt und die Methoden, mit denen die Antwort auf die Forschungsfrage der Masterarbeit erarbeitet wurde. Im nächsten Kapitel werden die Bestandteile: Literaturrecherche und die Fallstudienrecherche.

Forschungsfrage

Für den Entwurf eines arbeitsintegrierten Weiterbildungskonzepts unter Einsatz von E-Portfolios im unternehmerischen Kontext für Fachkräfte für Arbeitssicherheit ist es notwendig die Anforderungen zu bestimmen, die von der Berufsgruppe der Fachkräfte für Arbeitssicherheit an ein solches Fortbildungsinstrument gestellt werden. Des Weiteren soll dieses Weiterbildungskonzept mit dem omnipräsenten Ansatz des lebenslangen Lernens übereinstimmen, und damit den Anforderungen an die Wissensgesellschaft gerecht werden, die von der Kommission der Europäischen Union gefordert werden (vgl. Kahnwald 2016, S. 344).

Die Europäische Kommission postuliert in der Mitteilung vom 21.11.2001 mit dem Titel „Einen europäischen Raum für lebenslanges Lernen schaffen" eine Strategie, die auf lange Sicht die Beschäftigungsfähigkeit der Fachkräfte sichern soll (vgl. Europäische Kommission 2001, S. 13-14). Die Mitteilung ist eine Fortführung des Memorandums über lebenslanges Lernen aus dem November 2000. Mit dem Aktionsplan zu Qualifikationen und Mobilität und der Initiative eLearning als Teil des Aktionsplans eEurope, soll eine digitale Kultur und eine umfassendere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Bildung und Berufsbildung gefördert werden (vgl. Europäische Kommission 2001, S. 8).

Vor diesem Hintergrund, und in Anknüpfung an das Thema dieser Arbeit wird die folgende Forschungsfrage gestellt:

Welche Anforderungen soll ein nachhaltiges Weiterbildungskonzept für Fachkräfte für Arbeitssicherheit erfüllen, so dass die Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierliche Kompetenzentwicklung der Fachkräfte sichern und mit ihrer beruflichen Tätigkeit verzahnt werden, und wie kann ein plötzlich aufgetretener Bedarf an Weiterbildung erkannt, um zeitnah gedeckt zu werden?

Anhand der Forschungsfrage wird das Sifa-Portfolio - ein Konzept vorgestellt, welches die Fachkräfte für Arbeitssicherheit bei ihrer Weiterbildung unterstützen soll, ergänzt um den Sifa-Trendmonitor.

Methodologie

Um die Forschungsfrage hinreichend zu beantworten, werden im folgenden Verlauf dieser Arbeit unterschiedliche Methoden verwendet. Im nächsten Schritt werden die einzelnen Methoden und das Vorgehen näher vorgestellt, mit Hilfe deren Sifa-Portfolio entwickelt wurde.

Der Methodologie-Rahmen für diese Arbeit besteht aus dem Initialschritt, der Literaturrecherche, gefolgt von der Fallstudienrecherche. Der Entwurf des Sifa-Portfolios entstand im Kontext von Design Thinking, einer iterativen und rekursiven Entwicklungsmethode, die dem Methodenzweig des User Centered Designs (UCD) und somit der nutzerzentrierten Gestaltung zuzuordnen ist.