IT-Kompetenz

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Akku Lebensdauer verlängern, Tipps direkt von Akku Produzenten

Von am 2.03.15 22:19 | 0 Kommentare |

Kann man die Lebensdauer von Akkus in Handys, Fitness Armbändern, Laptops und anderen Alltags-Gadgets verlängern? Die meisten elektronischen Geräte werden nur wenige Jahre verwendet. Nach zwei bis drei Jahren kauft man sich neue Exemplare und die alten werden nicht mehr verwendet.
In meinem weißen MacBook aus dem Jahre 2007 hat sich der Akku komplett verabschiedet. Das Gerät läuft nur noch mir angeschlossenem Netzteil. Mein iPhone 3GS gekauft 2009 - kann kaum noch über den Tag durchhalten. Mich interessiert also wie kann ich die Lebensdauer von Akkus verlängern, damit ich noch länger Freude an den (manchmal alten) Geräten habe.

Fazit: Lebensdauer eines Lithium Ionen Akkus zu verlängern ist nicht möglich. Zu Beginn der Nutzung kann man Schwankungen erreichen, bei denen die Kapazität nach einer Woche oder einem Monat, höher ist als die Kapazität, mit der das Gerät gekauft wurde. Sprich - die Anzahlt der mAh steigt leicht. (Zumindest das wird mit Widgets anderen Tools angezeigt). Mit der Zeit aber wird die Kapazität sinken. Dieser Prozess ist nicht reversibel. Man kann ihn auch nicht aufhalten. Man kann nur dafür sorgen, dass der Akku möglichst lange lebt. Das geht mit folgenden Tipps von Herstellern von Lithium Ionen Akkus.

Dazu gibt es verschiedene Meinungen. Es gibt Menschen die sagen, dass ein Akku in einem Smartphone oder Laptop mit der Zeit nur noch schlechter werden kann. Andere wiederum behaupten, dass man mit Zaubertricks eine Verlängerung der Lebensdauer von Akkus erreichen kann. Die Tipps die von diesen weisen Menschen publiziert werden, sind häufig widersprüchlich. Einer empfiehlt das Handy komplett leer zu fahren bis der Akku selbst ausgeht. Ein anderer wiederum empfehlt das Smartphone permanent an der Steckdose laden zu lassen. Daraus wird man nicht schlau - und die Lebensdauer von Akkus in den Gadgets wird dadurch auch nicht viel besser. Eher im Gegenteil.

Fakt ist, dass in der meisten Alltags-Elektronik Lithium Ionen Akkus verbaut sind. Je mehr Zeit verstreicht und je häufiger die Akkus genutzt werden (also entladen, dann geladen, wieder entladen und wieder geladen usw.) desto kürzer deren Ausdauer. Die Meisten Irrtümer die im Netz kursieren pendeln zwischen zwei Extremen - Akku permanent laden und Akku komplett entladen bevor es wieder aufgeladen wird. Die Hersteller - also die Menschen, die sich mit den Akkus am besten auskennen sagen noch was anderes. Die Recherche bei HP, Apple, Dell und Asus schaltet ein kleines Licht am Ende des Tunnels.

Tipps von Akku Produzenten - was sagen Hersteller? Goldente Regeln konnte ich bei den Produzenten von Akkus aufgreifen:

1. Vollständiges Entladen vermeiden!

Unter vollständigem Entladen verstehe ich einen Zustand, in dem die Akkukapazität bis auf 0% sinkt. Dabei geht das Gerät selbständig aus und lässt sich nicht mehr einschalten. Die Hersteller von Akkus raten die Geräte nicht mehr zu verwenden, falls der Akku weniger als 10% der Ladekapazität aufweist. Im Optimalfall sollte die Kapazität zwischen 40% und 70% liegen. In diesen Fällen soll man das Gerät bis zur vollen Kapazität aufladen. Nach Möglichkeit in kurzen Zeitabschnitten, mehrfach am Tag.

2. Optimale Bedingungen fürs Lagern von Elektronik

Wenn ein Gerät über eine längere Zeit hinweg nicht benutzt werden soll, beispielsweise ein halbes Jahr oder länger, ist die Sache etwas anders. Lade das Gerät bis zu 50% auf und platziere es an einem trockenem Ort, wo die Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius sinkt. Ist ein Laptop oder Tablet vollgeladen, entlade es (durch Benutzung) bis zu 50% und erst dann kannst Du es lagern.

Die Fälle in denen ein Akku vor dem Lagern vollständig geladen oder aber vollständig entladen wird, verkürzen die Lebensdauer Deiner Akkus. Wird ein Gerät gelagert, so verliert es über die Zeit an der Kapazität. In diesem Fall sollte man den Akkustand wieder auf 50% aufladen um es weiter zu lagern. Wenn man ein Laptop, Handy oder Tablet über 6 Monate lagert, wird es in diesem Zeitraum vermutlich die komplette Ladung verlieren. Man soll daher dafür sorgen, dass der Akku immer bis auf 50 % der Kapazität geladen wird. Nur dann bleibt es am längsten erhalten und verliert so wenig wie möglich von der mAh - Kapazität.

3. Temperaturextremen vermeiden

Lasse keine Geräte unter der Windschutzscheibe im Auto liegen. Vermeide direkte Sonnenbestrahlung (zum Beispiel an der Fensterbank). Wenn ein Akku bis über 35 Gran erhitzt wird, und mehrere Stunden bei dieser Temperatur verweilt, wird die Kapazität sinken. Das Selbe betrifft Temperaturen unter 10 Gran oder noch schlimmer - unter dem Gefrierpunkt.

4. Laden über Nacht

Man kann Geräte ohne Probleme über die ganze Nach an der Steckdose hängen lassen (ich meine aufladen). Dabei sollte aber geachtet werden, dass das Gehäuse nicht verpackt, umhüllt oder in anderer Weise bedeckt ist. Wenn ich ein Smartphone in einer Handy-Socke auflade, verursacht das nur einen unnötigen Wärmestau. Der Akku wird dabei heiß. Da wären wir beim Punkt 3 - Temperaturextremen vermeiden. Es ist also besser das Smartphone aus der Case oder Socke, oder was immer man dem Gerät aufgezogen hat, herauszunehmen. Aufzuladen, und dann wieder Case daran machen.

Diese Tipps sollen allen helfen, die ihre elektronischen Geräte nicht jedes Jahr austauschen. Es ist am sinnvollsten die Elektronik so lange zu nutzen, bis sie nicht mehr geht. Das man drauf nicht mehr die aktuellste Software oder Betriebssystem laden kann ist zweitrangig. Die Geräte werden nicht gerade Ressourcen-schonend hergestellt. Ganz im Gegenteil. Die Erde wird ausgebeutet, die Menschen werden ausgebeutet und das alles nur damit wir jedes Jahr ein neues Smartphone, Laptop oder Tablet samt Akku nutzen. Da lohnt es sich zwei mal nachzudenken, bevor man eine neue Anschaffung tätigt.

Ich Hoffe Eure Geräte werden mit deren Akkus noch lange funktionieren. Mein iPhone 3GS geht auch immer noch. Vielleicht schaffe ich es 10 Jahre zu benutzen. Mal sehen wie ist dann die Kapazität des Akkus.

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