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Definition von Bildung nach Hermann Hesse

25.08.10 8:35 | 0 Kommentare |

Die Definition von Bildung nach Hermann Hesse Lautet wie folgt: "ECHTE BILDUNG ist nicht Bildung zu irgendeinem Zwecke, sondern sie hat, wie jedes Streben nach dem Vollkommenen, ihren Sinn in sich selbst. Von den Wegen, die zu solcher Bildung führen, ist einer der wichtigsten das Studium der Weltliteratur, das allmähliche Sichvertrautmachen mit dem ungeheuren Schatz von Gedanken, Erfahrungen, Symbolen, Phantasien und Wunschbildern, den die Vergangenheit uns in den Werken der Dichter und Denker vieler Völker hinterlassen hat."
(Hermann Hesse)

Fazit: Es gibt eine spezielle Definition von Bildung von Hermann Hesse die sehr interessant und bereichernd ist.

"You can know the name of a bird in all the languages of the world, but when you're finished, you'll know absolutely nothing whatever about the bird... So let's look at the bird and see what it's doing -- that's what counts. I learned very early the difference between knowing the name of something and knowing something."
(Richard Feynman (Physik-Nobelpreisträger 1965))


Ja.
Was hat Bildung mit Streben nach den Vollkommenen zu tun? Und wenn ich mich bilde um den Vollkommenden, was das auch immer sein mag, näher zu kommen, dann ist doch Bildung nur ein Mittel zum Zweck, oder?


Bildung hat natürlich einen Zweck. Dieser hat aber nichts mit Faktenwissen zu tun. (Und auch nicht damit einen Job zu finden, der es einem Ermöglicht so viel Geld zu verschleudern, wie es nur eben geht.)

Bildung, und damit direkt verkoppelt auch der Auftrag der Schulen, ist es mündige Bürger zu erzeugen, die sich und ihre Interessen im gesellschaftlichen Diskurs vertreten können. Wenn die Leute eine schweigende Minderheit sind ist es auch kein Wunder, das über ihren Köpfen hinüber Politik gemacht wird, die sie völlig überrollt.


du wirst es nur aus eigener Erfahrung verstehen lernen...genauso wie Meditation zweckfrei möglich ist, so ist auch echte Bildung zweckfrei möglich, doch die Einsicht kommt nur aus eigener Erfahrung, alles andere bleibt unbefriedigend und theoretisch.
Die Praxis ist wesentlich.
Echte Bildung zielt auf nichts ab. Echte Bildung erfolgt ohne Motivation etwas erreichen zu wollen, es ist ein geistiger Weg, der unbewußt verläuft.
Wo es kein Bewußtsein gibt, gibt es auch keinen Zweck. Der Sinn der Bildung ist die Bildung in sich.
Die echte Bildung kennt kein Ziel, denn alle Ziele liegen in der Zukunft, die illusionär ist, nur in der absoluten Unmittelbarkeit des JETZT ist die Realität
der echten Bildung, die sich auf sich selbst abbildet, ihr eigener Lichtschein ist. Es gibt nichts zu erreichen,
es geht nur darum Einsicht zu gewinnen, unbewußt!
Aus diesen Grund ist auch die Einsicht kein Ziel, denn Ziele setzt das Bewußtsein. Handlungen ohne Motive sind etwas anderes. Ebenso das Streben nach echter Bildung ohne Ziel. Mit der Absichtslosigkeit als innerer Einstellung lernt man im Zen auch das Bogenschießen,
es kommt beim bogenschießen nicht darauf an, das Ziel zu treffen, das geschieht später ganz von alleine.
Es geht darum, mit dem Bogen und Pfeil zu verschmelzen, EINS zu werden...in vollkommener Absichtslosigkeit spannst du den Bogen und läßt den Pfeil los...nur das ist entscheidend. Keine Ziele!
Absichtslosigkeit und Gedankenruhe ist wichtig.
Alles andere kommt VON ALLEINE. So gesehen erreichst du natürlich etwas, aber nicht DU bist es, der etwas erreicht, sondern die Kraft in dir, die nicht dein "Ich" ist.

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