Allesgelingt Live Community

Fragen und Antworten aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Weiterbildung und Lernen. AllesGelingt Live Community.

Wie kann ich mich zum Lesen fürs Studium motivieren?

26.07.10 11:32 | 9 Kommentare |

Ich hasse zu lesen und kann mich dafür überhaupt nicht motivieren. Vor allem lesen fürs Studium fällt mir extrem schwer.
Nun steh ich vermutlich ganz alleine da, mitten unter eifrigen studenten, die genau dasjenige lieben, was ich abgrundtief verabscheue - lesen. Mein bisher einziges ganz (bis zur letzten seite) "gelesenes" buch heißt "mein freund der löwe" und ist ein kinderbuch.

Fazit: Hilfe, wer kann mir helfen die Motivation zum Lesen zu finden? Bit total Lese-faul.

Oder gibt es vielleicht doch irgendjemanden, dem dasselbe Misverständnis wiederfahren ist? Ein bisschen unterstützung für einen einsamen studenten, der seine zeit völlig entgegen jeder intelligenz-erzeugenden tätigkeit mit dingen wie playstation, super nintendo, online-poker o.ä. totschlägt?

Kategorien:

9 Kommentare

Ich bin der festen Überzeugung, dass es niemanden gibt der nicht gerne liest, sondern nur Menschen, die noch nicht die richtige literarische Richtung gefunden haben.
Mein Freund war auch ein überzeugter Nicht-Leser, bis er mit mir zusammen kam ;) Ich habe nicht aufgegeben und habe letztendlich die richtigen Bücher für ihn gefunden. Mittlerweile hat er sogar selbst eine kleine Sammlung, für die ich ein paar Regalreihen in einem meiner Regale frei gemacht habe :)

Ich habe die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben, ähnlich wie Ana.
Bestes Beispiel: Mein Vater. Solange ich mich erinnern kann, hat er maximal ein Buch pro Jahr gelesen. Jetzt fährt er mit dem Zug zur Arbeit und plötzlich hat er auch das Lesen während der Fahrtzeit für sich entdeckt. Ich finde, wenn man sich mit 50+ so ändern kann, können auch Leute wie Markus das Lesen für sich entdecken.
Es fehlt einfach das richtige Buch oder die richtige Gelegenheit!

Ich kann es auch nicht verstehen, wenn jemand sagt, dass er lesen langweilig findet. Man kann da doch so viel erleben. Ich find lesen einfach toll und ich weiß nicht wie man ohne Bücher leben kann ;)
Ich finde es immer toll, wenn ich jemanden gefunden habe, mit dem ich mich über Bücher unterhalten kann, diskutieren kann, Meinungen austauschen kann. Aber solche Leute gibt´s leider selten. Ein Grund mehr das Harry Potter Phänomen wertzuschätzen, da werden sogar Nicht-Leser zu Lesern und man kann sich doch tatsächlich mal mit recht vielen Menschen über Bücher unterhalten ;)

Dass man überhaupt Lesen langweilig finden kann, ist doch ein relativ modernes Phänomen, woran beinahe ausschließlich der Fernseher schuld ist. Man kann Psychologen und Neurologen fragen - Fernsehen stimuliert das Gehirn, gibt ihm unentwegt einen Input, der häppchenweise und das ist das Entscheidende emotionsbesetzt präsentiert wird. Der Fernseher schenkt einem pausenlos Emotionen - gerade etwas zum Schreien Lustiges, dann Spannung, Spannung, Ekel, Furcht, Abneigung, dann was Erotisches, wieder Spannendes, Aktion, Krach, Peng, Musik, ohne Pause, man vergisst sich selbst, ist vollkommen weg und das über Stunden. Ich frage mal naiv; kann da ein Buch mithalten? Ja, aber nur, wenn man all dies, wie oben beschrieben mit einem Buch selbst erfahren kann, doch wenn man all dies schon immer durch TV bekommen hat, gerade in der Entwicklungsphase als Kind, hat man es mit einem Buch ganz ganz schwer.

Ob ein Kind gerne liest oder nicht hängt letztlich ja auch zum Großteil davon ab, was die Eltern dem Kind vorleben. Wenn die Eltern nicht lesen oder wenigstens mal vorlesen, wird das Kind auch eher selten/ungern zu einem Buch greifen und andersherum. Das alles hängt nicht allein vom Fernsehkonsum ab, auch wenn das Fernsehen natürlich eine große Rolle spielt: Reizüberflutung, schnelle Bild und Szenenwechsel, immer Aktion, Ton und Hintergrundmusik - im Vergleich dazu sind Bücher langweilig und deswegen können sich viele Kinder nicht mehr gut auf Bücher konzentrieren (und auch in der Schule nicht mehr gut aufpassen!) Dazu kommt dann noch, dass viele Kinder, wenn sie gerade nicht fernsehen, nicht draußen spielen und sich ein bisschen abreagieren, sondern wieder vorm Monitor sitzen uns am PC spielen, im Internet unterwegs sind usw. Das es da einen Zusammenhang gibt kann man nicht leugnen.

Also ich denke nicht, dass man pauschal sagen kann, dass Leute, die viel Fernseh
schauen generell Nicht-Leser sind. Ich für meinen Teil bin bekennender Fernseh
Junkie, und trotzdem lese ich unheimlich gerne. Es gibt manchmal Zeiten, in denen
muss ich Fernseh schauen und in anderen muss ich zu einem Buch greifen. Ich hab zum
Beispiel immer ein Buch in der Tasche, dass ich lese, wenn ich z.Bsp auf etwas warte
und glaubt mir ic hwarte ständig auf etwas:-) Den Bus, den Zug. Freunde die zu spät
zu einer Verabredung kommen, auf den Smeinarbeginn, u.v.m

Ich finds schade, wenn Leute das so trennen, wieso nicht beides haben, wenn es einen
glücklich macht??

Trotzdem muss ich euch zustimmen, dass ich es schrecklich finde, wenn ein Mensch
noch nicht ein Buch zu Ende gelsen hat, und glaubt mir, ich kenne solche Leute!
Viell. bin ich das absolute GEgenbesipiel zu den ganzen Stereotypen da draußen:
Meine Eltern haben zum Beispiel kaum gelesen, ich kann mich nicht daran erinnern, dass beide früher je ein Buch in der Hand gehabt haben, und ich durfte auch ziemlich viel Fernseh gucken und trotzdem habe ich Bücher für mich entdecken können!

Habe mittlerweile meine Eltern dazu gebracht, dass sie jetz mehr lesen, außer die Tageszeitung. Bis jetzt schaffen sie nur Konsalik, DER Schundautor überhaupt, aber hey, immerhin etwas. Und das, meine Lieben, ist erst der Anfang!

Ich finde auch, dass jeder seine Leserichtung erst finden muss. Such dir ein Gebiet aus, das dir gefällt. Das muss nicht heissen, dass es anspruchsvoll sein muss. Beginne mit Büchern, zu dem du auch ein Hobby hast. Das funktioniert in der Regel ganz gut. Und der Lesestoff für das Studium?-> Naja, an dem wirst du wahrscheinlich nicht vorbeikommen....hast aber mein Verständnis dafür!

Also ich kann alle Kritiker und Zweifler beruhigen, ich bin absoluter Nichtleser, zumindest was die fiktive Literatur angeht. Ich lese nicht ein Buch im Jahr, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht mal ein Buch gelesen, selbst früher für die Schule nicht, denn man kann es langweilig und es bringt mir persönlich eben keinen Mehrwert, da habe ich genug andere Sachen mit denen ich meine Zeit verbringen kann und will, wovon ich auch etwas habe. Und meiner Kreativität oder Fantasie hat das keinen Abbruch getan, ich denke, ich habe im Gegenteil eine blühende Fantasie.

Anders sieht es da eben bei Sachbüchern aus, wozu ich jetzt auch mal Uniskripte zähle, denn solche Sachen lese ich gern. Ich informiere mich täglich, ja fast stündlich über das Weltgeschehen, bin immer auf dem Laufenden und lese eben Sachen die Informationen, also einen Mehrwert für mich enthalten.

Deswegen wer Sachen wie Harry Potter oder sowas lesen will, der kann und soll es ja tun, aber es ist was komplett anderes als Sachtexte mit wirklich relevanter Informationen für einen selber. Romane oder sonstiges finde ich wirklich einfach nur langweilig, da bekomme ich selbst wenn ich will keine 100 Seiten gelesen, weil mir nach 10 Seiten 10 Sachen einfallen, die ich stattdessen lieber machen würde oder müsste und da zählt dann auch lernen für die Uni zu.

Hallo, das ist aber schade.
1 Buch ganz in seinem Leben gelsen zu haben ist wirklich sehr wenig. Vielleicht macht es dir ja mehr Spaß das ganze digital zu lesen? Über das Ipad zum Beispiel? Bei mir ist das Problem nämlich auch, dass ich berufsbedingt viel Zeit am PC verbringe und somit meistens nur online lesen kann. Abends bin ich viel zu müde. Außerdem lese ich tatsächlich nur "sinnvolle, produktive" Aritkel. Viele Buchleser hier werden sich jetzt wohl an den Kopf greifen - aber wenn ich mir eine Story von einem Liebespärchen oder einen Krimi anschauen möchte, dann schaue ich hierzu einen Film - das zu lesen ist für mich reine Zeitverschwendung. Ich lese Bücher von Wirtschaftnobelpreosträger, Zeitungsartikel oder etwas in Englisch - um meine Sprachkenntnissse zu optimieren. Das wäre für dich vllt auch eine Herausforderung? In der Uni werdet ihr sicherlich auch viele Texte auf Englisch bearbeiten und Hausarbeiten schreiben. So war das zumindest bei mir! Aber kleiner Tipp: wem das so gar nicht liegt dem würde ich raten die Hausarbeit auf Deutsch zu schreiben und sich das ganze professionell übersetzen zu lassen :D
Probier das mit dem online lesen echt mal aus. Digitalisiserung ist die Gegenwart und Zukunft. Klar gibt es hier viel Diskussionsstoff...
Liebe Grüße

Jetzt kommentieren: "Wie kann ich mich zum Lesen fürs Studium motivieren?"