Was werde ich in: Mobiles Lernen Medienkompetenzförderung im Sprachunterricht lernen ?

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Mobiles Lernen - Medienkompetenzförderung im Sprachunterricht durch, über und mit Medien Wir leben in einer medialisierten Welt. Nicht nur für Jugendliche sind das Internet, das Nutzen von Handys oder Smartphones, Soziale Netzwerke oder Spieleanwendungen, Recherchesysteme im Internet oder Film und Fernsehen ein wesentliche Bestandteile der Lebensgestaltung bzw. auch beruflicher Tätigkeitsfelder. Laut JIM-Studie 2013 haben 100 % der befragten SchülerInnen zwischen 12 und 19 Jahren einen Computer zu Hause, 99 % nutzen ein Handy, bei 57% der 12-13-jährigen und sogar bei 80 % der 18-19-jährigen ist dies ein Smartphone. Tablets werden auch für Jugendliche immer interessanter und der Vorteil des ""Mobilseins"" passt gut in die Interessen junger Menschen.

Eltern und manche Pädagogen schlagen mitunter die Hände über den Kopf zusammen, wenn sie sehen, welche Inhalte Jugendliche miteinander teilen und ins Netz stellen. Doch aufgepasst: Mit Freunden treffen gehört bei Mädchen sowie bei Jungen jedoch immer noch zur meist gewählten und beliebtesten Freizeitgestaltung! Na, gut. Doch, schauen Sie genau hin: Bei diesen Aktivitäten spielen Medien wiederum sekundär eine Rolle! ""Also doch!"" Wir alle haben sofort das Bild im Kopf: Eine Gruppe Jugendlicher auf einer Parkbank, vor einem Supermarkt, in der Innenstadt. Jeder den Kopf gesenkt. Den Blick auf das Smartphone. Manchmal schaut einer hoch und sagt etwas... Das Klischee könnte hier noch weiter gesponnen werden.

Auf eines sollten wir als angehende Lehrerinnen und Lehrer und Pädagogen jedoch aufmerksam werden: Medien können nicht einfach ignoriert werden, weil sie in der Lebenswelt der Jugendlichen eine zentrale Rolle einnehmen und damit auch Kommunikationswege eröffnen, die gerade im schulischen Kontext Chancen eröfnnen, Jugendliche peergruppengerecht zu erreichen, für Inhalte zu interessieren. Bisher werden Medien im Unterricht wenig bzw. didaktisch einseitig (Beamer, Laptop, Lehrperson vorn an der Tafel) genutzt. Dabei geht es natürlich nicht um einfaches ""Herumdaddeln"", sondern um die Frage, wie Medien im Unterricht so eingesetzt werden können, dass ein bewusster, zielgerichteter, ""sicherer"" und inhaltsbezogener, d.h. auch kompetenzorientierter Umgang mit diesen angeregt und gefördert wird.

Dann sprechen wir von Medienkompetenzförderung. Auch Schule hat diese Aufgabe. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Medien eine wesentliche Dimension gegenwärtiger Kulturtechnik darstellen. So ist Medienkompetenzförderung ist ein wesentlicher Bereich des kompetenzorientierten (Deutsch-)Unterrichts in der Sek I und Sek II. Gerade der Sprachunterricht bietet zahlreiche Aktionsfelder, innerhalb derer Medien eingesetzt werden können. Das dabei auch ein Unterrichtsformat entstehen kann, welches Selbststeuerungsprozesse, d.h. selbstgesteuertes Lernen fördert, ist ein weiterer Effekt. Das Seminar möchte Anregungen bieten, Medien im Deutsch-Unterricht einzusetzen, um mit durch und über Medien Medienkompetenz zu fördern, neue Sichtweisen eröffnen und unterschiedliche Facetten medienpädagogischer Unterrichtsgestaltung aufzeigen sowie Impulse geben, die eigene pädagogische Position zu reflektieren.

Dabei soll der Fokus vor allem auf die Chancen und Möglichkeiten ""Mobilen Lernens"" (mit Hilfe von Tablets) gelegt werden. Eigene Medienpraxis stellt einen wesentlichen Teil des Seminars dar. Wie können Jugendliche, Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, den eigenen Medienkonsum bewusst zu erleben, Medien in ihre Lebenswelt sinnvoll und kompetent zu integrieren? Wie können Fachinhalte mit Medienkompetenzförderung verbunden werden? Wie lässt sich ""Mobiles Lernen"" im Schulalltag realisieren? Welchen Vorteil bietet es für die medienpraktische Arbeit sowie die Medienkompetenzförderung? Weitere Fragestellungen: Meinungsbildung und Medien Cybermobbing und Sprache Partizipation und Demokratie - Kommunikationswege über Facebook, Twitter, Blogs Jugend - Medien - Identität: Mediale Lebenswelten und Identitätsbildung Facebook, Twitter und Blogs im Unterricht? - Sprachunterricht, Medienkompetenzförderung und Partizipation mit durch und über Medien Vorgehensweise: Neben mediendidaktischen Impulsen und dem Aufzeigen von medienpraktischen Wegen werden verschiedene Medien und Themenfelder vorgestellt, jedoch auch selbst angewendet und erprobt.

Bilder, Clips, Studien und das eigene Erproben sowie der Übertrag auf Unterrichtsmodelle, stehen im Mittelpunkt der Seminararbeit. In Teams/Kleingruppen recherchieren Sie Fragestellungen und dokumentieren diese medial. Erwartet wird die regelmäßige und aktive Teilnahme sowie die Bereitschaft zur eigenständigen Arbeit (auch in Teams). Prüfungsleistung: Präsentation (medienpraktische Arbeit) und Portfolio Das Seminar ist Teil des Projektes ""Mobiles Lernen"" (SCL der Uni Kassel). Allen Teilnehmern steht ein Tablet-Computer zur Verfügung, der für die Seminargestaltung und die Projektarbeiten benötigt wird.

FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel SoSe 2014 Germanistik/Deutsch Rieß Daniela

Quelle: Daniela Rieß, Uni-Kassel

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