Was werde ich in: Qualitatives Forschungspraktikum Übersetzungskonflikte: Perspektivendifferenzen der modernen Gesellschaft erforschen lernen ?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Multiperspektivität eine basale Erfahrung ist (Nassehi 2015). Diese Komplexität von Lebensumständen und Strukturen begleitet uns in unserem tagtäglichen Leben. Je nach Kontext sind wir daran gewöhnt, dass jeweils andere Funktionsweisen, andere Plausibilitäten und andere Logiken am Werk sind. Die Funktionssysteme Politik, Wissenschaft, Wirtschaft oder Religion gehorchen beispielsweise unterschiedlichen Logiken, die zwar aufeinander Bezug nehmen müssen, ohne jedoch miteinander versöhnt werden zu können. Unsere Welt ist nicht mehr im Singular, sondern nur im Plural denkbar. Diese Komplexität wird dabei oft als Unübersichtlichkeit und Widersprüchlichkeit erfahren.

Es ist schwer nachzuvollziehen, warum Politik nicht auf den guten Rat wissenschaftlicher Experten hört oder warum sich keine ökologisch und sozial vertretbare Weltwirtschaft einrichten lässt. Dabei ist es vor allem in institutionellen Settings wie Organisationen unvermeidbar, dass diese Perspektiven in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit aufeinanderprallen. Das Forschungspraktikum wird diese Übersetzungskonflikte anhand von 2 Fallstudien zu gesellschaftspolitisch brisanten Themen untersuchen: Der Problematik der Integration von Flüchtlingen, sowie der organisatorischen Allokation von Spenderorganen. An beiden Themen lässt sich studieren, wie um praktische Lösungen gerungen wird, ohne allen Problemgesichtspunkten gleichermaßen gerecht werden zu können. Ziel des Forschungspraktikums ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, gesellschaftstheoretische Fragestellungen selbst in empirische Forschung zu übersetzen. Dazu sollen grundlegende sozialwissenschaftliche Verfahren zur Datenerhebung und deren Analyse mithilfe einer systemtheoretisch informierten Hermeneutik im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts des Lehrstuhls Nassehi eingeübt werden (Interviewführung, Dokumentenanalyse, teilnehmende Beobachtung). Weitere Informationen zur DFG-Forschungsprojekt -Übersetzungskonflikte- finden Sie unter: http://www.uebersetzungskonflikte.soziologie.uni-muenchen.de/index.html

• Nassehi, Armin: Übersetzungskonflikte. Die Geburt der Differenz aus dem Geist der Perspektivendifferenz?, in: ders.: Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss. Hamburg: Murmann 2015, S. 256-295. Bemerkung Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes. Voraussetzungen • regelmäßige und aktive Teilnahme • kontinuierliche Lektüre der Literatur Leistungsnachweis • Referat • Hausarbeit • 9 ECTS Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung ist für alle Studierenden vom 12. bis 19. September 2016. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium-und-lehre/lehre/kursanmeldungen/index.html Demszky, Alma , Dr. • regelmäßige und aktive Teilnahme • kontinuierliche Lektüre der Literatur Leistungsnachweis • Referat • Hausarbeit • 9 ECTS Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung ist für alle Studierenden vom 12. bis 19. September 2016. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium-und-lehre/lehre/kursanmeldungen/index.html • Referat • Hausarbeit • 9 ECTS Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung ist für alle Studierenden vom 12. bis 19. September 2016. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium-und-lehre/lehre/kursanmeldungen/index.html LMU München WiSe 1617 Barth Niklas Johannes

Quelle: Barth Niklas Johannes , Uni-München