Lernen und Gehirn

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Das Fassungsvermögen und Arbeitsgedächtnis im Gehirn: ist jeder gleich Aufmerksam?

Von am 15.09.12 22:54, Aktualisiert am 5.11.12 3:52 | 0 Kommentare |

Das Fassungsvermögen hängt unmittelbar mit dem Arbeitsgedächtnis des menschlichen Gehirns zusammen. Auf Grund der verschiedenen Kontexte in denen unterschiedliche Menschen aufwachsen, bilden sich die synoptischen (Neuronalen) Verknüpfungen unterschiedlich. Aus diesem Grund ist jeder Mensch ein Individuum. Kontext-Abhängigkeit spielt dabei eine immense Rolle. Menschen wachsen also individuell auf und entwickeln sich auch individuell. Das Fassungsvermögen, das die Kapazität des Arbeitsgedächtnis ausmacht variiert daher von Person zu Person.

Fazit: Aufmerksamkeit hängt unmittelbar mit dem Fassungsvermögen eines jedem Menschen. Das Fassungsvermögen ist wiederum mit dem Arbeitsgedächtnis eng verknüpft.

https://www.allesgelingt.de/blog/Aufmerksamkeit-Gehirn-Fassungsvermoegen.jpg

Die Unterschiede im Fassungsvermögen, oder Auffassungsgabe, können sehr groß sein. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand der über eine kleinere Auffassungsgabe verfügt, automatisch schlechter ist als jemand dessen Fassungsvermögen größer ist. Jeder mensch kompensiert seine Inkompetenz in einem Bereich mit der Kompetenz aus einem anderen Bereich. Das Fassungsvermögen ermöglicht uns eine bestimmte Anzahl von Aufgaben im Gehirn zu erledigen. Dabei kann es sich um das Merken und Behalten einzelner Informationen, bis hin zu komplizierten mathematischen Berechnungen handeln.

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Fassungsgabe an einem einfachen Beispiel

Junge Menschen, die die Schule Besuchen können (müssen nicht zwingend aber können) sich eine Längere Liste von Informationen merken als Senioren. Allerdings verfügen die Schüler nicht über die Erfahrung der Senioren. Sie können schneller zwischen Aufgaben hin und her schalten und behalten dabei immer noch den nötigen Überblick. Die Senioren arbeiten überwiegend an einer Aufgabe gleichzeitig. Sie bevorzugen eins nach dem anderen abzuarbeiten. Dabei gehen sie konsequent und geduldig vor. Den jüngeren Menschen allerdings fährt sowohl an Konsequenz als auch an Geduld. Diese Fähigkeiten müssen im Laufe der Jahren erstmal mühsam erarbeitet werden.

Wie man an diesem Beispiel sieht, alles hat seine Vorteile eben wie Nachteile. Es handelt sich dabei um eine Art Gleichgewicht, die man in der gesamten Lebensspanne eines Menschen beobachten kann.

Mit dem Arbeitsgedächtnis hängt auch die Selbstbeherrschung und Willenskraft zusammen. Laut Studien korrelieren Willenskraft, Selbstbeherrschung und Arbeitsgedächtnis positiv miteinander. Je größer die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses, also je größer das Fassungsvermögen, desto beherrschter und disziplinierter gehr ein Mensch vor. Die drei Faktoren können auch mit der Erfahrung zusammen hängen, die man während der gesamten Lebensspanne sammelt.
Bei Personen deren Arbeitsgedächtnis ausgelastet oder überfüllt ist, scheint die Willenskraft und Selbstbeherrschung verringert zu sein.

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