Wie kann ich einen vernünftigen Lernplan erstellen?
Veröffentlicht am: in der Kategorie: Studium
Im dritten Teil geht es um das Erstellen eines Lernplans. Ein Lernplan fürs effektive Studieren wird in zwei Hauptphasen aufgeteilt: semesterbegleitendes Lernen und intensive Prüfungsvorbereitung. Allerdings geht diesen Phasen noch ein schritt voraus: man muss seinen eigen Körper, Biorhythmus und Gewohnheiten kennenlernen. Diese werden beim Planen berücksichtigt.
Um einen vernünftigen und sinnvollen Lernplan zu erstellen muss man drei wichtige Sachen beachten:
1. Sich selbst kennenlernen und eigenen Arbeitsstil festlegen.
2. Lernplan für begleitendes Lernen während des Semesters erstellen
3. Separaten Lernplan für Prüfungsvorbereitung und Klausurphase
Den ersten Punkt: sich selbst kennenlernen haben wir schon abgearbeitet. Dieser Aspekt ist wichtig für das erstellen von individuellen Lernplänen und Studienplänen, weil (wie schon beschrieben) jeder anders ist und jeder einen individuellen Lern und Zeitrhythmus hat. Für manche ist es optimal am späten Nachmittag mit dem Lernen zu beginnen, für einen anderen eignet sich nur die Nacht zum Einstudieren. Ein weiterer Student mag vielleicht am frühen morgen direkt nach dem Frühstück ein paar hundert Vokabel einer Fremdsprache zu memorieren bevor er richtig in den Uni-Tag startet.
Lernplan für begleitendes Lernen während des Semesters erstellen
Semesterbegleitendes Lernen
Kluge Studenten lernen Semesterbegleitend. Um eine Lernplan für begleitendes Lernen während des Semester aufzustellen ist es ratsam im Vorfeld die eigenen Interessen im Bezug auf das Studium zu präzisieren. Wer von seinem Studiengang überhaupt nicht überzeugt ist, sollte vielleicht lieber früh wechseln. Das ist für ihn selbst von Vorteil und ebenso für die Korrektoren seiner Klausuren. Eine Begeisterung und Leidenschaft für ein Studienfach zu entwickeln, das man nicht wirklich mag, wird es extrem schwer sein. Daher sollte man sich frühzeitig entscheiden: welchen weg, und welchen Studiengang möchte ich einschlagen.
Hat man dies getan und hat sich die Entscheidung als eine zutreffende erwiesen, kann man einen soliden Lernplan für begleitendes Lernen im Semester erstellen. Erst dann macht das Studium richtig Spaß.
Fächer Aufteilen auf: Hochinteressant und den Rest.
Hat man schon den gewünschten Studiengang gefunden, kann es trotzdem vorkommen, dass nicht jedes Fach extrem hochinteressant ist. Schließlich lernt man beim Studium die Materie, mit der man sich im Beruf beschäftigen wird, erstmal kennen. Man hat keine vollständige Kenntnis und kein gesamtes Wissen schon während des Studiums im Kopf. Sonst müsste man um ehrlich zu sein nicht studieren.
Jeder Student in jedem Studiengang bekommt ein Studienplan. In diesem Plan sind Vorlesungen, Übungen, Tutorien und Seminare aufgelistet, die man während des Semesters absolvieren soll. In den meisten Fächern wird am Ende des Semesters eine Abschlussklausur geschrieben. Mit Hilfe dieses Studienplans kann man einen persönlichen Lernplan erstellen.
Die Idee, die Fächer auf die hochinteressanten und die weniger hochinteressanten aufzuteilen hat einen Hintergrund. Wenn man nämlich etwas weniger toll findet, neigt man dazu, es ein wenig zu vernachlässigen oder zu verschieben. Diese Aufteilung sollte die genau solche Studienfächer identifizieren. Bzw. dabei ein wenig Unterstützung leisten.
Wenn Du schon Deine Studienfächer aufgeteilt hast, solltest du darauf Achten, dass beim Lernen immer die weniger hochinteressanten Studienfächer zu Beginn einer Lerneinheit einstudiert werden sollen. Schafft man diese Tugend zur Gewohnheit zu machen, so wird man im Studium nur noch Spaß haben. Denn die weniger interessanten Themen werden direkt zu Beginn durcharbeitet und dann bleibt nur noch das was man wirklich gerne mag. Was kann es besseres geben?
Jede Vorlesung und Übung Vor- und Nacharbeiten
Beim erstellen des individuellen Lernplans achte darauf, dass eine Vorlesung oder eine Übung unbedingt Vorbereitet und Nachbereitet werden muss. Beim Vorbereiten geht es darum einen Einblick und Überblick über die Materie zu gewinnen. Es geht darum, dass man nicht vollkommen unvorbereitet und ahnungslos in den Seminarraum oder Vorlesungsraum geht. Hast Du Dir ein bisschen Grundwissen angeeignet, so kannst du die neuen Informationen sofort, schon während der Vorlesung, an das Gelernte anknüpfen. Dadurch wird das neue Wissen für einen weitaus längeren Zeitraum im Gehirn verankert, als wenn man ahnungslos in die Vorlesung geht und den Vortrag des Professors auf sich wirken lässt.
Das Nacharbeiten einer Vorlesung oder einer Übung hat zum Ziel die Verfestigung des Wissens sowie die Vertiefung und Erweiterung des Verständnisses.
Wenn Du beispielsweise 3 Vorlesungen am Tag hast, und alle unmittelbar hintereinander folgen, wäre es sinnvoll eine halbe bis eine Stunde für die Vorbereitung der Vorlesung einzuplanen. Nach der Vorlesung sollte der Stoff noch mal nachbearbeitet werden. Den Zeitraum, den man dafür benötigt würde ich auf eine volle Zeitstunde bis maximal zwei Stunden beziffern. Meiner Meinung nach sollte das Nacharbeiten nicht länger als der Vortrag oder die Übung sein.
Falls möglich würde ich Dir empfehlen jeden Tag feste Lern-Stunden einzulegen. Beispielsweise immer von 13-15 und von 16-18 Uhr. Die festgeplanten Lernzeiten dienen als ein Ritual. Sie geben dem Studientag eine gewisse Struktur und helfen durchzuhalten wenn man mal einen schlechteren oder depressiven Tag hat.
Wenn Du auf diese Weise diszipliniert und konsequent das Semester schaffst, wirst Du Dir keine Sorgen um gute Noten und Spaß am Studieren machen müssen.
Allerdings ist das semesterbegleitendes Lernen nicht das A und O des Studierens. Vor den Prüfungen gibt es einige Wochen Zeit zur Vorbereitung. Da es in diesem Zeitraum keine Vorlesungen stattfinden, heißt es nicht, dass man mit dem Erlernen des Lernstoffs aufhören soll. Für die intensive Lernphase in der Klausurvorbereitung statt findet, erstellt man einen anderen Lernplan. Dieser ist nur auf die einzelnen Prüfungsfächer zugeschnitten. Unterrichtsstoff und Fächer, die mit keiner Klausur enden, werden in dieser Periode nicht gelernt. Zumindest nicht so gezielt.
Separaten Lernplan für Prüfungsvorbereitung und Klausurphase erstellen
In der Vorbereitungsphase auf Klausuren und Prüfungen ist ein strukturiertes und systematisches Arbeiten enorm wichtig. Wer bis zu diesem Zeitpunkt während des Semesters nicht parallel gelernt hat, der kann sich zwar für die Prüfungen vorbereiten und diese auch bestehen. Aber auf Gute Noten kann man da leider nicht spekulieren. Denn für herausragende Bewertung muss man Wissen parat haben, dieses sehr schnell und mühelos abrufen können und in der Klausur anwenden können. Dafür muss man leider intensiv arbeiten, bzw lernen.
Im Lernplan für die Prüfungsvorbereitung kann ich empfehlen 4 verschiedene Phasen anzulegen. Bei wichtigen Terminen, und Klausuren plant man überwiegend rückwärts. Also von dem Klausurtag angefangen, rückwärts bis zu einem Monat vor der Klausur, erstellt man einen Lernplan. Die 4 Phasen in die ich meine Lernzeit vor den Klausuren eingeteilt habe kann ich wie folgt beschreiben:
Aufbereitung des Grundwissens - Überblick verschaffen,
Aufbereitung des Hauptwissens - Den Lernstoff durcharbeiten - intensives Erlernen.
Pauken
Wiederholen, Repetieren .