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Lernen & Gedächtnis
2. Mai 2012 Aktualisiert am 25. Juni 2026

Wie kann man so glücklich leben wie es nur möglich ist? Auf der Suche nach dem Glück

Die Erwartungen bestimmen die Zufriedenheit - lautet das Motto von glücklichen Menschen. Auf der Suche nach Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude laufen wir unterschiedliche Lernstufen durch. De Einsichten und Wünsche ändern sich im Laufe der Jahre. Manchmal sogar zum Gegenteil.

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Die Erwartungen bestimmen die Zufriedenheit - lautet das Motto von glücklichen Menschen. Auf der Suche nach Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude laufen wir unterschiedliche Lernstufen durch. De Einsichten und Wünsche ändern sich im Laufe der Jahre. Manchmal sogar zum Gegenteil.

Haaa das ist ja die Frage: wie kann ich mein Leben lang so glücklich sein, wie das nur möglich ist? Auf der Suche nach Glück, ist wohl fast jeder Mensch. Woher soll man aber wissen, ob gerade jetzt der glücklichste und beste Abschnitt des Lebens gelebt wird? Das kann man zwar nicht wissen, aber man kann über das eigene Leben bisschen reflektieren und versuchen zu überlegen was überhaupt Glück ist und wie werde ich selbst glücklich.

Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert. Das ist ein Studienfach, das vom Glück bzw. von der Suche nach dem Glück im Leben dermaßen entfernt ist, wie die Galaxie UDFy-38135539 von der Erde entfernt ist. (Also ziemlich weit, das ist nämlich die bis jetzt am weitesten entdeckte Galaxie unseres Universums). Bis zur Erde würde eine Reise genau 13 Milliarden Lichtjahre dauern :).

Betriebswirtschaftslehre ist wie der Begriff schon selbst vermuten lässt: eine Lehre von Betrieben und von der Wirtschaft sowie von sich daraus bildenden Wirtschaftsbetrieben. Glück hat in der BWL Welt nicht viel zu suchen, höchstens wenn ein Controller seine Zahlen richtig errechnet hat, erlebt er Glücksmomente. Oder wenn ein Gründer ein neues Unternehmen startet und sofort schwarze Zahlen schreibt.

Ich konnte mich für BWL aus zahlenmässiger Sicht nie richtig begeistern. Das Studium der Betriebswirtschaftslehre habe ich wegen den Persönlichkeiten begonnen, die hinter jedem Betrieb stecken. Mich haben immer die Macher interessiert, die ihre Ideen verwirklichen.
Gegen Ende des Studiums hatte ich die Möglichkeit die Abschlussarbeit zum Thema Kompetenzentwicklung zu schreiben. Das war mit Abstand die beste Zeit meines Studiums. Endlich dürfte ich die Persönlichkeiten die in einem Unternehmen arbeiten und die ein Unternehmen leiten, untersuchen.

Währen des Studiums habe ich eine innerliche Wandlung erlebt. Vor dem Studium waren für mich vollkommen andere Dinge wichtig, die mich im Leben glücklich machen sollen als nach den Studium. In Prinzip ist der Unterschied nicht so extrem vielfältig. Ich habe mich einfach um 180 Grad gewandelt. Für mich ist jetzt (nach dem Studium) genau das Gegenteil dessen wichtig, was noch vor dem Studium als das höchste Ziel galt.

Was ich vor einigen Jahren wollte, war:

  1. 1. Ein großes Haus,
  2. 2. Ein großes Vermögen,
  3. 3. Teuere Kleider,
  4. 4. Teueres und schickes Auto
  5. 5. Einflussreichen Job
  6. 6. Macht
  7. 7. Ruhe von Lernen

Was ich jetzt nach dem Studium mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann ist, dass ich diese 7 oben aufgelistete Punkte NICHT habe. Was ich aber jetzt habe, erscheint mir viel wertvoller als meine Vorsätze von vor paar Jahren.

Was ich jetzt besitze, ist:

  1. 1. Ziemlich viel Zeit zur freien Entfaltung
  2. 2. Gute Beziehungen zu Menschen die mir wichtig sind
  3. 3. Sinnvolle Beschäftigung, Arbeit,
  4. 4. Gesundheit
  5. 5. Ziemlich viele Bücher
  6. 6. Unabhängigkeit
  7. 7. Motivation zum lebenslangen Lernen.

Zu beginn des Studiums war ich (zumindest vermute ich das) nicht der einzige, der die erste Variante der Vorsätze hatte. Allgemein kann man behaupten, dass diese 7 Punkte die Ziele sehr vieler Menschen in der heutigen Gesellschaft sind. Der Grund, warum mich aber die anderen sieben Punkte glücklicher machen, als die erste Variante liegt vermutlich darin, dass ich mich entschieden habe die ersten 7 Punkte zu vergessen. Diesen Weg kann ich jedem empfehlen.


Was Zufriedenheit wirklich trägt

Ein schöner, persönlicher Beitrag – und er trifft einen gut belegten Punkt der Glücksforschung: Jenseits des Nötigen bringt mehr Besitz erstaunlich wenig zusätzliche Zufriedenheit. Was verlässlich trägt, sind genau die Dinge der zweiten Liste: gute Beziehungen, sinnvolle Tätigkeit, Gesundheit, Unabhängigkeit – und die Freude am eigenen Wachsen.

Das passt zum Kern dieser Seite: Wer aus innerem Antrieb lernt und sich entwickelt (statt nur äußere Belohnungen zu jagen), bleibt nicht nur motivierter, sondern auch zufriedener. „Motivation zum lebenslangen Lernen" ist deshalb ein erstaunlich guter Platz auf einer Glücks-Liste.