Definition: präferenzielle oder diskriminierende Handelspolitik?
Veröffentlicht am: in der Kategorie: EU - Europäische Union
Präferenzielle Handelspolitik heißt nichts anders als eine begünstigende Stellung gegenüber einem der zwei (oder auch mehr) Exportländer. Häufig wird auch der Begriff: Präferenzielle Handelsintegration oder Handelsliberalisierung eingesetzt.
Wenn ein Land mit zwei weiteren Ländern Handelt betreibt und sich dafür entscheidet, ein Importzoll für nur ein der beiden Länder zu erheben so kann man sprechen von einer präferenziellen Handelspolitik. Die Begriffe präferenziell und diskriminierende Handelspolitik können substituiert werden, denn wenn auf ein Land ein Zoll auferlegt wird (diskriminierung) so wird das andere Land ohne Zoll automatisch präferenziell behandelt.
Was passiert im Diagramm wenn ein solches Zoll (für nur ein Importland) erhoben wird?
Die Angebotskurve verschiebt sich im Importierenden Land nach Links oben. Abhängig von den Preisen bekommt die Angebotskurve einen Knick. Wenn ein Gut zum Preis von 10 zwischen beiden Ländern (ohne Zoll) gehandelt wird und dann ein Zoll von zusätzlichen 10 Geldeinheiten erhoben wird, so beginnt die Importsangebotkurve ihren Lauf erst bei 20 Geldeinheiten. Unter diesem Preis kommen die Produzenten nicht mal aud ihre minimalen Produktionskosten pro Stück. Daher der Knick.
Bei solchen Fällen kann es auch zu Effekten wie: Suply switching und Trade diversion kommen.