Hinführung zum Thema: Die Entstehung von Vertrauen in ein Kreditinstitut
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Hinführung zum Thema: Die Entstehung von Vertrauen in ein Kreditinstitut - der erste Teil der Seminararbeit.
Hinführung zum Thema Die Entstehung von Vertrauen in ein Kreditinstitut, Teil 1 der Seminararbeit.
Bernard Lawrence Madoff ist weltweit der größte Finanzbetrüger in der Geschichte der Kreditinstitute. Von 1960 bis Dezember 2008 erschuf er ein System von Anlageinvestitionen in das sowohl private Investoren und Banken als auch wohltätige Institutionen sowie staatliche Institutionen involviert waren. Dieses Anlagegeschäft kollabierte im Dezember 2008 durch das Fortschreiten der Finanzkrise in den Vereinigten Staaten. Das Volumen der Betrugsmasche von Bernard L. Madoff betrug 65 Milliarden Dollar. Sein Anlagegeschäft bildete ein System bestehend aus Menschen, Institutionen und Zahlungsmitteln. Die einzelnen Elemente verknüpfte ein weiterer Bestandteil: das Vertrauen.
1.1 Problemstellung
Die Problematik des Vertrauens in ein Kreditinstitut rückte vor allem durch die weltweite Wirtschaftskrise in den Vordergrund der Finanzwelt. Die Geschehnisse der vergangenen 2 Jahren, wie beispielsweise oben kurz eingedeutet das Schneeballsystem von Bernard L. Madoff oder die Insolvenz der Lehmann Brothers Bank, bewegte die Forscher auf die suche nach Grundlegenden Antworten auf die Frage: warum vertrauen die Menschen ihre eigene Ersparnisse einem Kreditinstitut und vor allem wie dieses Vertrauen entsteht.
Eine Bank, ein Kreditinstitut ist ein soziales System, das eng mit weiteren sozialen Systemen agiert. Diese Systeme wiederum werden mit weiteren Systemen verknüpft. Hinzukommt, dass innerhalb der Sozialen Systeme weitere Subsysteme gebildet werden. Die Komplexität ist daher kaum überschaubar. Die Erkenntnisse, die in dieser Seminararbeit zusammengeführt werden stammen daher aus unterschiedlichen Forschungsfelder. Nicht nur Wirtschaft oder Finanzwelt, sondern Psychologie, Soziologie, Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie leisten jeweils einen Teilbeitrag zur Erforschung der Vertrauensmechanismen in Kreditinstitute. Auf Grund der Komplexität dieser Thematik existieren unterschiedliche Begründungen wie Vertrauen in unterschiedlichen Kontexten entsteht. In dieser Seminararbeit werden die Voraussetzungen für Vertrauensbildung in dem Spezialfall eines Kreditinstituts untersuchen.
Das Thema wird von großer Praxisrelevanz geprägt und zwar aus zwei Gründen. Zum Einen pflegt fast jeder Mensch eine Vertrauensbeziehung zu seiner Bank. Daraus folgt unmittelbar der zweite Grund: Die Kreditinstitute gewinnen dadurch an Bedeutung und können durch ihr Handeln weltweite Wirtschaftskonsequenzen auslösen. Sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Auch die Größten Investmentbanken können kollabieren was am Beispiel von Lehman Brothers Bank im September 2008 belegt werden kann.
Die Relevanz für die Praxis wird in dieser Arbeit auch aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Aus der Perspektive der Kreditinstitute selbst, der des Kunden sowie der des objektiven Beobachters der kein Kunde der Bank ist.
1.2 Zielsetzung
Das Ziel dieser Arbeit ist es aus den Erkenntnissen gelingende Muster zur Vertrauensentstehung in ein Kreditinstitut abzuleiten, sowohl aus der Sicht der Kreditinstitute als auch aus der Sicht der Kunden. Durch die Erkenntnisse wie das Vertrauen in ein Kreditinstitut entsteht können Kreditinstitute Kundenorientierter handeln. Die Kunden können wiederum deutlicher erkennen inwiefern eine Bank deren Bedürfnisse bezüglich der Kreditgeschäfte befriedigen kann und will.
Der Leser wird in der Lage sein zu erkennen: was bewegt die Menschen ihr schwer erarbeitete finanzielle Mitteln, oder besser gesagt was nach Abzug der Steuer und Abgaben davon übrig geblieben ist, unbekannten Personen eines Kreditinstituts in dessen Obhut zu überlassen.