Vertrauen als Koordinationsmechanismus zur Regelung der Kundenbeziehung
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Absatz 4. Vertrauen als Koordinationsmechanismus zur Regelung der Kundenbeziehung
Ansatz: 4.1.2 Vertrauen als Koordinationsmechanismus zur Regelung der Kundenbeziehung. Für die Gestaltung der kundenorientierten Finanzdienstleistung eines Kreditinstituts ist der Vertrauensmechanismus von enormer Relevanz. Die beiden Mechanismen: Autorität und Preis tragen nur beschränkt zur erfolgreichen Koordination und Regelung der Kundenbeziehung zwischen dem Agenten und dem Prinzipal.
Dies liegt daran, dass sowohl der Autoritätsmechanismus als auch der Preismechanismus nur ex post Wirkungen zeigt. Dagegen ist der Vertrauensmechanismus ein Absicherungsmechanismus der, der die Verhaltensunsicherheit ex ante regelt. Von den drei Mechanismen entscheidet das Vertrauen über den Erfolg der Kundenbeziehung noch bevor diese angebahnt wurde.
Wie oben schon erwählt, wird das Vertrauen in der neoklassischen Mikroökonomie nicht in Betracht gezogen. Mit der komplexen Natur des Menschen nicht vereinbar. Mikroökonomik untersucht die Auswirkungen von Entscheidungen einzelner Wirtschaftssubjekte. Die untersuchten Wirtschaftssubjekte werden von Menschen repräsentiert. Da das Gehirn eines Menschen ständig mit dem Vorhersagen und dem Prognostizieren der Sachverhalte beschäftig ist, ist es nicht nachvollziehbar wieso in der Mikroökonomik das Vertrauen aus dem Untersuchungsrahmen weggelassen wird. Beim Vertrauen handelt es sich um nichts anderes als um Prognostizieren und um das Bilden der Vorhersagen über die zukünftige Sachverhalte.
Am besten schildert Arrow im folgenden Zitat die Relevanz von Vertrauen in der Ökonomie:„Vertrauen wird als wertvoller Koordinationsmechanismus, da kostengünstig und nahezu universal einsetzbar, beurteilt. Es ist höchst Effizient, es sparrt viel Mühe, wenn man sich auf das Wort anderer Leute verlassen kann."