Welche Arten von Wissensarbeitern kann man nach Nonaka und Takeuchi unterscheiden?
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Nach Nonaka und Takeuchi kann man drei Arten der Wissensarbeiter unterscheiden. Das sind: Wissenspraktiker, Wissensingenieure und Wissensmanager. Dieses Modell wird auch als Middle-up-down Modell im Management bezeichnet.
Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi haben ein Wissensmodell entwickelt, in dem verschiedene Wissensarbeiter charakterisiert werden können.
In dem Buch „Die Organisation des Wissens" haben die beiden japanischen Autoren dargestellt, wie komplexe Wissenszusammenhänge in großen Unternehmen verwaltet werden können. Sie unterscheiden dabei zwischen dem expliziten Wissen und impliziten Wissen.
Nonaka und Takeuchi schlagen ein Wissensmodell vor, in dem Wissen dynamisch und organisch kreiert wird. Das Modell besteht aus Folgenden Elementen in denen drei verschiedene Wissensarbeiter zur Kreation beitragen:
- Sozialisierung
- Kombination
- Externalisierung
- Internalisierung
Man unterscheidet in einem Unternehmen zwischen Wissenspraktikern. Wissensingenieure und Wissensmanager.
Wissenspraktiker - zu dieser Gruppe gehören Mitarbeiter des Unternehmens und Linienmanager. Wissenspraktiker bilden den operativen Kern der Wissensarbeit in einem Unternehmen. Sie bewältigen Aufgaben und Lösen Probleme, Testen neue Produkte oder Lösungsmöglichkeiten. Zu Wissenspraktikern gehören Handwerker und Spezialisten. Man kann sie auch Wissenswerker oder Wissensspezialisten nennen. Diese Gruppe der Angestellten arbeitet sozusagen mit dem Kopf und mit den Händen.
Wissensingenieure - Als Wissensingenieure werden Mitarbeiter des mittleren Managements bezeichnet. Sie stellen ein Verbindungsglied zwischen den Wissenspraktikern und der Führungsetage. Die Hauptaufgabe der Wissensingenieure ist das implizite Wissen mit dem expliziten Wissen zu verknüpfen. Sie setzen neu gewonnene Erkenntnisse und neuerworbenes Wissen um und sorgen dafür dass der Wissensstand im Konzern ausgebaut wird.
Wissensmanager oder Wissensverwalter - hierzu gehören die Führungskräfte im Unternehmen. Die als Wissensverwalter bezeichnete Führungskräfte überwachen den Wissenssteuerungsprozess des Unternehmens. Sie bestimmen bei den übrigen Arbeitern (darunter auch den Wissenspraktikern und den Wissensingenieuren) die Richtung, in die der Konzern gelenkt werden soll. Bei bedarf füllen sie Lücken oder setzen Wissenspersonal frei.