Organspender dank Facebook? Wie kann man die Organspendebereitschaft bei Facebook kennzeichnen?

Veröffentlicht am: in der Kategorie: Internet

Bei Facebook kann man seit dem ersten Mai 2012 öffentlich zeigen, ob man Organspender ist oder nicht. Die Funktion findet man unter: Events -> Gesundheit und Wellness -> Organspende. Bald wird diese Funktionalität sicherlich auf deutschen Facebook Profilen zu finden sein.

Facebook bringt immer wieder neue Funktionen. Diesmal geht es um Organspendebereitschaft. In den USA und Großbritannien kann jeder dank Facebook zum Organspender werden.
Heute, am ersten Mai 2012 startet die Facebook Initiative: Organ Donation: Friends Saving Lives. Das Ziel ist nicht mehr nur noch Menschen zu verbinden, das war nämlich das bisherige Motto dieser Plattform. Ab jetzt kann jedes Facebook-Mitglied in der Rubrik Life Event -> Health & Wellness angeben, ob der ein Organspender ist oder nicht. Man kann sich also selbst an Organspender deklarieren und auf diese Weise Menschen in Not zu helfen.

Auslöser dieser Initiative war, laut Pressemitteilung, die Beobachtung die Mark Zuckerberg und seine Facebook-Mitarbeiter in der Vergangenheit gemacht haben. In den letzten Jahren sind nämlich viele Naturkatastrophen passiert. 2011 haben viele Orkan-Betroffene in Missouri nach Familienmitgliedern über Facebook gesucht. In dem selben Jahr in Japan haben tausende Menschen nach Tsunami-Überlebenden auch mit Hilfe von Facebook gesucht.

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Durch die Verknüpfungen die Facebook zwischen den Menschen geschaffen hat, oder besser gesagt: durch die Verknüpfungen die die Menschen untereinander mit Hilfe von Facebook geschafft haben, ist eine Möglichkeit entstanden, den Menschen in Not zu helfen.

Manche können sich natürlich fragen: was will denn Facebook jetzt damit bezwecken? Wollen die nicht nur alle meine Daten, alle Informationen, alle Bilder und Texteinträge, jetzt verlangen sie noch meine Organe!?

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Wenn man aber realistisch bleibt, erkennt man schnell, dass das eine gute Idee ist. Die Spendenbereitschaft ist in verschiedenen Ländern vollkommen unterschiedlich. Häufig hängt es von der Gestaltung der Standardformulare wie beispielsweise bei der Führerscheinprüfung, dass es auf ein mal in einem Land sehr viele Organspender gibt, oder aber dass man in einem anderen Land kaum Organspender finden kann.

Als Beispiel kann man hier Deutschland und in Österreich nennen. Die beiden Länder sind zumindest Sprach-verwandt. Die kulturellen Unterschiede sind nicht so extrem gravierend. Trotzdem liegt in Österreich die Organspende bei über 95 % und in Deutschland unter 12 % (Laut Statistiken von 2005). Wieso ist das so?

Vermutlich deswegen, eil man in Österreich bei der Führerscheinprüfung ankreuzen muss, dass man NICHT als Organspender registriert werden möchte. In Deutschland dagegen muss man in den Formularen ankreuzen, dass man WILL als Organspender registriert werden.
Es sieht so aus, dass ein kleiner Kreuz sehr gravierende Unterschiede bewirken kann.

Was soll also der Facebookaufruf zur Organspende? Jeder soll sein Facebook Profil gestalten und die Informationen über sich selbst verraten, die er möchte. Wer auf diese Art die Organspendebereitschaft äußert, kann das Leben anderer retten. Sinnvoll ist das auf jeden Fall. Auch dann wenn man nur einem Menschen das Leben gerettet hat. Jährlich sterben tausende Menschen die auf eine Organspende warten, aber keine bekommen. Vermutlich

Quelle: Facebook und Cashy

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Autor: Krzysztof