Berufswunsch NGO Karriere zwischen Idealismus und Selbstausbeutung

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Schwerpunkte, Inhalte und Fragen des Seminares: Die Suche nach einer sinnstiftenden Arbeit, durch die man etwas bewirkt und bewegt, ist für viele Studierende ein großes Bedürfnis und die zentrale Motivation bei einer NGO zu arbeiten. Dieses auch in beruflichen Erfolg im Sinne einer (Weiter-) entwicklung eigener Potenziale und in eine erfüllte Work-Life-Balance umzusetzen, stellt beim Berufswunsch der NGO-Mitarbeit eine besondere Herausforderung dar. • Schwerpunkt dieses Berufseinstiegsseminars ist die Darstellung des Arbeitens in einer NGO sowie die konkrete Vorstellung großer und kleiner NGOs im Entwicklungs-, Friedens- und umweltpolitischen Bereich. Ausgewählte NGO-MitarbeiterInnen sind eingeladen, mit ihren Erfahrungsberichten die Realität dieses Tätigkeitsfeld zu veran-schaulichen. Auch das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der oft prekären Beschäftigtenver¬hältnisse steht in diesem Kontext zur Diskussion. • Auf dieser Grundlage sollen die TeilnehmerInnen den eigenen Berufswunsch vor dem Hintergrund der eigenen Potenziale und den Herausforderungen des dargestellten Berufsfeldes reflektieren. • Darauf aufbauend geht es um die Frage, wie man sich dieses Arbeitsmarktsegment erschließen kann, mit dem Fokus auf informelle und kreative Einstiegsstrategien, die jenseits der klassischen Bewerbungen liegen. Vorgehensweise und Methoden Dieses Seminar bietet neben den inhaltlichen Impulsen zum Arbeiten bei einer NGO methodische Tools zu Er¬schließung dieses Arbeitsmarktsegmentes. Die Frage, wie man von offenen Stellen oder (noch) nicht ausgeschrie¬benen Projektmitarbeitsmöglichkeiten erfährt, ist gerade für den NGO-Bereich zentral. Es sollen Strategien vorge¬stellt und disktutiert werden, wie eine Anbahnung an eine potentielle NGO-Mitarbeit erfolgen kann oder Interes¬sierte sich bereits vor Berufseintritt in die Vernetzungsprozesse von NGOs einbringen können. Die Kontakt- und Netzwerkanalyse soll als Weg-Bereiter und Instrument für einen erfolgreichen Berufseinstiegs erprobt werden. Praktische Übungen zu Anbahnungsgesprächen, Bewerbungen und Berufseinstieg bei NGOs sollen die Teilnehme¬rInnen unterstützen und stärken für die Phase des Berufseinstiegs. Dazu zählen Rollenspiele auf nachgestellten zentralen Orten der informellen Jobmärkte: den Fach-Konferenzen oder Vernetzungstreffen. Darüber hinaus geht es um die eigene Erarbeitung von Berufswünschen in Einklang mit den eigenen Kompetenzen und Stärken mittels Gruppen- oder Partnerarbeit. Die TeilnehmerInnen sollen sich in Übungen (z.B. in Partnerar¬beit mit Hilfe des Appreciated Interview) an ihre Berufswünsche in Anlehnung an ihre Talente und Stärken (in Anlehnung an die Kompetenzanalyse) herantasten. Mithilfe erster Einblicke in das Konzept Work-Life-Planning von Nelson/Bolles und die Berufsfindungsmethode von Uta Glaubitz sollen die TeilnehmerInnen sich im Anschluss des Seminares weiter kritisch, konstruktiv und kreativ mit ihrem Berufswunsch der NGO-Mitarbeit auseinanderset¬zen können. So können sie an geeigneten Strategien für ihren Berufseinstieg feilen. Wichtig dabei sind Methoden des Selbstmanagements bei der Umsetzung der beruflichen Ziele. Zusätzlich soll es konkrete Tipps zur Jobsuche über Websites oder spezielle Mailinglisten oder thematisch adäquate Jobmessen oder Fachkonferenzen geben. Zu den einzelnen Blöcken und Inputs wird es Handouts geben inklusive Adress-Hinweisen. Soziale Arbeit, Bachelor, PO 2006 Universität Siegen WiSe 2011/12 Dr. Schultheis Antje