Die Staufer

Als eher unbedeutende Grafen im Riesgau lassen die sich nach ihrer späteren Burg auf dem Hohenstaufen bei Göppingen nennenden Staufer um 1030 erstmals in den Quellen fassen. Es folgte eine »Bilderbuch«-Karriere. Der entscheidende Schritt gelang 1138 mit der Wahl des Kaiserenkels Konrad zum König und 1152 mit der Nachfolge seines Neffen, den die Italiener »Barbarossa«, Rotbart, nannten.

Weit über ein Jahrhundert regierten die Staufer im Reich, Friedrich II., das »Kind aus Apulien«, das das »Staunen der Welt« erregte, dann auch in Sizilien. Die Vorlesung gibt einen Überblick über den Aufstieg dieser Adelsfamilie, die in einer Zeit herrschte, die man als europäische Wende bezeichnet. Denn europaweit lassen sich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zahlreiche Umbrüche beobachten, die neue Wege und Lösungen erforderten. Neben diesen strukturellen Bedingungen sind auch die unterschiedlichen Bewertungen bei Zeitgenossen wie in der geschichtswissenschaftlichen Forschung zu berücksichtigen.

Literatur:

Odilo Engels, Die Staufer (Urban-TB 154) Stuttgart u.a. 82004. Knut Görich, Die Staufer. Herrscher und Reich (C.H.Beck Wissen 2393) München 2006.