Forschungswerkstatt Körper lesen lernen

Der Körper gilt in der Literatur ebenso wie im Alltagsdenken als Anzeichenfeld für mentale und emotionale Zustände und Prozesse. Manche dieser Anzeichen werden als allgemeinmenschlich bzw. universalhistorisch gedeutet, andere als kultur- bzw. teilkulturspezifisch und wieder andere als individualidiosynkratisch. Körper lesen wir bekanntlich qua Sehen, Hören Riechen, Tasten und Schmecken.

Dazu, wie Körper unter welchen Umständen gelesen werden können, sollen oder dürfen, gibt es neben der einschlägigen Fachliteratur verschiedener Disziplinen auch darauf fokussierte Romane und Erzählungen, Fernseh-Dokumentationen, TV-Serien und Spielfilme; es gibt einen nicht versiegenden Strom populärer Ratgeber-Publikationen und es gibt nicht zuletzt auch unser aller alltägliche Beobachtungen in mannigfaltigen sozialen Situationen. In vielen Betätigungsfeldern ist die Kompetenz, Körper lesen zu können, vorteilhaft oder gar unabdingbar. Und in Grenzbereichen des Miteinanders haben einschlägig befasste Personen oft kaum oder gar keine Alternativen dazu, den Körper zu lesen, um Befindlichkeit(en) eines anderen Menschen zu ergründen.In diesem ersten Teil der zweisemestrigen Forschungswerkstatt zur interpretativen Sozialforschung (Teil II wird im WS 12/13 angeboten) werden textbasiert erkenntnistheoretische und erhebungstechnische Fragen zum Lesen des Körpers gestellt und an praktischen Beispielen diskutiert werden. LiteraturArgyle, Michael (1979): Körpersprache und Kommunikation. Paderborn: JunfermannEkman, Paul (2007) Gefühle lesen. Heidelberg: SpektrumHeuer, Bernd (1996): In Gesichtern lesen lernen. München: Südwest-Verlag Voraussetzungen Grundkenntnisse in Methoden der interpretativer Sozialforschung (conditio sine qua non)

Argyle, Michael (1979): Körpersprache und Kommunikation. Paderborn: JunfermannEkman, Paul (2007) Gefühle lesen. Heidelberg: SpektrumHeuer, Bernd (1996): In Gesichtern lesen lernen. München: Südwest-Verlag Voraussetzungen Grundkenntnisse in Methoden der interpretativer Sozialforschung (conditio sine qua non) Grundkenntnisse in Methoden der interpretativer Sozialforschung (conditio sine qua non) Technische Universität Dortmund SoSe 2012 Institut für Soziologie