Informelle Pflege älterer Menschen

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Who cares? Aktuell ist die dominierende Form der Versorgung hilfe- und pflegebedürftiger Personen (immer noch) die häusliche familiäre Versorgung, die zumeist durch Frauen geleistet wird. Der Familie und weiteren privaten Netzwerken kommt also weiterhin eine große Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund des demographischen und sozialen Wandels werden sich aber die Bedingungen der (zukünftigen) Sicherung der Pflege in quantitativer und qualitativer Hinsicht verändern. Wie werden sich die Pflegestrukturen durch den demographischen und sozialen Wandel verändern? Und wer übernimmt künftig die Pflege und Versorgung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen? Im Rahmen des Seminars werden u.a. diese Fragen gemeinsam erörtert.

Zu Beginn wird ein allgemeiner theoretischer Überblick über die Altenhilfe- und Pflegestrukturen in Deutschland auf Basis aktueller empirischer Ergebnisse erarbeitet (u.a. sozialpolitische, rechtliche und strukturelle Aspekte, sich wandelnde Rahmenbedingungen im Pflegesektor), um dann die Perspektive auf die informelle Pflege durch Angehörige zu richten. Neben unterschiedlichen Aspekten des -Herstellungsprozesses Pflege- wird die Lebens- und Versorgungssituation hilfe- und pflegebedürftiger älterer Menschen und deren Angehöriger sowie des weiteren Netzwerkes im Fokus stehen (u.a.: Rolle von pflegenden Angehörigen älterer Menschen; Umfang, Bedeutung und Zukunft von informellen und formellen Pflegeleistungen; Pflege im Mix; Genderaspekte; unterschiedliche Pflegearrangements; Pflegebereitschaft und -fähigkeit; Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit; Herausforderungen und Belastungen; Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten). Zum Abschluss des Seminars sollen die zukünftigen Gestaltungsoptionen thematisiert werden. Dabei werden auch die verschiedenen Akteursgruppen und deren Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten in der pflegerischen Versorgung in den Blick genommen.

Die Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben. Bemerkung Die Termin- und Themenplanung sowie die genauen Modalitäten zu den Studien- und Prüfungsleistungen werden an dem ersten Seminartermin besprochen. FB 01 Humanwissenschaften Uni Kassel WiSe 2011/12 Lehrveranstaltungspool FB 01 Soziale Arbeit Kühnemund Christina