Projekt lang See Stadt

See // Stadt Architektur und Wasser ist ein Grundthema, seit es um den Bau von Siedlungen und Städten geht. Wasser als Ressource, als Klimafaktor, als Transportweg, als Bedrohung, als Baustoff und vor allem als architektonischer Kontext beeinflusst die Gestaltung von Orten, und ist Inspiration für Siedlungsstruktur und Gebäudetypen. Architektur und Wasser als Thema findet sich in der Lagunenstadt Venedig, im Poldersystem an der Nordsee in Ostfriesland, in der Saline von Cádiz, in Xotchimilco in México Stadt, in der Stadt Guatemala - in ganz unterschiedlichen Formen und Strukturen. Das Ziel für den Entwurf dieses Wintersemesters ist der Bodensee. Die ersten Siedlungskörper am Bodensee waren Pfahlbauorte, die Städte am See stehen in ständiger Neukonstruktion und Ideenfindung für das Ufer als Schnittstelle zwischen Wasser und Land: in Konstanz, in Bregenz auch mit der Seebühne, in Lindau als Stadtinsel; Bewegung auf dem Wasser für tägliche Mobilität, für Reisen, für Freizeit und Sport ist Teil des Lebens am Bodensee. Der Raum des Wassers verbindet die Land/Stadt-Region, die entlang der Ufer des Seen in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gewachsen ist. Die Aufgabe im Projekt Lang ist der Entwurf einer schwimmenden Stadt im See, eines neuen Orts mit Ausstrahlung in die ganze Region. Sie bündelt regionale Dynamik in Wohnen, Arbeiten und Kultur als Inkubator für Innovation in neuen Wohn- und Raumformen; und sie baut auf erneuerbare Ressourcen für alle Aspekte der Infrastruktur. Die schwimmende Stadt wird zum Symbol und Motor regionaler Erneuerung für den Bodenseeraum; in spektakulärer Lage am Alpenrand, mit faszinierenden Naturräumen, Architekturen und Orten um den See. Im Entwurf werden eine Stadtidee, eine strukturelle und räumliche Konzeption, und die Entwicklung von Haustypen wie öffentlichen Räumen dieser Stadt erarbeitet. Mit einer Größe für 300 ständige, 300 wechselnde Einwohner und 1000 Gäste für Veranstaltungen ist der Umfang der schwimmenden Stadt gut fassbar; und durch das Programm der Kultur fest umrissen: Räume für Theater, Ateliers, Musikstudios, Orte für Aufführungen und Austausch im Innen- und Außenraum. Diese Größe gibt zugleich grundsätzlich vor, dass im Entwurf nicht nur die Form und Struktur der schwimmenden Stadt als Ganzes, sondern auch eine vertiefte Beschäftigung mit den öffentlichen und privaten Architekturen, in Typologie und Gestaltung steht. Mit dem Entwurf werden konkrete Konzept- und Planungswerkzeuge für Städtebau und Architektur eingeübt und verfeinert für die grundsätzliche Aufgabe Architektur und Wasser - gleichzeitig wird durch den konkreten Raumbezug im und um den Bodensee mit seinen vielfältigen Anknüpfungspunkten die intergrative, gestalterische und synthetische Rolle von Architektur und Städtebau in größeren räumlichen Maßstäben thematisiert, mit den dafür notwendigen entwurflichen und darstellerischen Fähigkeiten. Programm: Wohnen für 300 ständige, 300 wechslende Einwohner, Raum für 1000 Gäste für Aufführungen und Veranstaltungen, Bühnen, Zuschauerräume (offen/geschützt), Ateliers, Werkstätten, Restaurants, Bootsanlagestelle, kleiner Hafen; öffentliche Räume der schwimmenden Stadt Leistungen: Entwurfsprojekt mit Plänen und Modellen, Präsentationen, Dokumentationsbroschüre Ergänzend wird die Teilnahme an der organisierten Exkursion zum Bodensee empfohlen; die Bearbeitung des Entwurfs ist jedoch separat möglich. -See // Stadt- steht im Zusammenhang mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt -RURBANCE - Rural-Urban inclusive governance strategies an tools for the sustainable development of deeply transforming Alpine territories-, gefördert im Alpenraumprogramm der Europäischen Union. Hartmann, Sarah, Dipl.-Ing. Universität Hannover WiSe 2015/16 Lüder, Ines, Dipl.-Ing. Prof. Dipl.-Ing. Schröder Jör