Was das Gedicht alles kann?

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„Was das Gedicht alles kann: Alles" nennt der Dichter Robert Gernhardt seine Frankfurter Poetik-Vorlesung von 2001. Ein provokantes Statement, da die öffentliche Aufmerksamkeit für Lyrik im Vergleich zu anderen Gattungen doch vergleichsweise gering ist. Ein Statement, das anregt, sich mit der Kunst des Gedichts, seiner Gestalt(ung) und Wirkung, auseinanderzusetzen.

Die theoretische Beschäftigung mit dem Schreiben, der Gestalt und Wirkung von Gedichten gehört zum Gegenstandsbereich der Poetik. Moderne Poetiken, die fragen, was ein Gedicht kann und allgemeiner, was es überhaupt ist, sind zumeist auch ein Anliegen der Autorinnen und Autoren selbst.

Neben fachwissenschaftlichen Grundlagen zur Poetik stehen im Seminar essayistische Texte und Gedichte im Zentrum, die herausfordernde Ansichten zum Gedicht präsentieren und den Stellenwert der Dichtkunst ausloten.
Das Seminar ist auf intensive Lektüren kürzerer Texte zur Poetik des modernen und zeitgenössischen Gedichts (20. und 21. Jahrhundert) ausgerichtet. Textvorlagen und Literatur werden im Semesterapparat und übermoodle bereitgestellt.

Literatur zum Lesen und Lernen für "Was das Gedicht alles kann"

Walter Höllerer: Theorie der modernen Lyrik. Dokumente zur Poetik. 2 Bände. Neu hg. von Norbert Miller. Darmstadt: WBG 2003.
Joachim Sartorius (Hg.): Minima Poetica. Für eine Poetik des zeitgenössischen Gedichts. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003.
Beachten Sie, dass Sie diesen Kurs nach den Prüfungsordnungen ab 2011 nicht besuchen dürfen, wenn Sie die für dieses Modulelement laut Fachspezifischen Bestimmungen und Modulhandbuch notwendigen Voraussetzungen noch nicht erfüllen.