Lernen und Gehirn

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Das Mind Map Buch von Tony Buzan - Erfahrungsbericht.

Von am 26.10.07 14:21, Aktualisiert am 10.04.11 21:48 | 3 Kommentare |

Hallo, \"Das Mind Map-Buch\" von Tony Buzan habe ich wirklich mit genuss gelesen. Doch gibt mir die fast schon fanatische Verfechtung seines Schreibstils Anlass zur Kritik.

Mind Mapping ist eine wirklich gute Methode zum Strukturieren und lernen komplexer Sachverhalte. Ich selbst lerne in einigen Fächern mit Mind Maps. Doch Mind Maps sind meiner Meinung nach Mind Maps nicht ganz das, was Tony Buzan verspricht. Die Form der Mind Map ist zwar durchaus sehr praktikabel und strukturierend doch weniger wirklich universell. Bei Sachverhalten, die man sich entweder in allen Einzelheiten oder nur grob aneigenen muss ist es meiner Meinung nach nicht angebracht eine Mind Map zu erstellen.
...

Fazit: Fazit: Alle Bücher uns beim Lernen, Lesen, Notieren oder Studieren helfen sollen, sind mit Vorsicht zu genießen. Man sollte diese Literatur durch eigene „Filter-Brille" lesen und für sich persönlich Techniken aussuchen die einem näher liegen. Denn Jeder von uns ist einzigartig und die Kombination der Erfahrungen und des Wissens macht das wesentliche für unsere Persönlichkeit aus.

Fazit: Alle Bücher uns beim Lernen, Lesen, Notieren oder Studieren helfen sollen, sind mit Vorsicht zu genießen. Man sollte diese Literatur durch eigene „Filter-Brille" lesen und für sich persönlich Techniken aussuchen die einem näher liegen. Denn Jeder von uns ist einzigartig und die Kombination der Erfahrungen und des Wissens macht das wesentliche für unsere Persönlichkeit aus.


Bei zu großen Mind Maps, in die man versucht möglichst viele Informationen zu \"packen\" geht mit der Zeit die übersichtlichkeit verloren. (Wenn man irgendwann ganze Tapetenrollen ablaufen muss um zu seinem Unterpunkt zu gelangen ist das nicht übersichtlich).


Bei nur grob zu lernenden Sachverhalten reicht meineserachtens ein Flussdiagramm mit Pfeilen völlig aus. Das erstellen einer Mind Map würde hier einfach zu viel Zeit kosten bei zu geringem Nutzen. Tony Buzan spricht beim Mind Mapping immer von einer Art \"Allheilmittel des Denkens\".
Das ist es keineswegs. Es ist eine Methode unter vielen. Jede hat seinen Platz so auch die Mind Map. Dass Tony Buzan jedoch seine Methode über alles stellt, durch eine Sprache als würde Mind Mapping der Gesetzestafeln gleich vom Himmel in seinen Kopf gefallen sein ist in keinem Fall akzeptabel.

Außerdem sind im Anfang des Buches einige Fehler enthalten, die einfach in einem \"modernen\" Buch, das sich mit dem Gehirn im weitesten Sinne befasst nicht vorkommen darf. Die Behauptung, dass ein Mensch nur 1% seiner Gehirnleistung nutzt und dass es mit Mind Mapping möglich ist, plötzlich genial zu werden ist eindeutig falsch. Wenn ein Mensch irgendwo auf der Welt nur 1% seiner Gehirnleistung nutzen würde, weilte er nicht mehr unter den Lebenden. Deshalb rate ich, das Mind Map Buch mit vorsicht zu \"genießen\". mfg, Markus


Vielen Dank Markus für Deine Meinung.


Das ist ein sehr guter Ansatz - erstmal überlegen ob eine Methode geeignet für mich ist, dann einen Filter einschalten - und aussortieren auf der Basis der Informationen über dem Autor und dann schließlich für sich selbst zu adaptieren.
Ich stimme dir zu, dass Tony Buzan Seine Methode zu sehr über andere Methoden stellt.


Andrerseits wiederum ist seine Art und Weise auf neue Methoden aufmerksam zu machen auch sehr gut. Seine Stellung motiviert ausreichend sich mit dieser Methode auseinanderzusetzen. Oft Leute die Bücher über Lerntechniken kaufen, sind auf der Suche nach einem sog. Quick Fix - sie suchen eine „Pille" die man mühelos schlucken kann die später ohne Fleiß und Arbeit ermöglicht alles zu merken und zu erlernen. Sie sind unzufrieden mit den jetzigen Ergebnissen und suchen nach Möglichkeiten die das Lernen vereinfachen können. Nun leider solche Pille oder Quick Fix gibt es nicht. Man muss erst einige Phasen der Lern-Entwicklung durchlaufen bis man das selbst entdeckt hat.


Ich bin der Meinung, dass eigentlich alle Bücher mit Vorsicht zu genießen sind, denn man kann ja nicht eine Methode auf alle Sachverhalte des Lebens übertragen, das betrifft vor allem auch das Lernen. Z.B. das Buch über Schnelles Lesen von Tony Buzan ist auch sehr gut, aber es reicht nur, dass man im Ausland lebt - und sich der Fremdsprache bedienen muss - dann scheitert schon die Idee des Schnellen Lesens. Man braucht dann nämlich Jahre bis man überhaupt das Wortschatzniveau eines 18 Jährigen erreicht der in diesem Land von Geburt an lebt.

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3 Kommentare

Hello Christopher,
habe während meines Studium zeitenweise auch die Methode des Mind Mappings angewandt.
Korrekt - zum Strukturien ist diese Methode optimal, allerdings hätte ich niemals Themenkreise und sehr umfangreiche Fächer inhaltlich auf diese Weise behalten können.
Habe damit allerdings regelmäßig einen sog. Grobüberblick verschafft und was daran verblüffend ist, ist die Tatsache, dass ich Dinge, die ich damit aufbereitet habe, noch heute in der hintersten Schublade meines Gedächtnisses absolut "frisch parat" habe und abrufen kann!
Die anderen Inhalte habe ich alle vergessen ;-)
Gruß,
bT!NA

Hallo,
diesem Kommentar kann ich gut zustimmen, denn problematisch ist das bereits erwähnte vollpacken der Maps mit zu vielen Informationen. Da wird es dann schon schwierig sich die Dinge gut einzuprägen. Sehr gut ist die Methode um sich einen guten Überblick über ein Kapitel oder Themenbereich zu erstellen, um sich einen "Grundstock aufzubauen" an den man dann weitere Informationen hängen kann.
Grüße

Bei der Mind Map Problematik müsste man noch folgendes berücksichtigen. Die Methode wird von vielen Seiten angepriesen und empfohlen. Dadurch werden die Erwartungen der Studenten oder allgemein der Lernenden immer höher.
Viele bilden dann den Lernstoff in Mind Maps ab sind irrtümlich im Glauben, dass das reichen soll um die Informationen zu behalten. Das Wissen aus den Mind Maps wird aber nicht einfach so haften bleiben. Mit diesen Notizen sollte man weiter lernen und wiederholen.

Mind Maps dienen als eine Alternative zu herkömmlichen Notizen uns sollen den Lernprozess ergänzen bzw. unterstützen und nicht ersetzen!
Wer also Mind Maps verfasst und sie dann in einer Mapper versteckt, der hat von vorne alles falsch gemacht. Gelernt wird zwar beim Erstellen der Mind Maps auch, aber GEMERKT wird erst nach einigen Wiederholungen. Das Verstehen braucht Wiederholung, Überlegung und Zeit. Erst dann zeigen Mind Maps die volle Wirkung.

Ich habe für Abschlussprüfungen mit relativ großen Mind Maps gearbeitet. Das hat mir sehr gut geholfen große Mengen von Stoff zu lernen und zu erinnern. Ich persönlich kann mit grafischen Abbildungen viel mehr anfangen als mit geschriebenem Text.
Durch mehrfaches Wiederholen könnte ich den Stoff sehr gut beherrschen. Aber ohne die Lernphase ist kein behalten der Informationen möglich (oder besser gesagt möglich aber unwahrscheinlich).

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