Eine Sprache ist immer eine Reise wert

Veröffentlicht am: in der Kategorie: Fremdsprachen lernen

In diesem Gastartikel erfährt ihr, wie man clever Urlaub mit einer Sprachreise kombiniert. Wenn man schon im Ausland Urlaub macht, in dem eine andere Sprache gesprochen wird, lohnt es ich beide Sachen zu verbinden. Lernen und Urlaub. Dabei wird das Lernen nicht zur Last, ganz im Gegenteil: man entwickelt eine neue Kompetenz.

Jeder hat schon mal sicherlich den Satz Sprachen sind das Tor zur Welt gehört und hinter dieser kleinen Weisheit verbirgt sich auch eine logische Schlussfolgerung. Doch das Erlernen einer Sprache ist alles andere als einfach und hat schon vielen das Grauen beschert. Für die Menschen, die sich trotzdem dieser Herausforderung stellen, gibt es einige Möglichkeiten sich Sprachen anzueignen oder Sprachkenntnisse zu verbessern. Eine Sprachreise birgt aber wahrscheinlich die höchsten Erfolgschancen - wenn man nicht unbedingt vor hat auszuwandern.

Stressfrei lernen

Lernt man eine Sprache in seiner „natürlichen", also seiner gewohnten Umgebung, so hat man mit vielen alltäglichen Ablenkungen zu kämpfen. Diese können natürlich positiv sein, wie z.B. Unternehmungen mit Freunden oder der Familie, welche aber in den meisten Fällen keinerlei Auswirkungen auf das Sprachelernen haben werden. Oder aber auch negativ, wie z.B. der unbeliebte Stress, der das Lernen erschweren, gar unmöglich machen und jegliche Lernprozesse stoppen oder rückwärts laufen lassen kann.

Mit einer Sprachreise entkommt man diesen sowohl positiven, als auch negativen Störungen und verschafft sich somit ein lernfreundlicheres Klima. Man begibt sich zwar in ein anderes Land, vielleicht sogar ungewohntes Terrain, aber distanziert sich dadurch von allen Beeinträchtigungen und behält nur einen und zwar den gewünschten Fokus - die Sprache.


Sprachreise als kleiner Urlaub

Und nicht nur das. Der Fakt das eine Sprachreise nun mal eine Reise ist darf nicht vergessen werden. Erholung trotz Lernens ist somit alles andere als abwegig. Ganz im Gegenteil. Der Sprachkurs selbst nimmt bei einem Sprachaufenthalt im Ausland grundsätzlich wenig Zeit in Anspruch, somit macht Freizeit den größten Teil aus. Natürlich bieten viele Sprachschulen auch Intensivkurse an, die dann mehr Wert auf Quantität legen. Darauf kommt es aber bei einer Sprachreise nicht unbedingt an. Es zählt eher die Qualität und da darf die Lebensqualität nicht fehlen.


Da man mit einer Sprachreise dem Alltag entflieht und eigentlich keinerlei Verpflichtungen hat, ist diese einem Urlaub sehr ähnlich. Wo man letztendlich landet, hängt natürlich von der Sprache und den eigenen Präferenzen ab. Wenn man es eher laut und groß mag, kann man sich für eine Metropole als Reiseziel entscheiden. Wer genau das Gegenteil möchte kann für ruhigere Orte in Strandnähe stimmen. Es kann aber auch von den Entfernungen abhängig gemacht werden. Spanisch lernen in Spanien wäre z.B. eine für Europäer nahegelegene Option. Mexiko oder Südamerika wären dazu die weiter entfernten Alternativen, die aber die gleiche Sprache (Spanisch) bieten würden. Möglichkeiten gibt es also viele, man sollte nur wissen, was einem selbst mehr zusagt.


Erholung als Speichermedium

Was man in seiner Freizeit, also nach den Sprachkursen macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Sicher ist, was nach den Sprachkursen passiert, wirkt sich mindestens genauso auf das Lernen aus, wie das was während dem Sprachkurs passiert.

Eine Sprachreise bringt nämlich genug Zeit für Erholung mit sich und diese ist ein wichtiger Bestandteil des Lernens. Denn mit Erholung und Entspannung hängt natürlich der Schlaf zusammen, welcher für das Speichern von Informationen und Erlebnissen enorm wichtig ist. Die Konsolidierungstheorie besagt, dass Erlerntes während dem Schlaf im sekundären oder tertiären Gedächtnis, also dem Langzeitgedächtnis, abgelegt wird. Diese Theorie der Hirnforscher spricht für die Erfolgschancen einer Sprachreise. Aber nicht nur der Schlaf trägt zum besseren Erinnerungsvermögen bei.


Land, Leute und Kultur

Der Sprachreisende kann das frisch angeeignete Wissen in seiner Freizeit auch direkt umsetzen und festigen. Dadurch werden Verknüpfungen zwischen Erlerntem und Erlebnissen im Hirn geschaffen, die sich positiv auf den ganzen Sprachlernprozess auswirken.

Als Sprachlernender bekommt man bei einem Sprachaufenthalt viel mehr als nur die Sprache. Denn neben der Sprache, lernt man auch gleichzeitig einiges über das dazugehörige Land, dessen Leute und auch dessen Kultur. Man bekommt einen ganz anderen Bezug zu der Sprache und betrachtet diese auch von anderen Perspektiven.


Freundschaften schließen

Ein weiterer Vorteil von Sprachreisen sind auch die anderen Teilnehmer. Man ist sozusagen unter Gleichgesinnten. Alle sind aus dem selben Grund im Land und haben das gleiche Ziel - die Sprache lernen.

Tritt man eine Sprachreise alleine an, so hat man keine Begleitperson, was vielleicht nach Einsamkeit klingt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Durch die Eigenständigkeit ist man neuen Menschen gegenüber viel offener und tendiert schneller Kontakte zu knüpfen. Die Sprache und der Sprachkurs verbinden einen mit den anderen Kursteilnehmern und man kommt somit viel leichter ins Gespräch.
Durch diese Kombinationen lebt man die Sprache. Man wird während seines Aufenthaltes viele Wörter durch Lesen oder Hören in seiner Freizeit wiedererkennen und erschafft sich somit eine Basis auf der man weiter aufbauen kann. Die Konfrontation mit den Einheimischen wird dafür sorgen, dass man die Sprechhemmungen überwindet und sich dann traut, wenn auch nur in kurzen Gesprächen, auch außerhalb des Kurses sich auf der Lernsprache mit anderen zu unterhalten.