Funktioniert schnelles Lesen überhaupt? Probleme und Bedenken
Veröffentlicht am: in der Kategorie: Schnelles Lesen
Schnelles lesen ist möglich nur dann, wenn man fleißig übt und anwendet.
Funktioniert schnelles Lesen überhaupt?
Schnelles Lesen wie auch viele Lernmethoden die blitzschnelle Erfolge versprechen hat ziemlich viele Gegner. Sehr viele Studenten äußern sich skeptisch über das Schnelle Lesen unter anderem auch deswegen, weil sie von Methoden wie Photo Reading gehört oder gelesen haben und meinen so was wie schnelles Lesen wäre unmöglich. Ihre Beurteilung ist auch zum Teil damit untermauert, dass bis jetzt Millionen von lernenden das konventionelle Lesen die sie in der Grundschule oder als Kinder zu Hause erlernt haben und eigentlich das ganze Leben lang anwenden. Der Erfolg ist in manschen Fällen größer in manchen wieder etwas kleiner.
Was ist denn überhaupt schnelles Lesen? Wie kann man schneller Lesen und dabei immer konzentriert bleiben damit man den Stoff besser behält?
Genau das ist der Punkt an dem schon die Probleme anfangen und wo Skepsis ihre
Erfolge verzeichnet. Viele Leute die sich mit der Thematik des Lesens zur vorübergehend und für kürze Zeit beschäftigen meinen, dass schnelles Lesen eine Erfindung von Anbietern von Seminaren ist, auf denen angebliche Geheimnisse des Lesens enthüllt werden. Ohne in das Thema einzudringen bemängeln solche Skeptiker die Methoden ohne Rücksicht auf Pro-Argumente. Dies geschieht meistens deswegen, weil sie „nur weiß oder nur schwarz“ sehen können. Für sie gibt es nur das normale, traditionelle Lesen, und die Speed Reading Scharlatanerie die verspricht mit einem Blick die ganze Textseiten aufzunehmen und zu verstehen.
Der Clou ist aber, dass schnelles Lesen eigentlich das schnellere oder beschleunigte Lesen bedeutet, und dass jeder mit Übung und Geduld für sich selbst herausfinden muss welche Geschwindigkeit für ihn besser und effektiver ist. Natürlich ist es möglich mit diszipliniertem Üben wirklich schnell zu lesen und zu verstehen. Leider ist das nicht einfach und geschieht nicht über Nacht, unter anderem genau aus dem Grunde – dass wir 10, oder 20 oder 30 Jahre lang „Wort für Wort“ lesen und uns selbst kaum möglich erscheint, dass wir schneller lesen können. Man könnte das „die hemmende Macht der Gewohnheit!“ nennen.
Immer wenn mich jemand fragt ob schnelles Lesen überhaupt irgendwie möglich ist erzähle ich die Geschichte mit dem Tippen auf der Tastatur.
Ich selbst habe Jahrelang mit 2 Fingern getippt. Da ich manschmall in der Schule oder Später an der Universität viel zu tippen hatte, habe ich das Tippen mit den Zeigefinger hervorragend beherrscht. Danach habe ich von „10 Finder Tippen“ gelesen, und auch manche Leute getroffen die das Tippen mit 10 Fingern, ohne auf die Tasten zu schauen, beherrscht haben. Möglich war es , ist ja klar, aber als ich mit dem üben begonnen habe, bemerkte ich, dass ich mich nur drastisch verlangsamt habe. Anstatt schneller und besser voran zu gehen, habe ich das Gegenteil erlebt. Mit 10 Fingern war ich überhaupt nicht in der Lage annährend so schnell wie mit 2 Zeigefinger.
Genau das gleiche passiert wenn ein Neuling schnelles Lesen versucht zu erlernen. Man wird etwas langsamer und verwirrter als vorher. Dies ist auch der Grund warum so viele Menschen damit direkt aufhören und es für Scharlatanerie halten.
Es ist bewiesen (und dazu braucht man auch keine Aufwendigen Experimente sondern nur etwas Überlegung und Logik), dass unser Gehirn viel komplizierte und umfangreiche Prozesse steuert wie das Lesen von links nach rechts ein Wort nach dem Anderen.
Ähnlich läuft mit dem tippen mit 10 Fingern. Durch Wiederholung wird eine Taste nach der anderen eingeprägt und schließlich wird das Schreiben ziemlich schnell erfolgen. Am Ende kann man blitzschnell tippen ohne auf die Tasten zu schauen.
Schnelles Lesen Gegner meinen auch dass wenn man ja einmal schnelles Lesen erlernt hat, dann sollte man doch für alle Themengebiete das anwenden können. – noch ein Quatsch.
Wie sollte dass, den gehen? Wenn man sich in einer Materie spezialisiert – sagen wir mal Rechtswissenschaften (Jura also) dann ist es doch völlig klar, dass man den juristischen Wortschatz besser beherrscht hat und diese Begriffe auch schneller erkennt. Wie sollte man dann bitte mit der Geschwindigkeit von 1000 Wörter in der Minute Wissenschaftliche Texte über Kernphysik oder angewandte Psychoanalyse aufnehmen? Die Begriffe aus diesen Fächern sind doch für einen Juristen kaum bekannt.
Abschließend kann man sagen, dass schnelles Lesen sollte man für sich selbst möglichst effektiv und effizient anwenden. Und den Weg selbst herausfinden was und wie gelesen werden kann. Möglich ist es auf jedem Fall. Naja Es sei denn, dass man es nicht versucht, dann ist aber ja überhaupt nichts mehr möglich, sogar schnelles Lesen.