3.1 Voraussetzungen für gelungene Kompetenzentwicklung

Veröffentlicht am: in der Kategorie: Studium

Im dritten Kapitel der Bachelorarbeit wird die Untersuchung eingeleitet, die zum Ziel die Beantwortung der ersten Forschungsfrage hat. Es handelt sich dabei um Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für gelungene und nachhaltige Kompetenzentwicklung.

Ein der vielen möglichen Wege zur Untersuchung von Möglichkeiten und von Problemen der Kompetenzentwicklung bei Berufsanfängern ist es, die in der Literatur vertretenen Methoden und Theorien zu überprüfen, kritisch zu diskutieren und sie zu beurteilen. Diese Vorgehensweise ermöglicht auf Basis von vorhandener Kompetenzentwicklungsmethoden weitere und neuere Techniken abzuleiten. Ein solches Vorhaben kann aber auch Risiken mit sich bringen. Denn genau diese Methodik ähnelt der linearen Entwicklungsweise, die einem Berufsanfänger während seiner Schulzeit, und später während seiner Studienzeit, aufgezwungen wird.

Ein weiterer Nachteil von direkten Ableitungen aus vorhandenem Wissen ist, dass die neuen Techniken sehr wahrscheinlich den alten, bisher bekannten, ähneln. Schließlich entspringen sie aus den bekannten Methoden. Aus diesem Grund werden in dem kommenden Kapitel erstmal die Grundvoraussetzungen, also die wichtigsten Faktoren, die für die Kompetenzentwicklung von Relevanz sind, ermittelt.

Das Ziel ist es dabei, die günstigen Bedingungen und Kontexte zu ermitteln, die später individuellen Bedürfnissen der einzelnen Berufsanfänger angepasst werden können. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Findung von neuen, unbekannten Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung, oder macht den Findungsprozess zumindest wahrscheinlicher. Auch die Problemebene wird aus dieser Perspektive eine „Neu-Betrachtung" ermöglichen.

Es handelt sich dabei um eine multidimensionale Betrachtungsweise die Diversität von Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung fördern soll. Man kann diese Methode auch „Kompetenzentwicklung-Archeologie" nennen, ähnlich wie die „Selbstarcheologie" die von dem Andragogen Rolf Arnold vorgeschlagen wird. (Vgl. Arnold (2009), S. 151)

3.1.1 Vom linearen zum organischen Kompetenzverständnis

Post author

Autor: Krzysztof