3.2.3 Probleme, Grenzen und Gefahren: Kompetenzentwicklung in Teams

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Abschnitt 3.2.3 beschriebt die Probleme, Grenzen und Gefahren in Bezug auf Kompetenzentwicklung in Teams. Kompetenzen werden in Gruppen anders entwickelt als das individuell der Fall ist. Vor allen die Gefahr der falschen Kompetenzentwicklung ist in Gruppen (wegen dem sozialen Kontext) viel größer als bei einzelnen Menschen.

3.2.3 Probleme, Grenzen und Gefahren: Kompetenzentwicklung in Teams

Gemeinsame Kompetenzentwicklung wird auf den Fundamenten der individuellen Kompetenzentwicklung aufgebaut. Um die Entwicklung von Kompetenzen in nachhaltige Richtung anzustoßen, bedarf es spezifischer Impulse, einen geeigneten Rahmens und förderliche Atmosphäre (Vgl. Bergmann (2006a), S. 12).

Von den Impulsen, dem Rahmen und der Atmosphäre hängt ab, ob die Kompetenzen die in Teams und von Teams entwickelt werden, einen kooperativen oder einen kompetitiven Charakter aufweisen. Daher ist auch der Charakter der individuellen Persönlichkeiten die im Team agieren von großer Relevanz. Fehlerhafte Impulse, ein ungeeigneter Rahmen sowie Atmosphäre der Angst und Unterdrückung kann Teams dazu bewegen, Kompetenzen in völlig falsche und nichtnachhaltige Richtung zu entwickeln. Stabile Persönlichkeitsbilder sind in der Lage das Verhalten zu reflektieren und in eine Richtung zu entwickeln, die für alle Teilnehmer zufriedenstellend ist.

Unternehmen wie Monsanto oder Enron können als Beispiel für effektive Entwicklung von Teamkompetenzen in verkehrte Richtung genannt werden. Weisen die einzelnen Teammitglieder keine stabilen und selbstreflektierenden Persönlichkeiten auf, so können verheerend und zerstörerisch wirken.

Das Thema der Kompetenzentwicklung in Teams wird in der Literatur sehr fachspezifisch behandelt. Ein Leser, der über wenig Erfahrung in diesem Bereich verfügt, wird von dem Fachvokabular, Methoden und Verfahren eher abgeschreckt als für sie motiviert. Kompetenzentwicklung auf der Gruppenebene in Unternehmen kann ähnliche wie die individuelle Kompetenzentwicklung, aus der Begeisterung, Leidenschaft und inneren Neigungen entspringen. Die Akzeptanz von Berufsanfängern in Team wird umso wahrscheinlicher, je mehr Begeisterung und Leidenschaft sie im Bezug auf die Aufgaben zeigen können. Sie kommunizieren ihre Kompetenz unbewusst und enthüllen eigene Stärken, als wenn sie über eigene Kompetenzen nur verbal zu überzeugen versuchen. Ganzheitliches Denken wird wahrscheinlicher, wenn ein Individuum „in seinem Element", also kompetent ist (Vgl. Heyse/Erpenbeck (2004), S.89-93).

3.3 Tools für gelingende Kompetenzentwicklung mit Hilfe von Web 2.0

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Autor: Krzysztof