3.3.2 Kompetenzentwicklung mit Blogs, Web 2.0

Veröffentlicht am: in der Kategorie: Studium

Abschnitt 3.3.2 beschäftigt sich mit der Kompetenzentwicklung mit Hilfe von Blogs und Web 2.0. Blogs werden meistens aus intrinsischer Motivation betrieben. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein Absolvent sein Thema mit Flow, Leidenschaft und Begeisterung anderen Präsentiert.

3.3.2 Kompetenzentwicklung mit Blogs, Web 2.0

Fraglich ist, welche der oben genannten Web 2.0 Instrumente für Kompetenzentwicklung bei Berufsanfängern vorteilhaft sind. Durch stark ausgeprägte Labilisierung und relativ starkes Dissonanzpotenzial eignen sich alle oben genannten Alternativen zu Kompetenzentwicklung in verschiedenen Kontexten.

An dieser Stelle wird die Rolle der Blogs und Wikis besonders hervorgehoben. Blogs und Wikis erfühlen sämtliche Voraussetzungen, die im Laufe dieser Arbeit dargestellt wurden um auf Basis von intrinsischer Motivation, mit Begeisterung eigene Kompetenzen zu entwickeln. Vor allem Blogs sind hochstrukturiert (Vgl.Hornung-Prähauser (2008), S.176-177). Durch das Betreiben eines Blogs oder eines Wikis, eignet sich der Berufsanfänger eine Reihe von neuen Kompetenzen an. Er handelt aus innerer Überzeugung und dadurch auch begeisterungswahrscheinlich. Der wichtigste Vorteil, der an dieser stelle nicht vergessen werden darf, ist wohl die unerschöpfliche Freiheit und Kontinuität. Bei der Themenbestimmung für ein Blog oder ein Wiki kann sich der Berufsanfänger auf Themen einschränken, die für ihn besonders von Bedeutung sind. In den meisten Fällen sind das dann auch Themen, zu denen er eine umfangreiche Erfahrung sammeln dürfte. Dadurch kann er seiner Leidenschaft folgen. Ähnlich wie im Ansatz von Bergmann: Liebe, Lust und Leidenschaft. Des Weiteren geben Blogs und Wikis die Möglichkeit immer weiter fortschreitender Kompetenzentwicklung. Sie sind keine geschlossene Regelkreise, sondern „nach oben geöffnete" Systeme, wie das Solution Cycle. Dadurch wird die Entwicklung von eigenen und von fremden Kompetenzen möglich und wahrscheinlich.

Die Publikationsmöglichkeiten der Web 2.0 Instrumente erfühlen sowohl die Voraussetzungen die laut Csikszentmihalyi notwendig sind um Flow zu erreichen. Auch die Bestandselemente der Begeisterung die von Robinson aufgeführt werden, werden überwiegend aktiviert. Eine Web 2.0 Publikation (Blog, Wiki und Co.), wird meistens mit einem klaren Ziel verwirklicht. Dies kann eine Lernplattform sein (Beispiel: Edublogs.org), eine Enzyklopädie (Wikipedia, wikia) oder aber ein Technik-, Wirtschaft-, Systemtheorieblog. Dank dem kooperativen Aspekt von Blogs und Wikis, ist die Zusammenarbeit mit Anderen die sich im Bezug auf das Thema begeistern fast unvermeidbar. Die Kommentarfunktionen bilden die Grundlage für unmittelbares Feedback sowie bahnen die Vernetzung zwischen dem Leser und dem Autor. Häufig sind die Leser gleichzeitig auch Autoren, und zwar von eigen Blogs, Wikis oder anderweitigen Web 2.0 Publikationen. Auch der autotelische Charakter der Tätigkeit wird in den Web 2.0 Publikationen erkennbar. Jeder Autor entscheidet selbst zu welchem Thema er ein Projekt ins Leben berufen möchte. Die Möglichkeit zu experimentieren und spielen ist durch die Kontrolle über das Projekt gewährleistet. Die unabdingbaren Faktoren, die nach Robinson dazu notwendig sind, um „das eigene Element" zu finden (natürliche Begabung, Prädisposition, persönliches, inneres Interesse, Eignung und Begeisterung, Einstellung und Gelegenheit, Fantasie (Unbefangenheit), Freiheit und Authentizität, Aufgeschlossenheit , Inspiration finden, Verständnis fördern, Clan (Bestätigung, Inspiration, Alchemie der Synergie, Deindividuation), Mentorat, und schließlich Engagement, schlagen sich in den meisten Web 2.0 Projekten nieder. Damit hat jeder Berufsanfänger die Möglichkeit seine eigenen Kompetenzen möglichst nah an den individuellen Interessen, Neigungen und auch Begabungen zu entwickeln. Web 2.0 ermöglicht damit einem Berufsanfänger die ersten Erfahrungen zu sammeln und Kompetenzen in einem oder mehreren spezifischen Bereichen zu entwickeln. Dies kann schon während des Studiums geschehen, dadurch wird der Berufsanfänger gezielter auf seinen Berufseinstieg vorbereitet.

Bei Berufsanfängern, die sich selbst mit Hilfe von Web 2.0 Werkzeugen auf diese Weise Kompetenzen aneignen und sie nach außen zeigen können, kann die Wahrscheinlichkeit der Teamakzeptanz stark erhöht werden. Ein Bewerber wird anders beurteilt, wenn er deutschlandweit das führende Blog zum einem spezifischen Thema betreibt, als jemand der zu seiner Berufung kein solches Projekt nachweisen kann. Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen verhelfen damit der Akzeptanz innerhalb eines Teams.

3.3.3 Probleme, Grenzen und Gefahren von Tools für Kompetenzentwicklung

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Autor: Krzysztof