3.3.3 Probleme, Grenzen und Gefahren von Tools für Kompetenzentwicklung

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Abchnitt 3.3.3 Probleme, Grenzen und Gefahren von Tools für Kompetenzentwicklung schließt die Untersuchung von Werkzeugen von gelungene und gelingende Kompetenzentwicklung ab. Dabei wird es auf

3.3.3 Probleme, Grenzen und Gefahren im Bezug auf Tools für Kompetenzentwicklung.
Die Werkzeuge des Web 2.0 bringen nicht nur Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung mit sich, sondern auch Probleme. Als besonders kritisch kann die mangelhafte Qualität von vor allem „jungen" Projekten aufgefasst werden. Außerdem kann der Wissensgehalt und das Wissensgenerierungspotenzial von solchen Projekten relativ bescheiden sein. Sowohl der Wissensgehalt als auch das Wissensgenerierungspotenzial hängen von den gesetzten Zielen und dem Kompetenzniveau des Autors ab.

Eine Fehlentwicklung kann man im Bezug auf Web 2.0 auf dem IT-Markt beobachten. Eine Fülle von Projekten beschäftigt sich mit neusten elektronischen Produkten, die unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden, schwer rückstandslos und umweltgerecht zu entsorgen sind und teilweise sogar den Kunden schaden. Auf der einen Seite ist der Wissensgehalt dieser Projekte gering. Denn sie übermitteln die schon bekannten Produktbeschreibungen. Auf der anderen Seite verhelfen sie den Produzenten von fragwürdigen Produkten beim Absatz und Vertrieb der Ware, die den Kunden keinen sinnvollen Nutzen stiften.

Der soziale Aspekt kann vor diesem Hintergrund sowohl als vorteilhaft (weil er in irgendeiner Form vorhanden ist, beispielsweise durch Vernetzung, Kooperation) als auch als nachteilig aufgefasst werden. Denn soziale Kommunikation kann kaum mit Hilfe von Medien wie Computern, wirklich sozial statt finden. Die Kommunikation wird stark eingeschränkt übermittelt. Vor allem fehlt es an die Begegnung von Menschen miteinander. Die Begegnung ist aber für das soziale Miteinander unabdingbar. Hinzu kommt, dass das Unbewusste kaum übermittelt werden kann. Auf der Grundlage von Kommunikationstheorien von Watzlawik und Schulz von Thun kann man sagen, dass nur die Sachebene - die spezifischen Informationen kommuniziert werden. Weiteren Elemente wie: Selbstoffenbarung, Beziehung und Appel werden durch den Einsatz des Mediums Computer, herausgefiltert oder finden nur begrenzt statt.

Des Weiteren kann eine Tendenz zum Wachstum anstatt zur Entwicklung bei den Blogs, Wikis und anderen Web 2.0 beobachtet werden. Aus dieser Perspektive bringt das Wachstum zwar immer größere, teilweise auch finanzielle Erfolge mit sich. Nachteilig ist aber, dass die Autoren von solchen Projekten die Entwicklung verdrängen anstatt sie zu fördern. Der Fokus wird dann auf Spezialisierung, Effizienz und möglichst geringen Aufwand bezüglich der Zielerreichung gesetzt. Die Vorbildfunktion von erfolgreichen Betreibern von Projekten verleitet andere zum Nachahmen. Dadurch wird der negative Effekt weiterhin verstärkt. Das Verhalten ähnelt in diesem Fall den Bewegungen eines trivialen Schwarms. Aus diesem Grund ist eine ständige Reflexion und Überprüfung nötig.

4. Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsveränderung durch Kompetenzentwicklung

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Autor: Krzysztof