5. Fazit und Ausblick
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5. Fazit und Ausblick - Abschließende Überlegungen und Ergebnisse der Untersuchung zum Thema: Möglichkeiten und Probleme der Kompetenzentwicklung bei Berufsanfängern. Der Fazit der Bachelorarbeit latuet: Diversifikation statt Spezialisation - Entwicklung statt Wachstum.
5. Fazit und Ausblick
Der Mensch ist mit seinen Muskeln, dem Gehirn und dem gesamten Körper von der Natur aus, auf „sich an Neues adaptieren" neurobiologisch vorprogrammiert. Wir sind geborene aktive Lerner, Entdecker, Gestalter, Problemlöser - eben Kompetenzentwickler. Wir können alles erreichen wenn wir nur genug Zeit für eine Tätigkeit einsetzen und diese mit Begeisterung üben. Da aber alles erreichbar ist, obliegt uns eine große Verantwortung und zwar dafür, in welche Richtung wir unsere Kompetenzen entwickeln.
Die Bildungseinrichtungen motivieren uns um Berufe zu erlernen, anstatt Berufungen zu finden und Tätigkeiten nachzugehen, die wir leidenschaftlich ausführen. Finanzielle Aspekte, Gewinn- und Wachstumsorientierung verschärfen die Probleme der globalisierten Kontexte zunehmend. Was im Endeffekt dazu führt, dass wir mit unserem beinah unerschöpflichen, kreativen, inneren Potenzial anstatt zu Potenzialentwicklern, zu Nutzern von begrenzten Ressourcen werden. Zunehmende Spezialisierung trivialisiert die Menschen, die Schritt für Schritt komplexer werdende Aufgaben benötigen, um über sich selbst hinauswachsen zu können. Um die Zukunft menschlich gestalten zu können, werden Bildungseinrichtungen benötigt, die Unterschiedlichkeit der Talente von Schüler fördern. Man muss suchen, um das zu finden, was fehlt. Laut Gerald Hüther: „Wettbewerb erzeugt Hochleistungssportler und Fachidioten. Biologisch gesehen ist das irrsinniger Blödsinn, denn Entwicklung schafft man nur dann, wenn sich etwas verbindet - neue Ideen, Menschen, Bereiche werden verbindet oder verknüpft und nicht auf die Laufbahn der Konkurrenz geschickt." (Hüther (2008) DVD, 1:55:30).
Als Fazit dieser Arbeit kann man die Richtung für die Kompetenzentwicklung bei Berufsanfängern mit dem kurzen aber prägnanten Satz zusammenfassen: „Diversifikation statt Spezialisation - Entwicklung statt Wachstum". Die komplexe Problematik, die in den drei Forschungsfragen angesprochen wurde, kann zum Vorteil umgewandelt werden, wenn nicht nur Berufsanfänger, sondern alle: erstens - ihren inneren Neigungen, Talenten und Interessen folgen, zweitens - sich in Gruppen zusammenschließen und die Vorteile der übersummantiven Intelligenz nutzen und sich gegenseitug unterstützen, und drittens - die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts nutzen um Kompetenzen nachhaltig, gemeinsam und im Einklang mit der Umwelt zu entwickeln. (Vgl. Wiesner (2005), S.58). Wir kreieren unsere eigene Wirklichkeit und wir sind auch in der Lage sie zu verändern. Dank unserem fast unerschöpflich kreativen Potenzialen sind wir in der Lage aus Problemen, die wir zum Teil selbst verursacht haben, neue Möglichkeiten zu erschließen. Die Fühle der Umwelt-, Beziehungs-, und Finanzprobleme beschert uns einen Brunn, aus dem wir reichlich schöpfen können und unsere kreative, schöpferische und entdeckerische Potenziale anwenden und dadurch entwickeln können. Und zwar sowohl in ökonomischen als auch in sozialen und ökologischen Kontexten.
"The dogmas of the quiet past, are inadequate to the stormy present. The occasion is piled high with difficulty, and we must rise with the occasion. As our case is new, so we must think anew and act anew. We must disenthrall ourselves, and then we shall save our country. " (Lincoln (1862), S.537).