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HCI
23. Januar 2014

Analyseparameter für Public Displays, wie wichtig ist Inhalt (Content)?

Unter den Analyseparametern Inhalt (Content), Kontrolle, Entfernung, Betrachtungswinkel, Identität, Bewegung und Standort stellt sich die Frage wie wi

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Unter den Analyseparametern Inhalt (Content), Kontrolle, Entfernung, Betrachtungswinkel, Identität, Bewegung und Standort stellt sich die Frage wie wichtig die jeweiligen Parameter sind. Dieser Abschnitt beschäftigt sich detailliert mit den einzelnen Parametern.

Zu den wichtigsten Analyseparametern mit Hilfe dessen Public Displays untersucht werden können gehören: Inhalt (Content), Kontrolle, Entfernung, Betrachtungswinkel, Identität, Bewegung und Standort. Diese werden im Folgenden genauer beschrieben.

Inhalt - (Content)

Wie schon im vorangegangenem Abschnitt angedeutet, spielt der mit Hilfe eines Public Displays angebotene Inhalt die entscheidende Rolle für die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Kundenbeziehung. Dabei kann der Abschnitt Content in zwei Unterbereiche aufgeteilt werden: zum einen in „was angezeigt wird" und zum anderen „wie es angezeigt wird". (vgl. Churchill).

Um die Wirksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit an Public Displays zu untersuchen, eignet sich die Überlegung: wie viel Zeit schenkt der Betrachter einem solchen Medium. Geht er flüchtig an einem aktiven Public Displays vorbei, oder aber hält er kurz an um die Botschaft bewusst wahrzunehmen? Schon an dieser Stelle wird es deutlich, dass Public Displays die einfach nur Werbung anzeigen, einen vermeintlichen Mehrwert für die Unternehmen, aber kaum Informationsgehalt für den Kunden bieten, nicht mehr das Kriterium der Wirksamkeit erfüllen.
Hat dagegen der Betrachter die Möglichkeit der Interaktion mit dem Inhalt und bietet ein Public Displays einen für den Benutzer relevanten Inhalt, ergänzt mit Werbung, kann sich die Verweildauer in der nähe eines Public Display um das Vielfache verlängern. (vgl. Churchill)

Kontrolle

Die herkömmlichen Public Displays werden inhaltlich vollständig von den Betreibern, bzw. den Anbietern kontrolliert (vgl. Clinch, S. 133). Inhalte werden sorgfältig erstellt, überprüft, sogar evaluiert und dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dadurch entsteht für die Anbieter eine bequeme Situation, in der keine unerwarteten Probleme auftreten können. Diese Verschlossenheit gegenüber unerwarteten Ereignissen wird aber gleichzeitig auf die Kunden übertragen, denen die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Inhalt verweigert wird. Davies at al. machen in dem Paper „Open Display Networks: A Communications Medium for the 21st Century" deutlich, dass eine Innovation auf dem Markt der Public Displays nur dann möglich wird, wenn die Public Displays Systeme, bzw. Netzwerke im gewissen Maße zu offenen Systemen umgewandelt werden. (vgl. Davies, S. 58)


Der Aspekt der Kontrolle hat einen unmittelbaren Einfluss für den Aspekt des Contents. Wird ein Public Display System zumindest teilweise offen gestaltet, bietet sich die Möglichkeit den Nutzern personalisierte Inhalte anzubieten. Die Personalisierung beeinflusst weitere Parameter wie Nutzungsdauer, Interesse, und schließlich die Interaktion. Offene Public Displays Systeme ermöglichen Interaktion mit den Inhalten und zwar auf eine ähnliche Art wie die Betrachter der werbenden Public Displays mit ihren persönlichen Computern oder Smartphones interagieren.


In dem den Benutzern von Displays die Möglichkeit der Interaktion mit dem Content des Displays gegeben wird, bedeutet es nicht gleichzeitig, dass die Anbieter der Displays auf die Kontrollmöglichkeit vollkommen verzichten müssen. Ganz im Gegenteil. (vgl. Cardoso)
Als eine mögliche Lösung kann eine API Schnittstelle in Betracht gezogen werden, die den Betreibern oder den Entwicklern von Inhalten ermöglicht, Kundenorientierte Applikationen für Public Displays anzubieten. Clinch at al. bieten die Designrichtlinien für einen solchen Application Store (vgl. Clinch (2012), S.136). Im weiteren Verlauf dieses Papes wird ein detailliertes Modell für Anbieter von Applikationen für Public Displays und deren Nachfrager abgebildet.  Mit Hilfe der API Schnittstelle kann die Nutzung der Public Displays überwacht und analysiert werden, sowie auf Konformität mit eigenen, Unternehmensinternen Vorgaben überprüft werden. Wie es scheint, durch einen geringen Verzicht auf die Kontrolle seitens der Anbieter von Displays, gewinnen diese, einen weitaus größeren Mehrwert in Bezug auf die Nutzungsinformationen und Kooperationsmöglichkeiten mit Entwicklern von Public Displays Applikationen. Alle diese Maßnahmen können für die Kunden ein inhaltsreiches und durchaus wertvolles Angebot an Informationsquellen darstellen. Maßnahmen wie diese tragen zu Nachhaltigkeit und Intensität der Kundenbeziehung bei. (vgl. Davies, S. 59)

Um Multi-Content Public Displays sinnvoll zu gestalten sollen Kriterien festgelegt werden, die darüber entscheiden, welcher Inhalt welchen Betrachtern angezeigt werden kann. Multi-Content Displays haben als Kernaufgabe gleichzeitige Darbietung von Inhalten für verschiedene User, kombiniert mit der Interaktionsmöglichkeit. Greenberg et al. stellten in dem Paper „Proxemic Interactions: The New Ubicomp?" eine Systematisierung vor, die für Multi-Content Public Displays angewendet werden kann. Dabei wird zwischen Entfernung, Betrachtungswinkel, Bewegung, Identität und Aufstellungsort unterschieden (vgl. Greenberg, S. 44).

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Autor: Krzysztof