App für Menschen mit Migrationshintergrund: Projektdefinition, Beschreibung, Umfang und Ziel
Projektbeschreibung: Mukui eine Applikation für Menschen mit Migrationshintergrund. Das Ziel der App ist es den Einwanderern den Einstieg in Deutschla
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Meinen Studienplan erstellenProjektbeschreibung: Mukui eine Applikation für Menschen mit Migrationshintergrund. Das Ziel der App ist es den Einwanderern den Einstieg in Deutschland zu erleichtern, vor allem den Zugang zu Bildung ermöglichen.
Das Thema der diesjährigen Usability Challenge lautet „Gesellschaftliche Verantwortung im demografischen Wandel - Entwicklung eines Konzeptes einer Anwendung zur Unterstützung altersbedingter, kultureller und barrierefreier Aspekte im Haushalt". Es werden also Drei Hauptaspekte angesprochen - die alternde Gesellschaft, der kulturelle Wandel und die Barrierefreiheit.
Die folgende Dokumentation beschreibt den Prozess der prototypischen Umsetzung der Smartphone Applikation MUKUI, einer Applikation die die Nutzer ausländischer Herkunft anhand von dem Standort über die Möglichkeiten der Weiterbildung, vor allem des Einstiegs in universitäre Bildung, informiert. Die Applikation MUKUI greift somit zwei der drei Aspekte der diesjährigen Usability Challenge Thematik: die Barrierefreiheit und den kulturellen Wandel.
Das Ziel der Applikation ist es, möglichst vielen Menschen mit Migrationshintergrund einen kulturellen und intellektuellen Einstieg in Deutschland zu ermöglichen bzw. zu vereinfachen. Eine moderne Gesellschaft ist in Zeiten des demografischen Wandels auf die kulturelle Diversität und auf hohes Bildungsniveau der Einwanderer angewiesen. Bildungs-Inländer, die in Deutschland aufgewachsen sind, finden leichter einen Zugang zur Weiterbildung in der Bundesrepublik, weil sie sich in dem Heimat-System bestens auskennen. Bildungs-Ausländer, die aus anderen Ländern nach Deutschland ihren Wohnsitz verlagern, verfügen nur in seltensten Fällen über diese System- Kompetenz. Dadurch entsteht eine Kluft, die schwer zu überwinden ist. Zahlreiche Einwanderer bilden sich nicht weiter, weil sie die Angebote nicht wahrnehmen, die häufig in derselben Stadt oder demselben Bundesland zur Verfügung stehen. Die Ursache ist in den meisten Fällen die Unkenntnis über die Weiterbildungsmöglichkeiten einerseits, und die Unkenntnis über die Zugangs- bzw. Zulassungsvoraussetzungen andererseits. Es ist schwer nach etwas zu suchen, von dessen Existenz man keine Kenntnis hat. Die Applikation MUKUI greift diese Problematik auf und bietet einen Lösungsvorschlag an.
Ist-Analyse und Soll-Konzept, theoretischer Rahmen
Ein Smartphone bietet die Möglichkeit, einen tragbaren Computer permanent bei sich zu führen. Telefonieren scheint nur eine Nebenfunktion dieser Geräte geworden zu sein. Viel mehr freuen sich Smartphones großer Beliebtheit wegen der Fähigkeit Applikationen zu installieren, die diese Geräte funktionstechnisch erweitern. Laut dem Statistikportal de.statista.com stehen alleine im App-Store der Firma Apple rund 900.000 Programme zur Verfügung, die die Funktionalitäten des iPhones erweitern. Unter zahlreichen Applikationen und für den Bildungsbereich, sucht man vergeblich nach Programmen, die den einstieg in die universitäre Welt erleichtern. Damit ist der Werbeslogan von Apple „Es gibt für alles eine App" irreführend.
Die Nutzung von Smartphones und Applikationen in Deutschland. Wie ist der Status Quo?
Den Gebrauch von Smartphones, und darauf installierten Applikationen, kann man heutzutage als alltägliche, gewohnheitsmäßige Handlung ansehen. Nach der Studie "Nicht ohne mein Handy - Status Quo der Nutzung der mobilen Geräte 2013 - in Deutschland und der Welt", die das Portal
Mobilbranche.de ausgewertet hat, würden 75 % der Deutschen das Haus ohne ihr Mobiltelefon nicht verlassen. Der durchschnittliche Deutsche hat 33 App auf seinem Gerät installiert, davon werden im Durchschnitt 18 Apps aktiv genutzt. Die am meisten genutzten Apps sind Facebook, gefolgt von Whatsapp (Vgl. Ramisch 2013 / A. 4 Abb.7).
Aus diesen Daten lässt sich für uns schlussfolgern, dass die Nutzung von Smartphones in Deutschland weit verbreitet ist und unser Vorhaben eine SmartphoneApp zu gestalten erfolgsversprechend erscheint. Die hohe Nutzung von Communitys (Facebook) und Chats wie Whatsapp (Vgl. Ramisch 2013 / A.4 Abb. 8) bestätigte uns in unserem Anspruch eine App zu entwickeln, die in ihren Funktionen und Kategorien eine Anknüpfung an Facebook berücksichtigt und darüber hinaus den Nutzern die Möglichkeit bietet untereinander in Kontakt zu treten. Dies ist besonders bei einer App, die eine Hilfestellung für Migranten darstellen soll von großer Wichtigkeit.
Theoretischer Rahmen - Solution Cycle
Für die Entwicklung des Prototypen der MUKUI Applikation entschieden wir uns eine wirksame Methode anzuwenden, die in Unternehmen unabhängig der Branche, als ein Werkzeug für Lösung der Probleme und Erkennen der Lernpotentiale genutzt wird, und die von dem Inhaber des Lehrstuhls für Innovation- und Kompetenzentwicklung an der Universität Siegen, Prof. Dr. Gustav Bergmann entwickelt worden ist. Der Lern- und Lösungszyklus (Solution Cycle) ist das Grundmodell des problemlösenden Lernens. Innerhalb dieser Methode wird aktuelles Wissen ermittelt, neue Verknüpfungen geschaffen und der Prozess reflektorisch hinterfragt (Vgl. Bergmann 2001).
Das Solution Cycle ist universell einsetzbar für die Produktentwicklung, die Planung der Kommunikation, Projektmanagement oder die strategische Planung. Es bietet ausreichend Spielräume für Anpassung an die im Prozess aufkommende Dynamik und Komplexität. Die Methode basiert auf acht Schritten, die in drei Modi aufgeteilt werden können.
   1.   Im Perzeptionsmodus oder Wahrnehmungsmodus - werden gemeinsame Sichtweisen und Beobachtungen ausgetauscht. Hierzu gehören die Schritte: 1. Erkennenn und 2. Klären.
   2.   Im Kreativmodus wird Engagement entfacht, die Lösungen kreiert, Veränderungen angestossen und realisiert werden. Die hierzu gehörende Schritte sind: 3. Lösen, 4. Planen, 5.Verändern.
   3.   Im Reflexivmodus wird das Neuerfahrene systematisiert, Positives von Negativen getrennt, 
bewertet und reflektiert werden. Zu diesem Modus gehören die Schritte; 6. Kontakt finden, 7. 
Lernen und 8. Loslösen oder Abschließen.
In diesem Entwicklungszyklus wechseln sich öffnende und strukturierende Phasen ab. Nach einem Abschnitt der Beschleunigung, folgt ein Abschnitt mit entschleunigendem Charakter. (Vgl. Bergmann 2006, S. 144)

Begründung: Weil die Methode interdisziplinär, nutzerorientiert, offen und zyklisch konzipiert ist, haben wir sie für die Durchführung unserer konzeptionellen Aufgabe ausgewählt.