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Check-In Routine

A
von @Admin
Gewohnheiten & Routinen

Wie etabliere ich ein wöchentliches Beziehungs-Meeting zur Konfliktprävention?

Projekt-Plan

7 Aufgaben
1.

Verstehe das Fundament der Routine. Ein wöchentlicher Check-In besteht nach aktuellen Best Practices aus 4 Phasen:

  • 1. Wertschätzung: Jeder nennt 5 Dinge, die er am anderen in der letzten Woche geschätzt hat.
  • 2. Was lief gut? Gemeinsame Erfolge oder schöne Momente reflektieren.
  • 3. Konflikt-Bearbeitung: Themen ansprechen mit 'Ich-Botschaften' (z.B. 'Ich habe mich einsam gefühlt, als...').
  • 4. Planung: 'Was kann ich nächste Woche tun, damit du dich geliebt fühlst?'.

Erledigt, wenn: Du die 4 Phasen verinnerlicht hast.

2.

Verknüpfe das Meeting mit einer bestehenden Gewohnheit (Habit-Stacking), um den Autopilot-Modus zu nutzen.

  • Vorschlag: 'Direkt nach dem Sonntagsfrühstück, wenn der letzte Kaffee eingeschenkt ist' oder 'Sonntagabend um 20:00 Uhr, bevor die erste Serie läuft'.
  • Lege einen festen Ort fest (z.B. der Esstisch, nicht das Bett).

Erledigt, wenn: Ein fester Zeitpunkt und ein konkreter Auslöser (Trigger) definiert und im Kalender eingetragen sind.

3.

Wähle dein Werkzeug für die Dokumentation:

  • Digital: Die App 'Paired' (Testsieger 2024/25) bietet geführte Fragen und Übungen.
  • Analog: Ein hochwertiges Notizbuch wie das 'Leuchtturm1917' (A5, punktiert) wirkt ritueller und reduziert Bildschirmzeit.
  • Lege das Tool sichtbar an den Ort, an dem das Meeting stattfinden wird.

Erledigt, wenn: Die App eingerichtet oder das physische Notizbuch am Bestimmungsort platziert ist.

4.

Starte extrem klein, um die Hürde niedrig zu halten.

  • Fokus: Nur Phase 1 (Wertschätzung).
  • Nenne deinem Partner 5 konkrete Dinge der letzten 7 Tage (z.B. 'Danke, dass du den Müll rausgebracht hast, ohne dass ich fragen musste').
  • Keine Kritik, keine Problemanalyse in dieser Woche.

Erledigt, wenn: Das erste 10-Minuten-Gespräch erfolgreich abgeschlossen wurde.

5.

Steigere die Intensität moderat.

  • Phase 1 (Wertschätzung): Wiederhole die 5 Punkte.
  • Phase 2 (Was lief gut?): Besprecht 2 Momente, in denen ihr euch als Team gefühlt habt.
  • Phase 4 (Liebe zeigen): Stellt euch die Frage: 'Was brauchst du nächste Woche von mir?'.
  • Phase 3 (Konflikte) bleibt weiterhin ausgeklammert.

Erledigt, wenn: Das Meeting um die positiven Zukunftsaspekte erweitert wurde.

6.

Führe nun die vollständige Struktur ein, inklusive Phase 3 (Konflikte).

  • Nutze die ATTUNE-Regel für schwierige Themen:
    • Awareness (Gefühle wahrnehmen)
    • Tolerance (Akzeptieren, dass es zwei Wahrheiten gibt)
    • Understanding (Verstehen wollen statt Antworten suchen)
    • Non-defensive listening (Zuhören ohne Rechtfertigung).
  • Begrenze die Konfliktzeit auf maximal 15 Minuten.

Erledigt, wenn: Alle 4 Phasen (Wertschätzung, Wins, Konflikte, Planung) in einem Meeting durchlaufen wurden.

7.

Nach 3 erfolgreichen Terminen gilt die Routine als 'angelegt'.

  • Reflektiert kurz: Ist der Zeitpunkt (Trigger) noch passend?
  • Belohnt euch nach dem Meeting (z.B. ein gemeinsames Dessert oder ein kurzer Spaziergang), um die Routine positiv im Gehirn zu verankern.

Erledigt, wenn: Das vierte Meeting im Kalender bestätigt ist und eine kleine Belohnung definiert wurde.

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