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Co-Parenting nach Trennung

A
von @Admin
Familie & Elternschaft

Wie kommunizieren wir als Eltern nur über die Kinder, ohne in alte Streits zu verfallen?

Projekt-Plan

8 Aufgaben
1.

Nutze eine dedizierte Co-Parenting-App statt WhatsApp, um Privates von Organisatorischem zu trennen.

  • ClanPlan (fokusiert auf den deutschsprachigen Raum, iOS) oder 2houses (plattformübergreifend) bieten gemeinsame Kalender, Finanz-Tracker und Infospeicher (Arztkontakte, Kleidergrößen).
  • Lade den anderen Elternteil aktiv ein und richte das Profil für das Kind/die Kinder ein. Erledigt, wenn: Die App auf beiden Smartphones installiert und das erste gemeinsame Event (z.B. nächstes Wochenende) im Kalender eingetragen ist.
2.

Kommuniziere nach dem Standard von Bill Eddy, um Konflikte zu minimieren:

  • Brief (Kurz): Maximal 2-5 Sätze.
  • Informative (Informativ): Nur Fakten, keine Meinungen oder Vorwürfe.
  • Friendly (Freundlich): Höfliche Anrede und Grußformel.
  • Firm (Bestimmt): Klare Ja/Nein-Fragen oder Terminsetzungen. Erledigt, wenn: Die nächste Nachricht an den Ex-Partner vor dem Absenden gegen diese 4 Kriterien geprüft und entsprechend gekürzt wurde.
3.

Nutze rechtssichere Vorlagen (z.B. vom Jugendamt oder IETE München), um Regelungen zu fixieren.

  • Definiere Hol- und Bringzeiten, Ferienaufteilung und den Umgang an Feiertagen.
  • Lege fest, wie mit außerordentlichen Kosten (Klassenfahrten, Hobbys) umgegangen wird. Erledigt, wenn: Ein Entwurf der Vereinbarung als PDF oder Ausdruck vorliegt, in dem die Felder für 'Regelmäßiger Umgang' und 'Ferien' ausgefüllt sind.
4.

Vermeide Streit um Geld durch objektive Daten. Seit 01.01.2025 gelten neue Mindestsätze:

  • 0-5 Jahre: 482 €
  • 6-11 Jahre: 554 €
  • 12-17 Jahre: 649 €
  • Ab 18 Jahre: 693 € (Werte sind Bedarfssätze vor Verrechnung des Kindergeldes von 255 €). Erledigt, wenn: Der monatliche Zahlbetrag basierend auf dem Nettoeinkommen und dem Alter des Kindes schriftlich fixiert wurde.
5.

Dieses Standardwerk hilft, die Perspektive des Kindes in den Fokus zu rücken.

  • Konzentriere dich auf das Kapitel zur Gefühlsregulation und wie Kinder Loyalitätskonflikte erleben.
  • Nutze die Erkenntnisse, um Übergabesituationen stressfreier zu gestalten. Erledigt, wenn: Das Buch gelesen oder die Kernpunkte (Fit-Prinzip) für die eigene Situation exzerpiert wurden.
6.

Wenn die Haustürschwelle ein Trigger für Streit ist, verlege die Übergabe auf neutralen Boden.

  • Nutze die Kita/Schule (einer bringt, der andere holt ab) oder einen öffentlichen Spielplatz.
  • Ziel ist es, den direkten Kontakt in hochemotionalen Momenten zu minimieren. Erledigt, wenn: Der nächste Übergabeort für die kommende Woche einvernehmlich (via App) auf einen neutralen Ort festgelegt wurde.
7.

Vereinbart als feste Regel: Auf Nachrichten, die keine sofortige Entscheidung erfordern (z.B. Diskussion über Erziehungsstile), wird erst nach 24 Stunden geantwortet.

  • Dies verhindert emotionale Impuls-Antworten.
  • Dringende Notfälle (Krankheit, Unfall) sind davon ausgenommen. Erledigt, wenn: Diese Regel explizit in die Kommunikationsrichtlinien der App oder der Elternvereinbarung aufgenommen wurde.
8.

Speichere alle wichtigen Dokumente an einem Ort, auf den beide Zugriff haben (z.B. in der App oder einem geteilten Cloud-Ordner).

  • Inhalt: Impfpass-Kopie, Krankenversicherungskarte-Nummer, Kontakt des Kinderarztes, Allergieliste, aktuelles Schulfoto. Erledigt, wenn: Alle genannten Dokumente hochgeladen und der Zugriff für den anderen Elternteil bestätigt wurde.
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