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Fair-Play-Methode

A
von @Admin
Beziehungen & Liebe

Wie verteile ich die unsichtbare Hausarbeit (Termine, Geschenke, Wäsche) gerecht zwischen den Partnern?

Projekt-Plan

12 Aufgaben
1.

Warum: Um das System der unsichtbaren Arbeit zu verstehen, ist die Methode von Eve Rodsky (Buch: 'Fair Play' / 'Auch Männer können bügeln') der aktuelle Goldstandard.

Wie:

  • Verinnerliche das CPE-Modell: Conception (Konzeption), Planning (Planung), Execution (Ausführung).
  • Verstehe, dass eine Aufgabe nur dann 'erledigt' ist, wenn eine Person alle drei Phasen (CPE) übernimmt.
  • Akzeptiere die Regel: 'Zeit ist für beide Partner gleich viel wert'.

Erledigt, wenn: Du das CPE-Prinzip deinem Partner in eigenen Worten erklären kannst.

2.

Warum: Man kann nur verteilen, was man sieht. Viele Aufgaben (z.B. 'Wissen, wann das Kind neue Schuhe braucht') werden oft übersehen.

Wie:

  • Nutze Kategorien: Haushalt, Kinder, Soziales/Geschenke, Finanzen, Wartung.
  • Notiere auch kognitive Aufgaben wie 'Termine koordinieren' oder 'Geschenke für Nichten planen'.
  • Nutze eine Vorlage wie den 'Mental Load Test' vom Equal Care Day.

Erledigt, wenn: Eine Liste mit mindestens 60-80 Einzelposten vorliegt.

3.

Warum: Emotionale Meilensteine beginnen mit Verständnis, nicht mit Vorwürfen.

Wie:

  • Vereinbare einen Termin (60 Min) ohne Handys/Kinder.
  • Fokus: 'Wie fühlen wir uns aktuell mit der Last?' statt 'Du machst zu wenig'.
  • Definiere das gemeinsame Ziel: Mehr Zeit für Verbindung und weniger Stress.

Erledigt, wenn: Beide Partner ihre aktuelle Belastungsskala (1-10) geteilt haben.

4.

Warum: Ein zentraler Ort für alle Termine eliminiert die Frage 'Wann war das nochmal?'.

Wie:

  • Nutze gängige Tools wie Google Calendar oder iCloud.
  • Erstelle separate Ebenen für 'Gemeinsam', 'Partner A', 'Partner B' und 'Kinder'.
  • Trage konsequent alle privaten und beruflichen Termine ein, die den anderen betreffen.

Erledigt, wenn: Alle Termine der nächsten 4 Wochen synchronisiert sind.

5.

Warum: Listen im Kopf müssen in ein System überführt werden, auf das beide Zugriff haben.

Wie:

  • Wähle eine App wie FamilyWall (All-in-One), Flatastic (für Aufgaben & Finanzen) oder Bring! (für Einkäufe).
  • Erstelle Kategorien für wiederkehrende Aufgaben (Wäsche, Müll, Putzen).

Erledigt, wenn: Die App auf beiden Handys installiert und verknüpft ist.

6.

Warum: Streit entsteht oft nicht durch die Aufgabe, sondern durch unterschiedliche Erwartungen an die Qualität.

Wie:

  • Gehe die Top 10 Aufgaben durch.
  • Beantworte: 'Wann ist die Wäsche für uns beide okay?' (z.B. gewaschen, getrocknet, im Schrank).
  • Einigt euch auf einen Standard, den beide akzeptieren können, ohne zu nörgeln.

Erledigt, wenn: Für die 5 streitanfälligsten Aufgaben ein Standard schriftlich fixiert ist.

7.

Warum: Vollständige Verantwortung (CPE) statt 'Helfen auf Zuruf'.

Wie:

  • Nutze die Liste aus Phase 1.
  • Weise jede Karte einer Person fest zu.
  • Wichtig: Wer die Karte hat, ist für Konzeption, Planung UND Ausführung zuständig.
  • Beispiel: Wer 'Geschenke' hat, weiß, wann wer Geburtstag hat, kauft das Geschenk und verpackt es.

Erledigt, wenn: Alle 100% der Aufgaben einem Namen zugeordnet sind.

8.

Warum: Um den Mental Load zu senken, muss der andere Partner die Aufgabe komplett aus seinem Kopf löschen können.

Wie:

  • Der 'Besitzer' darf entscheiden, wie und wann er die Aufgabe im Rahmen des MSC erledigt.
  • Der andere Partner darf nicht 'mikromanagen' oder erinnern.
  • Vertrauen ist hier die wichtigste Währung.

Erledigt, wenn: Eine Woche lang keine 'Erinnerungs-Nachrichten' (Nagging) verschickt wurden.

9.

Warum: Ein emotionaler Meilenstein. Faire Arbeitsteilung soll Zeit für das schaffen, was euch als Individuen ausmacht.

Wie:

  • Jeder definiert eine Tätigkeit, die ihn begeistert (Hobby, Projekt, Sport).
  • Blocke dafür feste Zeiten im Kalender (z.B. Dienstagabend).
  • Der Partner übernimmt in dieser Zeit 100% der Care-Arbeit.

Erledigt, wenn: Beide Partner ihren ersten 'Unicorn'-Termin im Kalender stehen haben.

10.

Warum: Um Fruststau zu vermeiden und das System an neue Gegebenheiten anzupassen.

Wie:

  • Fester Termin (z.B. Sonntagabend, 20 Min).
  • Agenda: 1. Was lief gut? (Wertschätzung), 2. Termine der nächsten Woche, 3. Karten-Tausch (falls nötig).
  • Keine Grundsatzdiskussionen, nur operative Planung.

Erledigt, wenn: Das Meeting 4 Wochen in Folge stattgefunden hat.

11.

Warum: Sichtbarkeit braucht Anerkennung. Mental Load wird oft als selbstverständlich hingenommen.

Wie:

  • Nenne jeden Abend eine Sache, für die du dem Partner dankbar bist (bezogen auf die Hausarbeit oder Fürsorge).
  • Beispiel: 'Danke, dass du heute den Wocheneinkauf komplett ohne Rückfragen erledigt hast'.

Erledigt, wenn: Das Ritual Teil der Abendroutine geworden ist.

12.

Warum: Um die Liebesbeziehung von der 'WG-Management-Ebene' zu trennen.

Wie:

  • Plane einen Abend pro Monat.
  • Regel: Es darf NICHT über Haushalt, Kinder oder Termine gesprochen werden.
  • Fokus auf gemeinsame Träume, Erlebnisse oder tiefere Gespräche.

Erledigt, wenn: Das erste Date ohne 'Orga-Talk' erfolgreich beendet wurde.

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