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Gender-Sprache

K
von @Krzysztof
Kommunikation & Soziales

Wie kommuniziere ich in einem Team, das unterschiedliche Ansichten zum Gendern hat, ohne zu polarisieren?

Projekt-Plan

6 Aufgaben
1.

Nutze dieses Buch, um die amtlichen Regelungen und die empfohlenen Ausweichformen (neutralisierende Begriffe) zu verstehen. Konzentriere dich besonders auf Kapitel 3 (Ersatzformen), um Alternativen zu Sonderzeichen zu finden, die oft polarisieren.

  • Fokus: Substantivierung (z.B. 'Lehrkraft' statt 'Lehrer*in')
  • Fokus: Partizipialformen (z.B. 'Mitarbeitende')
  • Fokus: Direkte Ansprache. Erledigt, wenn: Die 5 wichtigsten neutralen Ersatzformen für deinen Berufsalltag notiert sind.
2.

Ersetze aktiv Begriffe, die eine geschlechtsspezifische Endung haben, durch geschlechtsneutrale Alternativen aus der Datenbank von Johanna Usinger.

  • Suche nach Begriffen wie 'Kollegen', 'Experten' oder 'Kunden'.
  • Wähle die 'neutrale' Option (z.B. 'Team', 'Fachleute', 'Kundschaft'), um die Lesbarkeit zu erhalten und niemanden durch Sonderzeichen (Sternchen/Doppelpunkt) zu provozieren. Erledigt, wenn: 10 E-Mails ohne ein einziges Gender-Sonderzeichen, aber dennoch inklusiv versendet wurden.
3.

Konfiguriere das Tool so, dass es dich auf geschlechtergerechte Sprache hinweist.

  • Gehe in die Einstellungen -> 'Sprachausgabe' -> 'Gendern'.
  • Das Tool markiert maskuline Formen und schlägt Alternativen vor, bevor du auf 'Senden' klickst.
  • Dies hilft, unbewusste Muster zu durchbrechen, ohne dass du jedes Wort manuell prüfen musst. Erledigt, wenn: Das Add-on im Browser aktiv ist und die erste Korrektur in einem Dokument vorgenommen wurde.
4.

Initiiere beim nächsten Team-Meeting einen kurzen Austausch nach der 'Pragmatismus-Formel'.

  • Sage: 'Ich möchte, dass sich alle angesprochen fühlen, aber die Texte lesbar bleiben. Mein Vorschlag: Wir nutzen primär neutrale Begriffe (Team, Fachkräfte). Ist das für alle ein gangbarer Weg?'
  • Vermeide ideologische Debatten.
  • Ziel ist die Einigung auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Erledigt, wenn: Ein mündliches oder schriftliches 'Go' des Teams für die neutrale Schreibweise vorliegt.
5.

Nimm ein bestehendes Dokument und wende die Passiv-Strategie oder Infinitiv-Konstruktionen an.

  • Statt: 'Der Bewerber sollte...' schreibe: 'Wir freuen uns auf Kenntnisse in...'
  • Statt: 'Jeder Teilnehmer muss...' schreibe: 'Die Teilnahme erfordert...'
  • Dies ist die deeskalierendste Form des Genderns, da sie grammatikalisch unauffällig ist. Erledigt, wenn: Ein Dokument (min. 1 Seite) komplett neutralisiert wurde, ohne dass ein Leser 'Gendersprache' als solche explizit wahrnimmt.
6.

Fixiere die pragmatischen Regeln für dein Team kurz und knapp:

  1. Neutralität vor Sonderzeichen (z.B. 'Personal' statt 'Mitarbeiter*innen').
  2. Direkte Ansprache in E-Mails ('Guten Tag zusammen').
  3. Akzeptanz von Vielfalt: Wer Sternchen nutzen will, darf das; wer neutral schreibt, auch. Erledigt, wenn: Die Notiz im Team-Kanal gepostet und von den Key-Stakeholdern mit einem Emoji bestätigt wurde.
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