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Gitarren-Amp-Simulation

K
von @Krzysztof
Musik & Performance

Anleitung: Wie stelle ich Neural DSP oder Tonex ein, um einen echten Röhrensound aufzunehmen?

Projekt-Plan

8 Aufgaben
1.

Verwende den Inst/High-Z Eingang deines Interfaces (z.B. Focusrite Scarlett 4th Gen oder Universal Audio Volt).

  • Schalte den Gain-Regler am Interface auf 0 (Minimum), wenn du ein modernes Interface nutzt, da Neural DSP Plugins auf diesen Unity-Gain optimiert sind (-13 dBFS Referenz).
  • Schlage hart in die Saiten und prüfe, ob der Pegel in der DAW zwischen -12 dB und -6 dB peakt. Erledigt, wenn: Das Signal sauber in der DAW ankommt, ohne jemals die 0 dB (Clipping) zu berühren.
2.

Gehe in die Audio-Einstellungen deiner DAW:

  • Setze die Sample Rate auf 48 kHz (Standard für Video & Recording 2025).
  • Setze die Buffer Size auf 64 oder maximal 128 Samples. Dies reduziert die Latenz auf unter 10 ms, was für das Spielgefühl eines echten Röhrenamps (Touch Sensitivity) kritisch ist. Erledigt, wenn: Die Roundtrip-Latenz in den DAW-Einstellungen als <10ms angezeigt wird.
3.

Lade die Neural DSP Morgan Amp Suite.

  • Wähle den AC20 für britischen 'Chime' oder den PR12 für klassischen American Clean.
  • Stelle den Volume-Regler des Amps auf 12 Uhr und nutze den Input-Regler des Plugins, um den Sättigungsgrad zu steuern (simuliert das Volume-Poti der Gitarre).
  • Aktiviere Oversampling auf 'High' (4x oder 8x), um Aliasing-Artefakte in den Höhen zu vermeiden. Erledigt, wenn: Das Plugin geladen ist und ein dynamisch reagierender Sound (Edge of Breakup) hörbar ist.
4.

Deaktiviere die Standard-Boxensimulation im Plugin.

  • Lade die York Audio MES 212 V30 oder York Audio DXVB (Deluxe Reverb) IR.
  • Nutze den 'Mix 01' oder 'Fredman' Mic-Mix für einen sofortigen Studio-Sound.
  • Externe IRs sind der wichtigste Faktor, um den 'digitalen Schleier' zu entfernen. Erledigt, wenn: Die externe IR geladen ist und der Sound deutlich räumlicher und weniger 'fizzig' klingt.
5.

Falls du IK Multimedia Tonex nutzt:

  • Suche im ToneNET nach Captures von 'Amalgam Audio' (z.B. 'Vander' oder 'C-Verb') oder 'The Studio Rats'.
  • Diese Captures nutzen KI-Modellierung, die das Impedanzverhalten echter Röhren exakt abbildet.
  • Stelle sicher, dass das Noise Gate nur minimal eingestellt ist, um das natürliche Sustain nicht abzuwürgen. Erledigt, wenn: Ein Premium-Capture geladen ist, das auf Anschlagsdynamik reagiert.
6.

Setze einen EQ (z.B. FabFilter Pro-Q3 oder DAW-Standard) hinter das Amp-Plugin:

  • High-Pass Filter bei 80-100 Hz: Entfernt unnötiges Rumpeln im Bassbereich.
  • Low-Pass Filter bei 10-12 kHz: Entfernt die künstlichen, digitalen Höhen (Fizz), die ein echter Gitarrenlautsprecher nicht wiedergibt. Erledigt, wenn: Der EQ-Graph die Kurven zeigt und der Sound 'aufgeräumter' wirkt.
7.

Strukturiere deine tägliche Session:

  • 10 Min Technik: Spider-Walk und Tonleitern bei 80 BPM Metronom (Fokus auf synchronen Anschlag).
  • 20 Min Repertoire: Spiele den Ziel-Song mit dem neuen Sound-Preset durch.
  • 15 Min Performance-Vorbereitung: Nimm 3 komplette Takes auf, ohne bei Fehlern zu stoppen, um Routine unter 'Aufnahmedruck' zu entwickeln. Erledigt, wenn: Die 45 Minuten absolviert und die Takes zur Analyse gespeichert sind.
8.

Plane deinen Fortschritt pragmatisch:

  • Woche 1: Sound-Design (Amp/IR Auswahl) finalisieren.
  • Woche 2: Tägliches Üben des Parts (Fokus auf Timing).
  • Woche 3: Test-Aufnahmen (Dry-Runs) und Fehleranalyse.
  • Woche 4: Finaler Recording-Tag und Export der Spuren. Erledigt, wenn: Die Meilensteine in deinem Kalender eingetragen sind.
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