Öffentliches Projekt

Jährliche DIY-Wartung KWB Easyfire EF2 15 kW

K
von @Krzysztof
Haus & Haushalt

Seit 4 Jahren ist die folgende Pellet-Heizung in Einsatz: KWB Easyfire Typ EF2 15*, Pelletheizung mit Vorratsbehälter 300 Liter, geeignet für Holzpellets DM 6mm, TECHNISCHE DATEN, Max. Heizleistung: 15 kW, Leistungsbereich: 4,4-15 kW, Max. zul. Betriebsdruck: 3,5 bar. Was muss ich tun um eine jährliche Wartung selbst durchzuführen? Erstelle einen Plan.

Projekt-Plan

14 Aufgaben
1.

Warum: Ein geregeltes Abkühlen verhindert Schwelgasbildung und verbrennt verbliebene Pellets im Feuerraum kontrolliert.

Wie:

  • Wähle im Bediengerät (KWB Comfort) den Punkt 'Kessel Aus' bzw. 'Anlage Aus'.
  • Warte ca. 30 bis 45 Minuten, bis der Kessel die Nachlaufphase beendet hat und der Kesselkörper vollständig abgekühlt ist.
  • Öffne Türen oder Deckel erst, wenn die Abgastemperatur unter 40 °C gesunken ist.

Erledigt, wenn: Der Kessel vollständig ausgeschaltet und der Brennraum handwarm ist.

2.

Warum: Beim Reinigen beweglicher Teile und elektrischer Bauteile besteht ohne Stromtrennung Quetsch- und Stromschlaggefahr.

Wie:

  • Kippe den Hauptschalter des Kessels auf Stellung '0'.
  • Ziehe den Netzstecker der Anlage aus der Steckdose oder schalte den Leitungsschutzschalter im Sicherungskasten aus.
  • Sichere den Schalter gegen versehentliches Wiedereinschalten.

Erledigt, wenn: Die Heizungsanlage stromlos ist und das Display komplett erloschen ist.

3.

Warum: Feiner Holzpellet-Flugstaub belastet die Atemwege und erfordert passendes Absaug- und Schabewerkzeug.

Wie:

  • Lege Atemschutzmaske (FFP2), Arbeitshandschuhe und Schutzbrille bereit.
  • Platziere einen Aschesauger mit HEPA-Filter, Messingdrahtbürste, Ofenschaber und Reinigungstücher griffbereit am Kessel.
  • Lege eine Abdeckplane vor der Kesselfront aus, um den Heizraum sauber zu halten.

Erledigt, wenn: Alle Reinigungsutensilien und Schutzbekleidungen einsatzbereit am Kessel liegen.

4.

Warum: Ein überfüllter Aschebehälter führt zu Rückstau der Flugasche und verschlechtert die Verbrennungseffizienz.

Wie:

  • Öffne die Schnellverschlüsse des Aschebehälters im Unterbau des Kessels.
  • Ziehe den Behälter vorsichtig heraus und entleere die kalte Asche in einen metallischen Restmüllbehälter.
  • Säubere den Sitz und die Dichtflächen des Aschebehälters mit dem Aschesauger.

Erledigt, wenn: Der Aschebehälter geleert, sauber gesaugt und wieder dicht montiert ist.

5.

Warum: Der KWB Easyfire nutzt ein Unterschub-Brennsystem; Verkrustungen an den Luftöffnungen behindern die Sauerstoffzufuhr.

Wie:

  • Öffne die Brennraumtür des Kessels.
  • Entferne Verkrustungen und Schlackereste auf dem Brennteller mit einem Ofenschaber oder einer Messingbürste.
  • Reibe die seitliche Aufschubkante sauber und besteche verstopfte Primärluftbohrungen vorsichtig mit einem Holz- oder Messingdorn.

Erledigt, wenn: Die Oberfläche des Brenntellers glatt ist und alle Luftbohrungen frei von Rückständen sind.

6.

Warum: Eine verrußte Fotozelle erkennt die Flamme nicht korrekt und führt zu Fehlauslösungen oder Abbruch des Zündvorgangs.

Wie:

  • Ziehe die Fotozelle/den Flammfühler vorsichtig aus der Führungshülse am Kesselkörper.
  • Wische das Sensorfenster vorsichtig mit einem weichen, trockenen Mikrofasertuch ab (keine aggressiven Reiniger nutzen!).
  • Sauge die Öffnung des Zündrohrs vorsichtig mit dem Aschesauger aus und stecke die Fotozelle wieder ein.

Erledigt, wenn: Das Glas des Flammfühlers transparent ist und der Fühler fest in seiner Halterung sitzt.

7.

Warum: Rußablagerungen auf den Wärmetauscherflächen isolieren die Wärmeabgabe und erhöhen die Abgastemperatur sowie den Pelletverbrauch.

Wie:

  • Betätige den Hebel der Reinigungseinrichtung mehrmals auf und ab, um Ruß abzuschütteln.
  • Öffne den oberen Wartungsdeckel des Kessels gemäß Handbuch.
  • Sauge die senkrechten Wärmetauscherrohre und die Einhängungen der Federn (Turbulatoren) gründlich ab.

Erledigt, wenn: Die Metallwände der Wärmetauscherrohre frei von Rußschichten sind.

8.

Warum: Flugasche im Rauchgasventilator verringert den Zug und kann zu Unwuchten und Lagerschäden führen.

Wie:

  • Öffne die Reinigungsöffnung des Abgasrohres/Rauchgasbogens.
  • Sauge den Rauchgaskanal bis zum Kaminanschluss vorsichtig aus.
  • Reinige die Schaufeln des Saugzuggebläses vorsichtig mit einem Pinsel und Sauger, ohne die Wuchtgewichte an den Flügeln zu beschädigen.

Erledigt, wenn: Das Lüfterrad rußfrei ist und sich leicht gängig per Hand drehen lässt.

9.

Warum: Defekte Dichtungen führen zum Falschlufteintritt, was die Verbrennung stört und Erstickungsgefahr durch austretendes Schwelgas birgt.

Wie:

  • Untersuche die Dichtschnüre an Brennraumtür, Aschelade und Wartungsdeckeln auf Elastizität und Risse.
  • Führe die Blatt-Papier-Probe durch: Papier einklemmen und Tür schließen; lässt sich das Papier leicht herausziehen, muss nachgestellt werden.
  • Pinsel die Dichtungen sauber und trage etwas Graphit- oder Silikonspray (hitzebeständig) zur Pflege auf.

Erledigt, wenn: Alle Dichtungen elastisch, unbeschädigt und bei geschlossenen Türen fest anliegend sind.

10.

Warum: Angesammelter Pelletmehl-Flugstaub am Boden des 300L-Behälters kann die Förderschnecke verstopfen oder blockieren.

Wie:

  • Lass den Vorratsbehälter vor der Wartung möglichst weit leerfahren.
  • Sauge den Feinstaub und Holzmehl-Ablagerungen am Trichterboden vollständig ab.
  • Prüfe die Förderschnecke auf Fremdkörper und Sichtverschleiß.

Erledigt, wenn: Der Boden des 300L-Vorratsbehälters frei von Sägemehl und Staub ist.

11.

Warum: Ausreichender Wasserdruck sichert den korrekten Durchfluss und verhindert Luftpolster im Wärmetauscher.

Wie:

  • Lies das Druckmanometer an der Sicherheitsgruppe oder im Display ab.
  • Überprüfe, ob der Druck im Sollbereich liegt (typisch 1,5 bis 2,0 bar bei kaltem Zustand, max. zulässig 3,5 bar).
  • Fülle bei Bedarf aufbereitetes Heizungswasser (nach VDI 2035) über die Füllarmatur nach.

Erledigt, me: Der Anlagendruck liegt stabil im grünen Sollbereich auf dem Manometer.

12.

Warum: Der Kessel darf nur mit vollständig verschlossenen Revisionsöffnungen in Betrieb genommen werden.

Wie:

  • Setze alle gereinigten Abdeckungen und Wartungsdeckel wieder ein.
  • Ziehe die Feststellschrauben und Verschlüsse gleichmäßig über Kreuz fest an.
  • Verschließe die Brennraumtür und die Aschelade vollständig.

Erledigt, wenn: Sämtliche Gehäuseteile und Türen korrekt montiert und verriegelt sind.

13.

Warum: Ein kontrollierter Probelauf überprüft die Funktion von Förderschnecke, Zündung und Saugzuggebläse.

Wie:

  • Stecke den Netzstecker ein und schalte den Hauptschalter auf '1'.
  • Navigiere im KWB Comfort Menü in den Handbetrieb / Relaistest (falls freigeschaltet) oder starte einen regulären Heizzyklus.
  • Überprüfe den Anlauf des Saugzuggebläses und das Anspringen des Zündelements.

Erledigt, wenn: Der Kessel ohne Fehlermeldung startet und der Zündvorgang beginnt.

14.

Warum: Eine gelb-orange, ruhige Flamme signalisiert saubere Verbrennung und korrekte Primär-/Sekundärluftführung.

Wie:

  • Beobachte nach Erreichen des 'Leistungsbrands' das Flammenbild durch das Schauglas.
  • Kontrolliere im Display die Kesseltemperatur, Abgastemperatur und den Saugzugwert.
  • Achte auf ungewöhnliche Geräusche von Schnecke oder Gebläse.

Erledigt, wenn: Die Flamme ruhig brennt, keine Fehlermeldungen vorliegen und der Kessel die Regeltemperatur erreicht.

0
0

Diskussion

Melde dich an, um an der Diskussion teilzunehmen.

Lade Kommentare...