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KI-Deepfakes erkennen
K
von @KrzysztofAnleitung: Wie erkläre ich meinem Kind, dass Videos von Influencern oder Mitschülern gefälscht sein könnten?
Projekt-Plan
1.
Bereite dich kurz vor, um souverän antworten zu können. Wichtige Punkte für dich:
- Deepfakes sind KI-generierte Medien (Video, Audio, Bild), die täuschend echt wirken.
- Sie werden oft für Desinformation, Cybermobbing oder Enkeltrick 2.0 (Voice Cloning) genutzt.
- Kinder ab ca. 8-10 Jahren begegnen diesen Inhalten täglich auf TikTok und Instagram. Erledigt, wenn: Du die Begriffe Face-Swap und Voice-Cloning deinem Kind in zwei Sätzen erklären kannst.
2.
Nutze die gemeinsame Zeit für ein interaktives Erlebnis statt eines Vortrags.
- Gehe auf swrfakefinder.de und wähle die 'Kids'-Version.
- Absolviere mit deinem Kind das Level 'Bild-Tricks'.
- Diskutiert bei jedem Beispiel: 'Warum glaubst du, dass das echt oder gefälscht ist?' Erledigt, wenn: Ihr alle 4 Level (Werbung, Bild-Tricks, Kettenbriefe, Super-Level) gemeinsam durchgespielt habt.
3.
Zeige deinem Kind, worauf es bei Influencer-Videos achten muss:
- Unnatürliches Blinzeln: KI vergisst oft das regelmäßige Blinzeln oder es wirkt rhythmisch falsch.
- Haut & Zähne: Die Haut wirkt oft 'zu glatt' (wie Plastik) und Zähne verschwimmen zu einer weißen Masse.
- Lichtreflexe: Achte auf die Augen – spiegeln sie das Licht der Umgebung logisch wider?
- Ränder: Achte auf den Übergang von Gesicht zu Haaren oder Hals (oft leichtes Flackern).
- Stimme: KI-Stimmen klingen oft 'flach' (fehlende Emotion/Atmung). Erledigt, wenn: Dein Kind bei einem Testvideo (z.B. auf YouTube 'Deepfake Check') mindestens zwei Fehler selbst benennt.
4.
Pragmatischer Schutz gegen KI-generierte Anrufe (Enkeltrick 2.0).
- Erkläre, dass KI Stimmen in 3 Sekunden nachahmen kann.
- Wählt ein einfaches, aber geheimes Wort, das nur ihr kennt (z.B. 'Blauwal-Pizza').
- Regel: Wenn jemand aus der Familie anruft und Geld oder Hilfe will, wird nach dem Codewort gefragt. Erledigt, wenn: Jedes Familienmitglied das Wort kennt und die Regel für Notfälle akzeptiert hat.
5.
Verwandle Medienkompetenz in eine Gewohnheit.
- Bevor ein Video geteilt oder geglaubt wird, 3 Sekunden innehalten.
- Frage stellen: 'Wer hat das gepostet?' (Offizieller Account oder Unbekannt?).
- Frage stellen: 'Will mich das Video extrem wütend oder traurig machen?' (Emotionale Manipulation ist ein Warnsignal). Erledigt, wenn: Das Kind beim nächsten gemeinsamen Scrollen auf TikTok ein Video kritisch hinterfragt.
6.
Gib deinem Kind Werkzeuge für die Selbstständigkeit an die Hand.
- Installiere/Speichere Lesezeichen für:
- mimikama.at (für Kettenbriefe/Fakes).
- correctiv.org (Faktencheck).
- Google Reverse Image Search (um Bilder zurückzuverfolgen). Erledigt, wenn: Die Lesezeichen im Browser des Kindes in einem Ordner 'Check-IT' angelegt sind.
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