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Philosophie für Kinder

K
von @Krzysztof
Familie & Elternschaft

Wie diskutiere ich mit meinen Kindern über Gerechtigkeit und Glück, um ihre Resilienz zu stärken?

Projekt-Plan

8 Aufgaben
1.

Dieses Buch (Boje Verlag) ist der Goldstandard für kindgerechtes Philosophieren. Es nutzt ein Daumenregister und visuelle Fragen, um Themen wie Geld, Wissen und Gefühle im Kontext von Glück zu beleuchten.

  • Ideal für Kinder ab 5 Jahren.
  • Nutze die Kapitel, um gezielte Fragen zu stellen, statt nur vorzulesen. Erledigt, wenn: Das Buch physisch oder als E-Book für die erste Session bereitliegt.
2.

Diese Karten vom Don Bosco Verlag bieten konkrete Impulse für zwischendurch (z.B. beim Abendessen). Sie decken Themen wie Freundschaft, Mut und Fairness ab.

  • Jede Karte enthält eine Einstiegsfrage und weiterführende Impulse.
  • Perfekt für die 'Organisation' von Qualitätszeit ohne Vorbereitungsaufwand. Erledigt, wenn: Das Kartenset geliefert und griffbereit am Esstisch platziert wurde.
3.

Trage einen festen Termin (z.B. Sonntag 10:00 Uhr, 20 Minuten) in den Familienkalender ein.

  • Regel: Keine Smartphones, Fokus auf eine 'Große Frage'.
  • Nutze als Einstieg das Buch 'Die große Frage' von Wolf Erlbruch, um zu zeigen, dass es viele richtige Antworten gibt. Erledigt, wenn: Der Termin für die nächsten 4 Wochen im Kalender steht und das erste Gespräch stattgefunden hat.
4.

Ein praktisches Experiment nach dem Vorbild von 'Planet Schule':

  • Verteile eine Tüte Gummibärchen (oder Obst) bewusst ungleich (z.B. du 10, Kind 2).
  • Frage: 'Ist das gerecht?'.
  • Diskutiere Kriterien: Braucht der Größere mehr? Bekommt der, der aufgeräumt hat, mehr?
  • Ziel: Verständnis für Leistungsgerechtigkeit vs. Bedarfsgerechtigkeit. Erledigt, wenn: Das Kind eine eigene Definition von 'fair' in dieser Situation formuliert hat.
5.

Basierend auf John Rawls, adaptiert für Kinder:

  • Szenario: 'Wir bauen eine neue Spielplatz-Welt. Du darfst die Regeln bestimmen (wer darf zuerst rutschen, wer bekommt das Eis?).'
  • Der Clou: 'Du weißt vorher nicht, ob du in dieser Welt das Kind bist, das am schnellsten rennen kann, oder das Kind im Rollstuhl.'
  • Frage: 'Welche Regeln wählst du jetzt, damit es für JEDEN gut ist?' Erledigt, wenn: Das Kind eine Regel vorgeschlagen hat, die Schwächere schützt.
6.

Pragmatische Lösung für den Alltag:

  • Ein leeres Einmachglas dekorieren.
  • Jeden Abend schreibt/malt jedes Familienmitglied einen Glücksmoment des Tages auf einen Zettel.
  • Fokus auf 'Eudaimonia' (Glück durch Handeln/Werte) statt nur Konsum.
  • Bei Frust oder 'Pechsträhnen' werden die Zettel gemeinsam gelesen. Erledigt, wenn: Das Glas fertig gebastelt ist und die ersten 3 Zettel darin liegen.
7.

Nutze Alltagssituationen (z.B. eine schlechte Note oder ein kaputtes Spielzeug) für stoische Resilienz-Gespräche.

  • Frage nicht 'Warum ist das passiert?', sondern 'Was wäre, wenn wir daraus eine Superkraft machen?'.
  • Diskutiere: 'Was können wir kontrollieren (unsere Reaktion) und was nicht (das Wetter/andere Menschen)?'.
  • Nutze das Konzept von Knietzsche (WDR), der Probleme als 'Denkfutter' bezeichnet. Erledigt, wenn: Eine schwierige Alltagssituation erfolgreich in ein philosophisches Gespräch umgewandelt wurde.
8.

Aumio ist eine in Deutschland entwickelte App für Kinder-Achtsamkeit und Resilienz.

  • Enthält Geschichten, die philosophische Ansätze (Loslassen, Dankbarkeit) spielerisch integrieren.
  • Hilft bei der Logistik: Das 'Philosophieren' wird Teil der Einschlafbegleitung. Erledigt, wenn: Die App installiert und die erste Geschichte (z.B. zum Thema 'Gefühle') gemeinsam gehört wurde.
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