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Plastikfrei im Alltag

K
von @Krzysztof
Umwelt & Nachhaltigkeit

Wie löse ich das Problem von verstecktem Mikroplastik in Kosmetik und Kleidung (Checkliste)?

Projekt-Plan

8 Aufgaben
1.

Diese Tools sind essenziell für den deutschen Markt. CodeCheck bewertet Inhaltsstoffe per Ampelsystem, während ToxFox (vom BUND) gezielt vor hormonellen Schadstoffen und Mikroplastik warnt.

  • Lade beide Apps im App Store oder Google Play Store herunter.
  • Erlaube den Zugriff auf die Kamera für die Scan-Funktion. Erledigt, wenn: Beide Apps einsatzbereit auf dem Homescreen liegen.
2.

Nutze die installierten Apps, um jedes Produkt (Shampoo, Duschgel, Make-up, Zahnpasta) zu prüfen. Achte besonders auf diese häufigen Bezeichnungen für flüssiges oder festes Plastik:

  • Acrylates Copolymer (AC)
  • Acrylates Crosspolymer (ACS)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyurethane (PUR)
  • Nylon-12 Sortiere Produkte mit diesen Inhaltsstoffen konsequent aus. Erledigt, wenn: Alle Produkte im Bad gescannt und 'belastete' Artikel in einer separaten Box gesammelt wurden.
3.

Kaufe Ersatzprodukte, die eines der folgenden Siegel tragen, da diese Mikroplastik und flüssige Polymere strikt verbieten:

  • NATRUE
  • COSMOS (Natural oder Organic)
  • BDIH Pragmatische Lösung in Deutschland: Die Eigenmarken Alverde (dm) oder Alterra (Rossmann) sind günstig und zertifiziert. Hochwertige Alternativen sind Weleda, Lavera oder Dr. Hauschka. Erledigt, wenn: Für jedes entsorgte Plastik-Produkt ein zertifizierter Ersatz im Schrank steht.
4.

Synthetikfasern (Polyester, Nylon) geben bei jedem Waschgang Mikroplastik ab. Der Guppyfriend (ca. 30 €) fängt diese Fasern im Beutel auf.

  • Bestelle den Beutel online (z.B. bei Langbrett oder Avocadostore) oder kaufe ihn lokal in Outdoor-Läden wie Globetrotter. Erledigt, wenn: Der Waschbeutel physisch bei dir zu Hause angekommen ist.
5.

Ändere deine Gewohnheiten beim Waschen, um den Faserabrieb zu reduzieren:

  • Wasche bei maximal 30°C bis 40°C. Höhere Temperaturen lösen mehr Fasern.
  • Nutze Flüssigwaschmittel (z.B. von Everdrop oder Frosch) statt Pulver, da Pulverkörner wie Schmirgelpapier auf die Fasern wirken.
  • Verzichte auf Weichspüler, da dieser die Fasern schwächt.
  • Schleudere bei maximal 800 Umdrehungen. Erledigt, wenn: Die Waschmaschine für den nächsten Gang auf 30°C und niedrigen Schleudergang eingestellt ist.
6.

Prüfe die Etiketten deiner Kleidung. Identifiziere Stücke aus:

  • Polyester
  • Polyamid (Nylon)
  • Polyacryl
  • Elasthan Markiere diese Stücke (z.B. mit einem kleinen Faden am Bügel), damit du weißt, dass diese nur im Guppyfriend gewaschen werden dürfen. Erledigt, wenn: Du den Anteil an Synthetik in deinem Schrank kennst und die 'Problemfälle' markiert hast.
7.

Nach dem Waschen im Guppyfriend sammeln sich die Fasern in den Ecken des Beutels.

  • Entnimm die Fasern von Hand.
  • Wirf sie niemals in den Abfluss oder das Waschbecken, sondern ausschließlich in den Restmüll. Nur so werden sie verbrannt und landen nicht im Wasserkreislauf. Erledigt, wenn: Die Fasern nach dem ersten Testwaschgang im Mülleimer gelandet sind.
8.

Vermeide zukünftiges Mikroplastik, indem du beim Kauf auf die Materialzusammensetzung achtest. Bevorzugte Fasern:

  • Bio-Baumwolle (GOTS zertifiziert)
  • Leinen
  • Hanf
  • Tencel / Lyocell (regenerierte Holzfaser, biologisch abbaubar)
  • Wolle (Achtung: oft mit Polyamid gemischt, achte auf 100%). Erledigt, wenn: Dein nächstes gekauftes Kleidungsstück zu 100% aus einer dieser Naturfasern besteht.
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