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14. März 20178222 Schillerndes Dunkel 8220 Juvenile Vergemeinschaftung am Beispiel der Schwarzen Szene
Der Ursprung der ‚Gothics’ liegt im Großbritannien der späten 70er Jahre und geht auf die Punkszene zurück. Als Bands der ersten Stunde werden in der Literatur stets die gleichen Namen gehandelt: Hervorzuheben sind hier Siouxsie and the Banshees, Christian Death,...
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Jetzt Lernplan erstellenDer Ursprung der ‚Gothics’ liegt im Großbritannien der späten 70er Jahre und geht auf die Punkszene zurück. Als Bands der ersten Stunde werden in der Literatur stets die gleichen Namen gehandelt: Hervorzuheben sind hier Siouxsie and the Banshees, Christian Death, Bauhaus, The Sisters of Mercy, Joy Division und insbesondere The Cure, deren Sänger Robert Smith durch -seine visuelle Präsentation, die düstere Atmosphäre seiner frühen Songs, sein auch in Interviews und diversen Ausrastern hervorbrechender Weltschmerz[…] bis heute den idealtypischen Gruftie [darstellt]- (Farin, 2006, S. 31).
Den ‚idealtypischen Gruftie’ findet man auch heute noch; allerdings hat die enorme Ausdifferenzierung in unterschiedlichste musikalische Stilrichtungen – wie auch jüngere Szenen, die unter dem Dach der Gothics aufgingen – dazu geführt, dass die Szene immer unüberschaubarer wurde und sich sowohl musikalisch als auch optisch zum Teil kaum noch Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen Sub-Szenen feststellen lassen. Daher wurde auch der Begriff der Gothic-Szene mittlerweile durch den (durchaus streitbaren) Begriff der Schwarzen Szene abgelöst, in der AnhängerInnen unterschiedlicher (und zum Teil sehr gegensätzlicher) Musikrichtungen und Szenen wie Gothic Rock, Neue Deutsche Todeskunst, Neue Deutsche Härte, Heavenly Voices, Pagan Metal, Neofolk, Mittelalter-Szene usw. vereint sind.
In diesem Seminar sollen neben der Vermittlung von Basiswissen wie z.B.
- Geschichte & Entwicklung der Schwarzen Szene,
- Ästhetik, Themen, Werte und Selbstverständnis der Szeneangehörigen
- unterschiedliche (musikalische) Stilrichtungen der Schwarzen Szene
auch Versuche (neu)rechter Infiltrierung jugendlicher Subkulturen thematisiert werden.
Farin, Klaus (2006): Jugendkulturen in Deutschland 1990-2005. Bonn: bpb.
wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben
Soziale Arbeit, Bachelor, PO 2011
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Kopanski Reinhard