Uni-Hannover
14. März 2017Adel in der Frühen Neuzeit Zeitgenössische Wahrnehmungen und neue Perspektiven
Die Forschung zum Adel in der Frühen Neuzeit (aber auch in jüngerer Zeit) erlebt seit einigen Jahren eine Konjunktur. Verschiedene Arbeiten und Beiträge beschäftigen sich mit einzelnen Familien oder Gruppen des Adels. Diese Abgrenzungen und die aus ihnen entwickelten Narrative...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Forschung zum Adel in der Frühen Neuzeit (aber auch in jüngerer Zeit) erlebt seit einigen Jahren eine Konjunktur. Verschiedene Arbeiten und Beiträge beschäftigen sich mit einzelnen Familien oder Gruppen des Adels. Diese Abgrenzungen und die aus ihnen entwickelten Narrative sind oft den zugrundeliegenden Fragestellungen ebenso geschuldet wie der konkreten Forschungspraxis. Doch entsprechen diese -Geschichten- auch immer den Selbst- und Fremdwahrnehmungen der historischen Akteure?
In dem Seminar soll anhand von Originalquellen versucht werden, diese Selbst- und Fremdwahrnehmungen genauer in den Blick zu nehmen: Wie bildete sich das Bewusstsein aus, zu einem bestimmten Stand zu gehören, zu einer bestimmten Gruppe oder Familie? Auch über große innere Unterschiede und Spannungen hinweg? Einer Gruppe oder Familie, an die man Erwartungen stellte, der man aber auch Loyalität und ggf. Unterordnung schuldete? Welche identitätsstiftenden Medien und Praktiken standen zur Verfügung? Wo wird Widerstand deutlich und wie wurde er bewertet? Wie reflektierte man über seine Gruppe? Welche Urteile fällten -Außenstehende-?
Der Umgang mit Originalquellen (historische Drucke, Urkunden, Briefe, Inventare usw., Schwerpunkt 17. und 18. Jahrhundert) wird einen Einblick in die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens erlauben sowie Möglichkeiten und Grenzen des historischen Forschens aufzeigen. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit dem Landesarchiv und der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel zwei wichtige Forschungsinstitutionen im Rahmen von Führungen sowie der eigenen Recherche und Quellenarbeit kennenzulernen.
Voraussetzung für die Teilnahme sind das eigenständige Arbeiten mit Sekundärliteratur sowie die Bereitschaft, das Lesen zeitgenössischer Handschrift einzuüben.
Michael Sikora: Der Adel in der Frühen Neuzeit, Darmstadt 2009. Stephan Wendehorst und Siegrid Westphal (Hrsg.): Lesebuch Altes Reich, München 2006.
Geschichte, Master of Arts
Im Rahmen des Seminars können Exkursionsscheine erworben werden. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist aufgrund des beschränkten Platzangebots im Landesarchiv bzw. in der Herzog August Bibliothek auf zwölf beschränkt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Die Plätze werden am 13.10.2016 verteilt!
Universität Hannover
WiSe 2016/17
Geschichte, Master LA Gymnasium
Detlef
Berghorn M.A Detlef