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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar Filmmontage zs mit dem Cutter Frank Brummundt Komplement 2 von Montage in Theorie und Praxis

Das Seminar widmet sich der Filmmontage (Dokumentar- und auch Spielfilm) in seiner praktisch-ästhetischen Dimension. Der Cutter Frank Brummundt wird anhand eigener Arbeiten und ausgewählten Filmbeispielendie verschiedenen Aspekte und Problemstellungen, die sich beim Gestalten mit Montage ergeben, vorstellen. Der Kurs bietet...

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Das Seminar widmet sich der Filmmontage (Dokumentar- und auch Spielfilm) in seiner praktisch-ästhetischen Dimension. Der Cutter Frank Brummundt wird anhand eigener Arbeiten und ausgewählten Filmbeispielendie verschiedenen Aspekte und Problemstellungen, die sich beim Gestalten mit Montage ergeben, vorstellen. Der Kurs bietet vor allem Raum, um selbst zu schneiden. In praktischen Übungen kann handwerkliches Grundwissen im Umgang mit Bild und Ton erlernt und angewandt werden, wobei der Fokus auf der Arbeit an dokumentarischem Ausgangsmaterial liegen wird. Formale Fragen der Gestaltung sollen dabei ebenso diskutiert werden wie typische und wiederkehrende Herausforderungen der Montage. Im Besonderen wird Thema sein: - Anschaulichkeit und Verständlichkeit: Wie vermittelt man notwendige Informationen? Wie lässt sich etwas audiovisuell erzählen, ohne auf die gängige Praktik eines allerklärenden Voice-over zurückzugreifen? Welche Schwierigkeiten stellen sich bei der filmischen Erzählung von Zeit und Raum? Welche bei der Exposition von Figuren? - Bewertung: Hier geht es um die Kriterien zur Beurteilung des Ausgangsmaterials: Wie bewerte ich schauspielerische Leistung? Wie beurteilt man die Ergebnisse der Kameraarbeit? - Verdichtung: Wie gelingt es, aus einem langen Interview die für den Film wichtigen Aussagen herauszugreifen und zu komprimieren? Wie erscheinen Sie im Film (im On? im Off?) Wie geht man mit dem Verhältnis von Drehzeit und Filmzeit um? Wie mit der Materialmenge (also dem Verhältnis Erzählzeit und Länge des Ausgangsmaterials)? - Rhythmus: Wann schneidet man? Wann schneidet man nicht? In welcher Frequenz? Unter Verwendung welcher Einstellungsgrößen? Wann entscheidet man sich für Mittel der Vereinheitlichung, des Zusammenfügens (continuity), wann für zeitliche und/oder räumliche Diskontinuität? - Dramaturgie: Wie findet man im Schnittprozess zu einer Dramaturgie sowohl einer Sequenz als auch des gesamten Films (von der Exposition bis zum Schluss)? - Tongestaltung: Wie geht man mit Musik um? Wie erzählt man mit Geräuschen? Wie bindet man diese bereits in den Schnittprozess ein? Im Rahmen des Seminars soll ein eigenes kleines Schnittprojekt (möglichst im Team) erarbeitet werden, das von den beiden Dozenten während des Semesters eingehend betreut und, wenn möglich, zum Semesterende im Juli öffentlich präsentiert werden soll. Es besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse zu einer größeren Projektarbeit auszubauen (an der in einer zweitägigen ‚Montagewerkstatt‘ im WS 16/17 wieder gemeinsam mit dem Cutter Frank Brummundt ‚gefeilt‘ werden kann). Institut für Medien- und Kulturwissenschaft ACHTUNG : Das Seminar ist als ein Komplement des Seminarbundles ›Montage in Theorie und Praxis‹ konzipiert. Das Besuchen des Seminars -Montagetheorie- (im Aufbaumodul Medienformen, Themenseminar: Theorien der Ästhetik und der Intermedialität) ist unbedingte Voraussetzung für die Belegung dieses Praxiskomplements. Ende April wird es ein kurzes Treffen zur Verteilung der Seminarplätze geben (bereits notierte Voranmeldungen aus dem WS 2015/16 werden dabei berücksichtigt). Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt, um die Betreuung der selbst zu erstellenden Schnittprojekte gewährleisten zu können. Am 13. April wird es um 16 Uhr, vor der ersten Theoriesitzung ein kurzes Treffen zur Verteilung der Praxis-Seminarplätze geben (bereits notierte Voranmeldungen aus dem WS 2015/16 werden dabei berücksichtigt). Am 29. Juni um 20 Uhr gibt es im Rahmen der (im Montagetheorien-Seminar veranstalteten) Filmreihe zur Montage im Black Box-Kino voraussichtlich eine Abschlusspräsentation der Arbeiten. Da es ein Praxiskurs ist, herrscht Anwesenheitspflicht. Universität Düsseldorf SoSe 2016 Jun.-Prof. Dr. Doll Martin Jun