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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar Kolonialismus und postkoloniale Theorie M Andreas

Die Lehrveranstaltung wird einige der für die Medienwissenschaft interessanten Fragestellungen der postcolonial studies in den Mittelpunkt stellen. Diese haben, in Beschreibung von kolonialer Geschichte, die Analyse dominanter Repräsentations- und Wissenstechniken von Ethnie oder Rasse in den Vordergrund gerückt und widerständige...

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Die Lehrveranstaltung wird einige der für die Medienwissenschaft interessanten Fragestellungen der postcolonial studies in den Mittelpunkt stellen. Diese haben, in Beschreibung von kolonialer Geschichte, die Analyse dominanter Repräsentations- und Wissenstechniken von Ethnie oder Rasse in den Vordergrund gerückt und widerständige Praktiken dagegen thematisiert. Postkoloniale Fragestellungen werden mittlerweile in nahezu allen geisteswissenschaftlichen Fächern diskutiert, postkoloniale Theorie beheimatet somit wichtige transdisziplinäre  Methoden, auch zur Kritik der (historischen) hard sciences. Der Schwerpunkt unserer Analysen soll auf (audio)visuellen Darstellungsmustern ethnischer Identitäten liegen: Dazu können gehören: - rassifizierende und dekolonisierende Verfahren im klassischen Film, etwa durch Montage, Makeup, Beleuchtungskonventionen, Materialität des Films - Diskursivierung und Konstruktion von Multikulturalität in der digitalen Postproduktion - ethnifizierte Identität in sog. Social Media und digitaler Bildkultur - koloniale Muster deutscher Anwerbe- oder Flüchtlingspolitik in deren massenmedialer Begleitung In diesem Rahmen sollen die wichtigsten Autorinnen postkolonialer Theorie (Bhabha, Fanon, Said, Spivak) gelesen und diskutiert werden. Zweitens sollen die kulturellen und popkulturellen Repräsentationen ethnischer Identitäten (in Film, Fernsehen, Popmusik) in den Blick genommen werden. Schließlich sollten wir die Möglichkeiten identitätsdestabilisierender Diskurse diskutieren. In einem ersten Block werden wir uns gemeinsam eine Grundlage aus Texten aus den Bereichen Filmwissenschaft, Critical Whiteness Studies und postkoloniale Theorie erarbeiten. Der zweite Block soll von den Studierenden in eigenen Präsentationen und Analysen einzelner Beispiele aus den Bereichen Film/AV Medien sowie Internet/Social Media gestaltet werden. Die Teilnehmer_innen sind eingeladen, eigene Beispiele einzubringen, gerne auch aus den Bereichen Medienkunst, Videoinstallation, Imageboards/Memes uvm. Die Texte sind digital verfügbar. Die Teilnehmer_innen sind eingeladen, eigene Analysebeispiele einzubringen. Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Institut für Medien und Kulturwissenschaft